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AssCompact 02/2020

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FINANZEN | News

FINANZEN | News Negativzinsen belasten Banken mit 25 Mrd. Euro (ac) Banken müssen seit 2014 Strafzinsen zahlen, wenn sie Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken. Zuletzt wurde der sogenannte Einlagenzins für Banken im Oktober 2019 auf –0,5% geändert. Das Hamburger FinTech Deposit Solutions hat nun analysiert, wie viel Geld die Banken seither an die Notenbank gezahlt haben. Der Analyse zufolge haben die Banken seit Einführung der Strafzinsen im Jahr 2014 insgesamt 25 Mrd. Euro an die EZB bezahlt. Allein über 6,5 Mrd. Euro fielen im vergangenen Jahr an. Vor allem deutsche und französische Banken zahlen Mehr als die Hälfte der Summe kam von deutschen (33%) und französischen Banken (25%). Im vergangenen Jahr haben deutsche Banken fast 2,5 Mrd. Euro an die EZB gezahlt. Das entspricht 12% ihrer Vorjahresgewinne. Mit der Einführung eines Staffelzinses hat die EZB im Oktober 2019 insgesamt 770 Mrd. Euro an Überschussliquidität vom Negativzins freigestellt. Fiele auf diese Summe der neue Einlagenzins von –0,5% an, wären auf die Banken der Eurozone in diesem Jahr zusätzliche 3,9 Mrd. Euro an Belastung zugekommen, 1,1 Mrd. Euro davon bei deutschen Banken. … vor allem bei Banken in Südeuropa Die Entlastung kommt laut Deposit Solutions vor allem bei südeuropäischen Banken an. Die deutschen Banken wiesen der Analyse zufolge im Oktober 2019 Einlagenüberschüsse von insgesamt 640 Mrd. Euro aus. Das Sechsfache ihrer Mindestreserve entsprach 224 Mrd. Euro, die somit maximal als Freibetrag vom Negativzins ausgenommen waren – also 35%. Italienische Banken hatten Einlagenüberschüsse in Höhe von 137 Mrd. Euro angesammelt. Ihr Freibetrag betrug 108 Mrd. Euro, also 79% der Überschüsse. Spanische Banken kamen sogar auf ein Verhältnis von über 80%. In Portugal, Griechenland und der Slowakei ist die Summe der Freibeträge sogar höher als der Einlagenüberschuss der Banken. Die EZB hat durch Strafzinsen seit 2014 rund 25 Mrd. Euro von den Banken erhalten. © oscity – stock.adobe.com Kreditmarktplatz EUROPACE wächst dynamisch (ac) Der Kreditmarktplatz EUROPACE hat das Transaktionsvolumen im Geschäftsjahr 2019 um rund 18% von 57,9 Mrd. Euro auf 68,0 Mrd. Euro gesteigert. Das Transaktionsvolumen pro Vertriebstag lag bei 272 Mio. Euro. Im Jahresendquartal 2019 erreichte es sogar einen neuen Rekordwert von 287 Mio. Euro. In der mit Abstand größten Produktgruppe Immobilien - finanzierung ist das Transaktionsvolumen innerhalb eines Jahres um rund 19% von 44,9 auf 53,5 Mrd. Euro gestiegen. Leichtes Minus bei Ratenkrediten Das Volumen der kleinsten Produktgruppe Ratenkredit reduzierte sich im Gesamtjahr 2019 gegenüber dem sehr starken Vorjahr leicht um 3% von 3,6 Mrd. Euro auf 3,5 Mrd. Euro. Im vierten Quartal 2019 stieg das Volumen der Ratenkredite leicht um 1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das vierte Quartal 2019 wies für die Produktgruppe Immobilienfinanzierung eine Steigerungsquote von 18% gegenüber dem Vorjahresquartal aus. Das Transaktionsvolumen der zweitgrößten Produktgruppe Bausparen wurde 2019 um 18% von 9,4 auf 11,0 Mrd. Euro erhöht. Auch hier lag das vierte Quartal mit einer Steigerungsquote von 16% deutlich über dem Vorjahresendquartal. Die beiden großen Produktgruppen, die zusammen mehr als 95% des gesamten Transaktionsvolumens auf EUROPACE ausmachen, erreichten somit erneut Steigerungs - raten deutlich oberhalb des jeweiligen Marktumfeldes. 68 Februar 2020

Klimaschutz und Nachhaltigkeit halten Einzug in die Unternehmensfinanzierung Leasing wächst weiter kräftig (ac) Die deutsche Leasing-Wirtschaft ist laut den offiziellen Zahlen des Bundesverbands Deutscher Leasingunternehmen (BDL) 2019 dynamisch gewachsen. Insgesamt legte das Leasing-Neugeschäft im vergangenen Jahr um 9% auf ein neues Rekordhoch von 74,4 Mrd. Euro inklusive Mietkauf zu. Damit entwickelte sich die Branche deutlich dynamischer als die ins Stocken geratene deutsche Wirtschaft. Der Leasing-Anteil an den Ausrüstungsinvestitionen ist auf 24% gestiegen. Von den außenfinanzierten Investitionen werden 54% über Leasing realisiert. Für 2020 erwartet die Branche ein stabiles Neugeschäft. Größere Wachstumsraten seien angesichts der konjunkturellen Aussichten und des sich weiter eintrübenden Investitions - klimas nicht zu erwarten. (ac) 26% der mittelständischen Unternehmen in Deutschland benötigen in diesem Jahr für ihre Klimaschutzmaßnahmen eine externe Finanzierung. Damit rangiert das Thema Nachhaltigkeit bei den über Kredite und Co. zu finanzierenden Aktivitäten noch vor den Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie vor der Finanzierung neuer Standorte oder geplanter Übernahmen. Banken fordern Aktivitätsnachweise Bei Verhandlungen mit Banken wird das Thema immer wichtiger. 67% der im Finanzierungsmonitor befragten Unternehmen gaben an, dass ihre Hausbank bereits Infor - mationen zu Aktivitäten in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit gefordert hat. Auch unabhängig vom Finanzierungsgrund möchten Banken von Unternehmen zunehmend Transparenz in Sachen Klimaschutz. Das zeigt der „Finanzierungsmonitor 2020“ von creditshelf. Die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz nehmen der Studie zufolge darüber hinaus für 88% der Befragten bereits einen wesentlichen Teil der Unternehmensstrategie ein. Acht von zehn Unternehmen achten auch bei der Auswahl ihrer Lieferanten und Dienstleister auf deren Nachhaltigkeitsbestrebungen. Anzeige HEFTVORSCHAU 03 | 2020 Sonderthemen • Rechtsschutzversicherung • Kredite & Darlehen Weitere Themen Einschätzungen von PROGRESS Finanzplaner zum Thema Nachhaltigkeit und die Bedeutung für die Generation Y/Z, Interview mit Gordon Diehr von Liechtenstein Life über Nettopolicen, Gespräch mit „Mr. DAX“ Dirk Müller zur Lage an den Finanzmärkten, Einblicke von Roger Rankel in die Wirkungs- und Sachkompetenz und weitere spannende Artikel sowie zahlreiche Kurzmeldungen zu aktuellen Themen. Das Heft erscheint in der ersten Märzwoche.

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