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AssCompact 02/2020

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DIGITALISIERUNG „Es

DIGITALISIERUNG „Es gibt längst hervorragende Lösungen zur Automatisierung im Maklerbüro“ Interview mit Emanuel Römer, Gesellschafter-Geschäftsführer der Mr-Money Service GmbH Mr-Money ist insbesondere bekannt für seinen Sachvergleichsrechner für Privatkunden. Mittlerweile baut das Softwarehaus, das eigenständig bleiben will, seine Plattform immer weiter aus und gewinnt auf Makler- und Poolseite stetig Marktanteile hinzu. Herr Römer, vor lauter Digitalisierung taucht plötzlich die Frage auf, ob Versicherungsmakler nun zu Prozess - managern und Datenverwaltern werden müssen. Ist die Frage berechtigt? Die Digitalisierung bedeutet für Versicherungsmakler einen enormen Wettbewerbsvorteil. In bestimmten Arbeitsschritten ist sie mittlerweile ein Muss. Wer sich jetzt nicht entsprechend aufstellt, wird am Markt schon bald nicht mehr bestehen können. Dank entsprechender IT-Lösungen muss die Einführung der Digitalisierung aber keine hohe Hürde sein. Wenn ein Versicherungsmakler in gute Softwareprodukte investiert, kann er seine Prozesse in der Datenverwaltung und im Vertriebsmanagement leicht optimieren, ohne dabei mit administrativen Aufgaben überhäuft zu werden. Der Schlüssel zum Erfolg ist hierbei eine durchgängige Prozesskette. Ist die gewährleistet, läuft die Digitalisierung fast von selbst. „Die Digitalisierung bedeutet für Versicherungsmakler einen enormen Wettbewerbsvorteil. In bestimmten Arbeitsschritten ist sie mittlerweile ein Muss. Wer sich jetzt nicht entsprechend aufstellt, wird am Markt schon bald nicht mehr bestehen können.“ Wie schätzen Sie denn den aktuellen Digitalisierungsgrad in den Maklerbüros ein? Trotz immer intensiverer Berichterstattung in den Medien fristet die Digitalisierung in einigen Bereichen ein Schattendasein. Hierzu gehört aus meiner Sicht ganz klar die Versicherungsbranche. Viele Arbeitsschritte laufen hier noch immer manuell, obwohl es längst hervorragende Lösungen zur Automatisierung gibt. Gerade in Maklerbüros besteht in dieser Hinsicht viel Potenzial. Welche Tools werden Ihrer Meinung nach am häufigsten eingesetzt und wie sehr sind das noch Insellösungen? Erstaunlicherweise werden Vergleichsrechner und Office- Programme wie Outlook, Word und Excel noch immer am häufigsten eingesetzt. Es überrascht uns immer wieder, dass einige Versicherungsvermittler in der täglichen Arbeit auf MVP-Lösungen, Finanzanalysen und andere Tools zur Beratung und Verwaltung verzichten. Denn eine doppelte Dateneingabe bedeutet ja erheblichen Mehraufwand. Bei Mr-Money haben wir dies in den letzten Jahren schwerpunktmäßig in den Blick genommen und technische Kooperationen aufgebaut, die aus Insellösungen wirkungsvolle technologische Plattformen mit umfassendem Datenaustausch machen. Ihr Haus bietet dazu eine Vielzahl an Maklersoftware an. Erklären Sie uns doch bitte noch kurz, woher kommt Mr-Money eigentlich? Das Unternehmen und auch der Name Mr-Money wurden 1995 vom Inhaber und Mit-Geschäftsführer Dirk Natschke entwickelt. Ziel war zunächst der Aufbau einer einprägsamen Internetseite zum Versicherungsvergleich. Im Laufe der Zeit wurde daraus dann eine bodenständige und kreative Softwareschmiede. Wie sehen Ihre Kernangebote aus? Zu den Kernangeboten gehören die seit fast 20 Jahren angebotenen SACH-Vergleichsrechner und – seit Kurzem – die integrierte digitale Angebotserstellung meine-versicherungsangebote.de. Weiterhin bieten wir mit MVP///LIVE seit 2008 ein Online-Maklerverwaltungsprogramm an, welches ein zentrales Tool zu den wichtigsten Softwarelösungen von Mr-Money darstellt: der BiPRO///BOX und der PDF///BOX. Die Kombination dieser beiden Boxen könnte man als Revolution des Dokumentenmanagements in unserer Branche bezeichnen. Hinzu kommt noch die CMS///LIVE Maklerhomepage, die nicht einfach nur ein Baukasten ist, sondern jeden Online-Auftritt individuell gestalten kann. An welchen Tools arbeiten Sie gerade? 96 Februar 2020

Neben unserem MVP und einzelnen Dokumentenmanagementsystemen entwickeln wir vorrangig verkaufs - orientierte Software. So ist auch das neue smarte Angebotstool „meineversicherungsangebote.de“ entstanden. Es erhöht die Abschlussquote in Maklerbüros, die es bereits seit Beginn der Markteinführung einsetzen, nachweislich um das Dreifache. Können Sie uns in etwa sagen, wie viele Versicherungsmakler Ihre Angebote mittlerweile nutzen? Versicherungsmakler sind in der Regel an mehrere Pools angebunden und greifen über unterschiedliche Wege auf unsere Produkte zu. Die Bestimmung konkreter Nutzerzahlen ist daher schwierig. Ganz allgemein lässt sich aber sagen, dass unsere Sachvergleichsrechner für private Risiken einen der höchsten Marktanteile im Pool-, Vergleichsportal- und Einzelmaklermarkt aufweisen. Überdies wissen wir, dass unsere Produkte BiPRO///BOX und PDF///BOX bereits eine hohe Zahl unterschiedlicher Marktteilnehmer für sich gewinnen konnten. Wie ist in etwa die Aufteilung? Sind Ihre Kunden eher Verbraucher, Einzelmakler oder Pools und Vertriebe? Das Endkunden-Versicherungsgeschäft stellt den größten Anteil in der Firmengruppe dar. Mit unseren Digitalisierungslösungen ermöglichen wir die Verwaltung von rund 120.000 aktiven Verträgen mit nur zwei Vollzeitkräften. Im Fokus steht bei Mr-Money zudem in jeder Hinsicht die Softwareentwicklung und -vermarktung. Zu unseren Kunden in diesem Bereich gehört eine sehr gesunde Mischung aus Vergleichsportalen, Einzelmaklern, Pools und Vertrieben, wobei der Anteil von Pools und Vertrieben gerade stark wächst. Bei den Vergleichsportalen gehören wir seit jeher zu den stärksten Lieferanten für Sachvergleichsrechner und Maklerverwaltungsprogramme – neuerdings auch mit unserem „starken Doppel“, der PDF///BOX und der BiPRO///BOX. Hinzu kommen dann noch die neuen InsureTech-Plattformen, die in den letzten Jahren verstärkt auf unsere Technologie setzen. Der Wettbewerb bei der Maklersoftware ist mittlerweile hoch. Wie schätzen Sie die Situation ein? Da sind wir aus gutem Grund sehr optimistisch. Der Wettbewerb war im Softwarebereich schon immer hart umkämpft. Während ältere Marktteilnehmer zunehmend verschwinden oder sich neu strukturieren, erscheinen immer mehr junge Anbieter auf der Bildfläche. Aufgrund der wachsenden Digitalisierung ist das auch nachvollziehbar. Letztlich werden sich aber nur die Unternehmen durchsetzen, die fortlaufend in die Emanuel Römer Entwicklung investieren und sich eng am Bedarf der Nutzer orientieren. Da wir hier außerordentlich gut aufgestellt sind, sehen wir die Zukunft sehr positiv. Mit Blick auf die nahe Zukunft: Welche Technologien könnten Vergleichsrechner oder Maklersoftware im Allgemeinen nach vorne bringen? Vor allem wird sich die künstliche Intelligenz durchsetzen. Wir haben hier bereits entsprechende Funktionen in unsere PDF///BOX integriert, was aber nur ein Anfang ist. Aktuell arbeiten wir unter anderem an einer Sprachsteuerung. In dem Zusammenhang und der Frage, wo Mr-Money herkommt, die abschließende Frage: Wo möchte Mr-Money hin? Wir sind zwar nicht das größte Unternehmen am Markt, aber wir sind mit unseren Softwarelösungen sehr innovativ und produktiv. In unseren Kernkompetenzen wie dem Sachvergleichsrechner für private Risiken sowie der BiPRO///BOX und der PDF/// „Wir sind zwar nicht das größte Unternehmen am Markt, aber wir sind mit unseren Softwarelösungen sehr innovativ und produktiv. [...] Wir werden an unserem Gesellschaftsmodell festhalten.“ BOX möchten wir in den nächsten Jahren Marktführer werden und weitere Innovationen einführen. Unsere Kunden dürfen sich hier auf viele interessante Neuerungen freuen. Und: Wir werden an unserem Gesellschaftsmodell festhalten. Unsere aus unbeugsamen Sachsen und Bayern bestehende Firma wird allen weiteren Verkaufsangeboten der Unternehmensgruppe energisch Widerstand leisten. W Februar 2020 97

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