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AssCompact 03/2018

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INVESTMENT © Kurhan – Fotolia.com Mehr Rendite für Anleger mit Weitblick Ohne Aktien geht es nicht. Viele Anleger haben tief liegende Bedenken bei einer Aktienanlage oder lehnen Aktien ganz ab. Doch beim langfristigen Vermögensaufbau ist das Risiko geringer als vielfach gedacht. Anleger, die Aktien meiden, verschenken viel Geld, das sie dringend für den Vermögensaufbau brauchen. Aktienfonds, die ihre hohe Qualität auch langfristig bewiesen haben, sind erste Wahl. Die Zahlen sind beängstigend. Das Geldvermögen der Deutschen beträgt 6,1 Bio. Euro. Davon wird rund ein Viertel in Bargeld gehalten und auf Girokonten geparkt. Bei den Neuanlagen ist es sogar rund die Hälfte. Die entgangene Wertentwicklung bewegt sich Jahr für Jahr im Milliardenbereich. Deutsche lieben Sicherheit und Garantien – doch diese kosten viel Geld. Und sind noch nicht einmal notwendig. Sogar Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass zumindest bei einem langfristigen Anlagehorizont Garantieprodukte keine höhere Sicherheit bieten als renditestarke Aktien. Wer Verluste verhindern wollte, so die Verbraucherschützer weiter, der musste nur zwölf Jahre im Deutschen Aktienindex Dax ausharren, um eine negative Rendite zu verhindern. Beim langfristigen Vermögensaufbau geht es aber um Zeiträume von zwanzig oder dreißig Jahren. Garantien sind dann erst recht unnötig und vor allem unnötig teuer, so das Resümee selbst der Verbraucherschützer. Kombination aus langfristig erfolgreichen Investmentstilen gefragt Einerseits erreicht man eine Minderung des Risikos über die Zeit, anderseits lässt sich das Risiko weiter durch Streuung reduzieren. Dies kann erreicht werden, indem man seine Anlagen auf ein breites Anlageuniversum wie den Stoxx Europe 600 abstellt. Dazu muss man wissen, dass die Standard-Indizes liquiditätsoptimiert sind, also optimal für sehr große Anlagebeträge. Durch die Gewichtung der Indexmitglieder nach Marktkapitalisierung stellt sich immer eine Konzentration bei großen Unternehmen ein. In überwiegend große Unternehmen zu investieren, hat sich in der Vergangenheit nicht als besonders erfolgreich herausgestellt. Eine bessere Lösung ist, in eine Kombination aus langfristig erfolgreichen Investmentstilen zu investieren. Mit den Einzelheiten solcher Strategien brauchen sich Anleger natürlich nicht zu beschäftigen, dies erledigen professionelle Vermögensmanager. Bei näherer Betrachtung wird sich zeigen, dass die Kosten solcher Strategien durch den zusätzlichen Gewinn bei Weitem kompensiert werden. Das simple Kostenargument einer Indexanlage trägt nicht weit. Um die Werttreiber einer Aktienanlage zu identifizieren, werden entsprechend dem langfristigen Anlagehorizont lange Zeiträume betrachtet: die vergangenen zwanzig Jahre. Damit wird auch vermieden, dass reine Schönwetterstrategien erarbeitet werden, denn selbstverständlich müssen zwischenzeitliche Krisen analytischer Bestandteil langfristiger Strategien sein. In den vergangenen zwanzig Jahren waren dies die Dot.com-Krise 2001/2002 und die große Finanzkrise 2008/2009. Trotzdem waren mit einer Aktienanlage mehrere Hundert Prozent Wertentwicklung zu erzielen. Für die Identifikation der Werttreiber selbst werden einige naheliegende Faktoren getestet, zum Beispiel günstige Bewertung, relative Kursstärke und hohe Profitabilität. Bei der Auswertung ergibt sich, dass diese Faktoren einen überdurchschnittlichen Wertbeitrag liefern. Um eine optimale Mischung der Werttreiber zu erhalten, werden die Korrelationen näher untersucht. Ziel ist es, erfolgreiche Faktoren miteinander zu kombinieren, die untereinander eine geringe oder bestenfalls negative Korrelation aufweisen. Entsprechend kann hier ein deutlicher Risikoausgleich erzielt werden, der zu einer gleichmäßigeren und stetigeren Wertentwicklung des Portfolios führt. 64 März 2018

Die Anlagestrategien, günstige Bewertung, relative Kursstärke und hohe Profitabilität ergänzen sich und sorgen gemeinsam für eine sehr gute Performance. Die Strategie, in unterbewertete Aktien zu investieren, ist antizyklisch. Fallen die Kurse, werden einige Aktien attraktiver. Diese Aktien müssen länger gehalten werden. Sie brauchen einige Zeit, bis sie ihre volle Wirkung entfalten. Dagegen ist die Strategie mit Blick auf die relative Kursstärke prozyklisch, sie setzt auf das Momentum. Läuft eine Aktie gut, steigt ihre Attraktivität. Da die Kursentwicklung bereits positiv ist, verringert sich allerdings ihr Anlagehorizont. Flankiert wird das Ganze durch eine Profitabilitätsstrategie, deren Attraktivität nicht durch den aktuellen Kurs bestimmt wird und damit unabhängig von den beiden anderen Strategien ist. Die Kombination dieser Anlagestrategien schafft Mehrwert für ihre Anleger. Beispiel aus der Anlagepraxis Aus dieser kombinierten Anlagestrategie ist der europäische Aktienfonds MEAG EuroInvest entstanden und das Konzept hat sich als sehr erfolgreich erwiesen. Der MEAG EuroInvest wurde 2008 in der Kategorie „Aktien Europa“ als bester Fonds ausgezeichnet. Heute hat er das begehrte A-Rating. Dabei setzt der Fonds zu gut zwei Dritteln auf eine Mischung von unterbewerteten und profitablen Aktien und knapp einem Drittel auf Momentum-Aktien. Der Trick ist, dass jede Strategie für sich genommen schon eine höhere Wertentwicklung zeigt als der Stoxx Europe 600 und dass in der Kombination das Ergebnis nochmals deutlich verbessert werden kann. Hier zeigt sich auch die hohe Überlegenheit gegenüber einem reinen Indexinvestment. Die systematische Aktienauswahl erfolgt regelmäßig nach Attraktivität aus dem europäischen Anlageuniversum, das eine breite Streuung der Anlagen nach Einzelwerten, Branchen, Ländern und Größenklassen sicherstellt. Die so selektierten Aktien werden nach weiteren Kontrollen über eine bestimmte Anlagedauer gehalten, um die Portfoliokonstruktion möglichst transaktionskosteneffizient zu gestalten. Denn bei jeder Anlage gilt: Der erwarteten Rendite stehen sichere Handelskosten gegenüber, die dadurch möglichst gering gehalten werden. Zu guter Letzt wird bei der Kapitalanlage die vollständige Investition der Mittel angestrebt, da das Anlagekonzept auf eine beständige Wertentwicklung ausgelegt ist. Denn auf Dauer kostet das Spekulieren auf den richtigen Zeitpunkt fast immer Rendite. Wie das Konzept besticht auch das Management durch hohe Kontinuität und Konsistenz, sogar personell, denn der Fondsmanager lenkt das Portfolio bereits seit zwanzig Jahren durch die Höhen und Tiefen der Märkte. Entscheidend für den Anleger ist immer die Wertentwicklung unter Berücksichtigung des Risikos. Im Jahr 2017 hat der MEAG EuroInvest eine Wertentwicklung von gut 17,9% erwirtschaftet, während eine Anlage in den Stoxx Europe 600 nur knapp 10,6% gebracht hätte. Die laufenden Kosten für das Management liegen bei 1,28% pro Jahr. Damit ist der MEAG EuroInvest günstiger als die meisten aktiv gemanagten europäischen Aktienfonds. Auch in der langfristigen Betrachtung (seit Auflegung am 30.03.1998 bis 31.01.2018) hat der europäische Aktienfonds eine Überrendite von 1% jährlich nach allen Kosten gegenüber dem Index erwirtschaftet. Oder anders ausgedrückt: Hätte ein Anleger bei Auflage 10.000 Euro in den Fonds investiert, könnte er sich heute bereits über 27.213 Euro freuen. Klein in den Kosten, groß in der Leistung. Auch im Wettbewerbsvergleich überzeugt der MEAG EuroInvest. In der kurzfristigen Einjahresbetrachtung ist der MEAG EuroInvest bei Morningstar ganz vorne in einem Universum aus 270 Fonds. Auf Sicht von 20 Jahren ist er Nummer drei in einem Universum von 50 Fonds. Für den Anleger mit Weitblick heißt dies: Erstens, lieber auf langfristig erfolgreiche Anlagestrategien setzen in einem qualitativ hochwertigen Fonds wie dem MEAG EuroInvest als auf einen Index, der überwiegend auf große Unternehmen setzt. Zweitens, ein vollständiger Verzicht auf Aktien und Aktienfonds ist sehr teuer, das entsprechende Risiko, sein Vermögensziel nicht zu erreichen und in Aktien unterinvestiert zu sein, ist hoch. Drittens, abhängig von Fähigkeit und Neigung, mit zwischenzeitlichen Risiken umzugehen und sie auszuhalten, sollte immer ein deutlicher Teil der langfristigen Kapitalanlage in Aktien und Aktienfonds gehen. Der MEAG EuroInvest erhöht die Chance auf Gewinne im Vergleich zu einer reinen Indexanlage. Der beste Zeitpunkt anzulegen wäre vor zwanzig Jahren gewesen, der zweitbeste aber ist: jetzt! W Von Thilo Schmidt, Senior Portfoliomanager bei der MEAG März 2018 65