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AssCompact 03/2019

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INVESTMENT | News

INVESTMENT | News Passive Investments dominieren Sparpläne in Deutschland (ac) In einer umfassenden Analyse hat die Consorsbank ausgewertet, welche Fonds, Exchange Traded Funds (ETFs) und Aktien von den Kunden am meisten für Sparpläne genutzt werden. Das Ergebnis: ETF-Anteile stehen bei den Anlegern besonders hoch im Kurs. Von den 50 beliebtesten Sparplänen entfallen 32 auf die börsengehandelten Fonds, die einen Index nachbilden, 15 auf klassische Investmentfonds und drei auf Einzelaktien. MSCI World am beliebtesten Unter den Top Ten finden sich acht ETFs. Die ersten vier Plätze werden allesamt von an der Börse gehandelten Fonds auf den MSCI World Index belegt, erst auf Platz 5 folgt ein ETF auf den Dax mit den 30 größten deutschen Aktienunternehmen. Mit dem DWS Top Dividende landet der beliebteste gemanagte Fonds auf dem sechsten Rang. Bemerkenswert ist laut der Consorsbank, dass auf den Plätzen 18, 30 und 34 in der Liste der beliebtesten deutschen Sparplaninvestments keine breit streuenden Investmentfonds stehen, sondern mit Amazon, Apple und Berkshire Hathaway jeweils Einzelwerte aus den USA. Ein Indexanbieter dominiert Unter den 30 beliebtesten ETF-Sparplänen befinden sich sieben auf den MSCI World. Hinzu kommen vier ETFs auf den MSCI Emerging Markets sowie zwei ETFs auf den MSCI All Countries World Index, der entwickelte Märkte und Schwellenmärkte abbildet. Hinzu kommen zwei ETFs auf den MSCI World Information Technology Index, der IT- Firmen aus entwickelten Ländern abbildet. Deutsche Indizes ebenfalls gefragt Den 15 ETFs aus der MSCI-Familie stehen nur sieben Fonds gegenüber, die auf deutschen Indizes beruhen: vier auf den Dax, zwei auf den MDax und einer auf den TecDax. Weitere Indizes, die bei den Sparplaninhabern der Consorsbank beliebt sind, sind der NASDAQ 100, der drei Mal in den Top 50 ist, sowie der S&P 500 und der Stoxx 600 Europe, die je zwei Mal in den Top 50 sind. „ Kommentar: Die Respekt-Ente Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will eine gerechte Grundrente einführen: die Respekt-Rente. Respekt-Rente klingt schließlich viel besser als Grundsicherung. Der Name allein macht die Situation aber nicht besser. Die Respekt-Rente beinhaltet einen Aufschlag von 25% auf die Grundsicherung von derzeit 424 Euro im Monat zuzüglich der Unterkunftskosten. In absoluten Zahlen bedeutet das rund 100 Euro pro Monat oder 3,50 Euro am Tag. Überleben wird man damit zwar können. Bei der Rente geht es aber auch in großen Teilen um Respekt. In diesem Punkt liegt Hubertus Heil richtig. Doch nur weil eine Sozialleistung Respekt im Namen hat, werden sich Rentner dadurch auch nicht respektierter fühlen. Die Mehrzahl der Menschen arbeitet, weil sie heute und auch in Zukunft in kein staatliches Hilfesystem fallen will. Das bleibt die Respekt-Rente aber genauso wie die Grundsicherung. Menschen wollen für sich selber sorgen – indem sie Geld in ein System einzahlen, aus dem sie später wieder etwas zurückerhalten. Dieses Urprinzip der Lebens- und Rentenversicherung ist richtig und wichtig, denn es schafft Respekt sich selbst gegenüber. Eine Aufstockung in welcher Form und mit welchem Namen auch immer wird das nie schaffen. Arbeitsleistung verdient aber vor allem nicht erst im Rentenalter Respekt. Was, wenn Arbeitnehmer nur 34 Jahre statt der vorgesehenen 35 Jahre der Respekt-Rente gearbeitet haben? Haben Sie dann keinen Respekt verdient? Den tatsächlichen Respekt vor der Arbeitsleistung kann jeder Arbeitnehmer monatlich auf seinem Gehaltszettel sehen. Würde den Menschen mehr von ihrem Lohn übrig bleiben, könnten sie besser und vor allem selbstständig vorsorgen. Das wäre eine wirkliche Respekt-Rente und nicht nur eine Respekt-Ente. Von Michael Herrmann, AssCompact “ 50 März 2019

Trendwende bei der Auflage geschlossener Publikumsfonds (ac) Die Ratingagentur Scope hat die im Jahr 2018 emittierten geschlossenen Publikums-AIFs und Vermögensanlagen erfasst. Das prospektierte Angebotsvolumen geschlossener Publikumsfonds stieg demnach von 0,7 Mrd. Euro auf 1,1 Mrd. Euro. Damit liegt es zumindest wieder auf dem Niveau von 2016. Insgesamt wurden 32 Publikums-AIFs von der BaFin zum Vertrieb zugelassen. Auch das bedeutet ein Plus im Vergleich zu 2017, als nur 29 Fonds zugelassen worden waren. Zwei Haupttreiber Der Anstieg des Angebotsvolumens ist laut Scope vor allem auf zwei sehr großvolumige Immobilienfonds von WealthCap und auf eine deutliche Zunahme der Emissionsaktivitäten in der Asset- Klasse Private Equity zurückzuführen. WealthCap emittierte vier Fonds – jeweils zwei aus den Asset- Klassen Immobilien und Private Equity. Das Eigenkapital dieser vier Fonds summiert sich auf 451 Mio. Euro. Damit stellt WealthCap allein über 40% des gesamten Neuangebotes. Auch PATRIZIA GrundInvest trug mit fünf neuen Immobilienfonds mit einem geplanten Eigenkapitalvolumen von rund 173 Mio. Euro maßgeblich zur Trendwende bei geschlossenen Fonds bei. Zuversicht für 2019 Für das Jahr 2019 erwartet Scope eine moderate Zunahme der Emissionsaktivitäten und ein Emissionsvolumen von ebenfalls mehr als 1 Mrd. Euro. Hintergrund ist vor allem die steigende Nachfrage nach Sachwertinvestments. Die hohe Ankaufskonkurrenz habe allerdings zu sinkenden Renditen für Sachwerte geführt – insbesondere für Immobilien. Dies erschwert laut Scope nach wie vor die Konzeption geschlossener Publikums-AIFs mit attraktiver Renditeerwartung. Eine signifikante Ausweitung der Emissionsaktivitäten sei 2019 daher nicht zu erwarten. Vermögensanlagen entwickeln sich rückläufig Das Angebot neuer Vermögensanlagen hat sich 2018 hingegen deutlich reduziert. Es erstreckt sich auf 59 Produkte mit einem insgesamt zu platzierenden Kapital von rund 776 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr 2017 bedeutet das ein Minus von 29%. Ein wesentlicher Grund für den Rückgang liegt laut Scope im deutlich gesunkenen Angebot der Direktinvestments infolge der Pleite von P&R. Scope geht unter anderem deshalb davon aus, dass sich Sachwertanbieter in Zukunft nach stärker auf Fonds statt auf Vermögensanlagen konzentrieren. Anzeige

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