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AssCompact 03/2019

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MANAGEMENT & VERTRIEB |

MANAGEMENT & VERTRIEB | News ZAHLEN zu den Wetterprognosen der Deutschen für 2019 und den gefürchtetsten Naturgefahren 54% über 2.000 befragten Bundesbürger rechnen in diesem Jahr mit einer Hitzewelle. Nahezu jeder 37 % der insgesamt 2. Deutsche geht davon aus, dass es 2019 viel winden bzw. stürmen wird. beträgt der Anteil derer, die starke Regen fälle mit Überschwemmungen voraussagen. Über 32% 1/3 der Bundesbürger, nämlich 34%, hat Angst vor einem Erdbeben. der Deutschen fürchten sich vor Sturm als Nummer zwei in der Liste der gefürchtetsten Naturgefahren. (Quelle: YouGov-Umfrage im Auftrag der DEVK Versicherungen; eigene Darstellung) Zwei Gutachten halten Provisionsdeckel für rechtlich unzulässig (ac) Ein Provisionsdeckel in der Lebensversicherung ist sowohl verfassungsrechtlich als auch europarechtlich unzulässig. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Gutachten der Experten Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier und Prof. Dr. Hans-Peter Schwintowski. Ein Provisionsdeckel würde sowohl gegen die Berufsausübungs- als auch gegen die Dienstleistungsfreiheit verstoßen. IDD verbietet Provisionsdeckel Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Hans-Peter Schwintowski nimmt in seinem Gutachten den Provisionsdeckel auch vor dem Hintergrund der IDD unter die Lupe. Er stellt dabei nicht nur fest, dass die IDD keinerlei Regelungen enthält, die die Deckelung von Vertriebsentgelten rechtfertigen würden, sondern kommt auch zu dem Schluss, die IDD würde einen Provisionsdeckel sogar verbieten, „weil damit die Informationsintransparenz auf Versicherungs- und Vermittlermärkte zunehmen würde“. Zudem sei ein Provisionsdeckel nicht mit der europäischen Dienstleistungsfreiheit vereinbar. Es gibt in seinen Augen keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass das Allgemeininteresse für einen Provisionsdeckel so groß wäre, dass eine Einschränkung der Dienstleistungsfreiheit gerechtfertigt sei. Vielmehr würde der Provisionsdeckel „gegen zwingende Allgemein interessen verstoßen, da er in die Produktgestaltungsfreiheit der Versicherer ohne Sachgrund eingreifen (…) und zugleich eine Qualitätsabwärtsspirale (…) auch bei den Vermittlern auslösen würde“. Schwintowski sieht hier auch das System des freien unverfälschten Wettbewerbs im Binnenmarkt gefährdet. Freiheit der Berufsausübung nicht gewahrt Der Staatsrechtswissenschaftler und ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier, konstatiert, dass der Provisionsdeckel einen Eingriff in die Freiheit der Berufsausübung der Versicherer und Vermittler aus Art. 12 Abs. 1 Grundgesetz darstellen würde. Nach seinem Dafürhalten gibt es keine „verfassungslegitimen Gründe des gemeinen Wohls“, die einen solchen Eingriff rechtfertigen würden. Papier folgert, der Gesetzgeber überschreite seinen von der Verfassung eingeräumten Einschätzungs-, Bewertungs- und Prognosespielraum. Weiter bemängelt er mit Blick auf die ungleichen Beratungs- und Vertriebswege sowie den unterschiedlichen Beratungsaufwand bei bestimmten Produkten, dass diese durch den Provisionsdeckel undifferenziert in einen Topf geworfen würden. Papier sieht im Provisionsdeckel einen willkürlichen Aktionismus des Gesetzgebers. Das Ziel einer weiteren Senkung der Vertriebskosten könne einen normativen Provisionsdeckel nicht legitimieren. 72 März 2019

So haben sich die Beschwerden der Verbraucher über Versicherer entwickelt (ac) Im Jahr 2018 wandten sich Verbraucher deutlich häufiger mit Beschwerden und Anfragen an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als im Vorjahr. Den größten Anstieg verzeichnete die BaFin mit fast 30% bei den Beschwerden im Wertpapierbereich. Laut BaFin sei das erhöhte Beschwerdeaufkommen gegenüber dem Vorjahr sowohl auf die Reform des Investmentsteuergesetzes zurückzuführen wie auch auf Unsicherheiten mit MiFID II. Die Eingaben über Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute dagegen lagen 2018 mit 5.791 nahezu auf Vorjahresniveau (5.587). Verbraucher beschwerten sich beispielsweise über die Laufzeiten von Überweisungen. Ein Anstieg der Verbraucherbeschwerden zeigt sich auch für den Bereich Versicherung. 2018 erhielt die BaFin insgesamt 8.097 Eingaben zu Versicherungssachverhalten und damit 730 mehr als im Jahr 2017 (7.367). Häufig Beschwerden über PKV Inhaltlich ging es bei den Beschwerden um Tarifkalkulationen von Kraftfahrzeugversicherern, Auswirkungen des Brexits und Run-off-Überlegungen von Lebensversicherern. Häufig beschwerten sich Verbraucher vor allem auch über Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung (PKV). Rechtsschutz und Leben vorn Was die einzelnen Sparten betrifft, gingen die meisten Beschwerden bei der BaFin zu den Sparten Lebensversicherung ein, gefolgt von der Kfz-Versicherung und der privaten Krankenversicherung. Der Tätigkeitsbericht 2018 des Versicherungsombudsmanns weist dagegen die Rechtsschutz - versicherung als die Sparte mit den meisten Beschwerden aus. Wie in den Vorjahren steht sie im Beschwerderanking vor der Lebensversicherung, auch wenn sich gegenüber dem Vorjahr ein leichter Rückgang zeigt. Insgesamt gingen beim Versicherungsombudsmann 2018 knapp 19.000 Beschwerden ein. Das sind 798 Antragstellungen weniger im Vergleich zum Vorjahr (laut Jahresbericht 2017). Die meisten Beschwerden verzeichnete die BaFin im vergangenen Jahr in den Sparten Lebens- und Kfz-Versicherung sowie im Bereich PKV. © – Fotolia.com Die beliebtesten Anlageformen und Versicherungen (ac) Die meisten Bundesbürger bezeichnen sich als konservative Geldanleger, jeder zweite setzt aufs Sparkonto. Es zählt damit zu den beliebtesten Anlageformen vor dem Tages- bzw. Festgeldkonto (36%) und dem Bausparvertrag (27%). In der Beliebtheitsskala bei den Geldanlageformen folgen Lebensversicherungen bzw. private Rentenversicherungen (25%) und betriebliche Altersvorsorge (21%). Aktien oder Unternehmensanteile hält etwas mehr als ein Fünftel der Befragten (22%). 17% legen in Investmentfonds an. Ein weiteres Fünftel der Befragten besitzt eigenen Angaben zufolge überhaupt keine Geldanlagen. 18% der Geldanleger besitzen nachhaltige Geldanlagen, 13% geben an, schon einmal welche besessen zu haben. Nahezu jeder Zweite (46%), der bislang nicht in nachhaltige Geldanlagen investiert oder investiert hat, kann sich grundsätzlich vorstellen, künftig sein Geld nachhaltig anzulegen. Haftpflicht als wichtigste Police Was den Versicherungsschutz betrifft, fühlen sich 90% der Versicherten gut bzw. sehr gut versichert. 94% und damit fast jeder Befragungsteilnehmer verfügt über mindestens eines der gängigsten Versicherungsprodukte. Ein Großteil besitzt eine Haftpflichtversicherung (78%), eine Kfz-Versicherung (71%) oder eine Hausratversicherung (69%). Viele haben auch einen Rechtsschutz (45%), eine Unfallpolice (40%) oder eine Lebensversicherung (31%). Für mehr als jeden zweiten Versicherten stellt die Haftpflichtversicherung die wichtigste Police dar (51%). März 2019 73

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