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AssCompact 03/2020

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ASSEKURANZ | Titelinterview „Die NÜRNBERGER bleibt einer der größten Maklerversicherer“ Interview mit Andreas Politycki, Vorstandsmitglied der NÜRNBERGER Versicherung Die Verantwortung für den NÜRNBERGER-Maklervertrieb liegt seit Kurzem in den Händen von Andreas Politycki. Eines seiner Ziele ist die Steigerung der Makler - zufriedenheit. Dazu soll unter anderem ein neues Vertriebsportal beitragen. Herr Politycki, seit rund drei Monaten sind Sie neben dem Ausschließlichkeits- auch für den Maklervertrieb der NÜRNBERGER zuständig. Ist das für Sie Neuland? Nein, es ist kein Neuland. Als Vertriebsdirektor in Nordrhein- Westfalen hatte ich über 20 Jahre mit Maklern, Mehrfachagenten und Pools zu tun. Die Anforderungen der unabhängigen Vermittler konnte ich – zwar ausgerichtet auf meine Heimat am Rhein – inhaltlich in der ganzen Breite und Tiefe damals aus erster Hand kennenlernen. Wo sehen Sie denn Gemeinsamkeiten der beiden Bereiche und wo werden Sie in der neuen Aufgabe deutlich akzentuieren? Die vertriebliche Relevanz der Kernthemen eint die Vertriebswege: Beide müssen passende Produkte und Services bieten. Denken Sie dabei an die Facetten des wichtigen Marktsegments Einkommensschutz mit Lösungen für Berufsunfähigkeit, Absicherung der Grundfähigkeiten und Dread Disease, auf die wir uns fokussieren. Diese Aussage passt auch für den Ausbau der Krankenzusatzversicherungen. Ebenso gilt das für die Mehrung unserer Schadenversicherungsbestände im privaten wie im gewerblichen Segment, um nachhaltige Courtageeinnahmen für unsere Vertriebspartner sicherzustellen. Auch das Heben von Potenzialen bei bestehenden Verbindungen gilt gleichermaßen für alle Vertriebswege. Welche Schwerpunkte setzen Sie dann künftig im Maklerbereich und der Maklerbetreuung? Ein wichtiger Aspekt vorweg: Wir halten an unserem bewährten Tandem- Modell der Vor-Ort-Betreuung fest. Seit 2016 stehen jedem aktiven Makler und Mehrfachagenten zwei Vertriebsleiter zur Seite, einer spezialisiert auf den Bereich Personen- und einer auf die Schadenversicherung, um den Vertriebspartner mit kompetenten und qualifizierten Vertriebs- und Verkaufsspezialisten zu unterstützen. 26 März 2020

Die Steigerung der Vermittlerzufriedenheit ist in unserer Unternehmensstrategie ein Fokusthema. AssCompact hat in seiner Studie zum Maklerservice 2019 wunderbar herausgearbeitet, wo die Handlungsfelder zur Verbesserung der Dienstleistungsqualität liegen. Demnach zählen zu den wichtigsten Zufriedenheitstreibern, dass die Ansprechpartner in der Zentrale sowie die Maklerbetreuer kompetent und engagiert sind. Dazu gehört der Umgang mit Problemfällen und Beschwerden. Ein weiterer Faktor ist der digitale Support mit Online-Prozessen und Tools. Nicht fehlen sollen Beratungs-, Tarif- und Angebotsrechner. Mit unserer hohen Vertriebsleiterpräsenz vor Ort und unserer erfolgreichen Service-App easyBT decken wir dies alles ab. Die Steigerung der Kundenzufriedenheit steht bei uns ebenfalls im Mittelpunkt unseres Handelns. MSR Consulting hat in seiner KUBUS-Studie herausgearbeitet, wie es um die Zufriedenheit der Versicherungskunden steht. Demnach sind es die drei Faktoren Vertrieb, Schadenregulierung und Kommunikation, die Erfolge bringen. Im Vertrieb ist die Qualitätsbetreuung gefragt. Im Schadenfall wünscht sich der Kunde einen Problemlöser statt eines reinen Kostenerstatters. Wir werden von Mono- auf Multikanal umschalten, heißt: mehrgleisige Kommunikationsangebote anbieten. Diese aktuelle Analyse bietet einen treffenden Orientierungsrahmen. Den setzen wir nicht zuletzt mit unserer bundesweiten Spezialistenunterstützung für das Firmengeschäft-Leben und mit den Underwritern für das Firmengeschäft-Schaden um. Das ist umfassend. Lassen Sie uns die digitalen Pläne näher ansehen. Sie planen ein neues Vertriebsportal. Was erhoffen Sie sich von dem neuen Portal? Seit Februar ist das Tor für eine neue, bessere Informationswelt geöffnet – eine zentrale Anlaufstelle für unsere Vertriebspartner. Sie finden dort alles, was sie für den Verkauf von NÜRNBERGER-Produkten benötigen. Die zwölf bisherigen Vertriebshomepages wurden zu einem einzigen Auftritt harmonisiert – für eine umfassende übersichtliche und individuelle Vertriebsunterstützung. Der Einstieg findet sich unter https://makler.nuernberger.de. Von Versicherern hören wir, dass manche digitale Angebote von Maklern nicht angenommen werden. Fürchten Sie das auch bei Ihren neuen Services? Ein klares Nein. Ganz im Gegenteil: Wir haben mehr als 7.300 registrierte User unserer App easyBT. Die große Nutzerzahl dieser Service-Web-App spricht für sich. Lassen Sie mich am Beispiel „Beratung“ ein paar Tools aus easyBT erwähnen: Franke und Bornberg Vertragscheck, softfair AkquiseCenter, xbAV-Berater, Einkommensschutz-Navigator und vieles mehr. Gleichermaßen bauen Sie auch Ihre Direktservices aus. Geht das auf Kosten des persönlichen Vertriebs, insbesondere des Maklervertriebs? Ganz im Gegenteil! Durch das veränderte Kundenverhalten wird der Einkauf – von der Beratung bis zum Abschluss – in „Wir konzentrieren unsere Kräfte auf die tatsächlich aktiven Vertriebspartnerschaften. Dazu zählen Einzelanbindungen und Gewerbemakler genauso wie Vertriebe und Pools.“ Bezug auf den Online- oder Offline-Prozess zunehmend hybrider. Erfolg wird künftig haben, wer zweigleisig vorgeht: persönlich beraten und digital kommunizieren. Digitalisierung schafft mehr Zeit für die so wichtige Kundenberatung. Wir wollen den Maklern das Leben erleichtern. Deshalb investieren wir so intensiv in digitale Vertriebsunterstützung. Die „Prozess-Exzellenz“ ist ein großer Erfolgsfaktor im Wettbewerb. Wenn wir schon bei der persönlichen Beratung sind, welche Maklergruppen stellen Sie denn in den Fokus? Selbstverständlich kooperieren wir gerne mit allen Vermittlergruppen. Wir konzentrieren unsere Kräfte auf die tatsächlich aktiven Vertriebspartnerschaften. Dazu zählen Einzelanbindungen und Gewerbemakler genauso wie Vertriebe und Pools. Sie haben den Maklervertrieb von Jürgen Wahner übernommen. Es soll ein Joint Venture geben. Wie sieht das aus? Jürgen Wahner hat seine Vorstandsmandate Ende 2019 niedergelegt. Er wird 2020 als geschäftsführender Gesellschafter ein Joint Venture mit der NÜRNBERGER im Vertriebsbereich starten. Details hierzu werden wir gerne zu einem späteren Zeitpunkt kommunizieren. Sehen wir uns noch einmal die Sparten etwas näher an. Welche Segmente rücken hier in den Vordergrund? In der bAV wollen wir unsere starke Marktposition verteidigen und ausbauen, zumal hier der betriebliche Einkommensschutz an Bedeutung gewinnt. Den Markt der bAV-Portale decken wir durch Kooperationen mit xbAV und ePension ab. Wachstum planen wir auch in der gewerblichen Schadenversicherung. Kooperationen wie beispielsweise mit der Firma zeitsprung zur Portfoliooptimierung unterstützen als digitaler Service. Wie sieht es mit PKV und bKV aus? Andreas Politycki Auch hier stellen wir starke digitale Services bereit, zum Beispiel den unterschriftslosen Antragsprozess in der Krankenzusatzversicherung bei Maklern. Die betriebliche Krankenversicherung wollen wir weiter stärken und ausbauen. Zum Schluss noch in aller Kürze: Wenn Sie zu Ende 2020 auf Ihre Doppelfunktion sehen, was wäre gerne Ihr Fazit? Wenn ich zu Silvester konstatieren kann, dass wir auf ein Geschäftsjahr mit Wachstum und Ertrag zurückblicken und wir für die NÜRNBERGER eine gesteigerte Kunden- und Vermittlerzufriedenheit messen können, dann bin auch ich zufrieden. Mein persönliches Ziel: Die NÜRNBERGER ist und bleibt einer der größten und beliebtesten Maklerversicherer. W März 2020 27

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