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AssCompact 03/2020

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RECHTSSCHUTZVERSICHERUNG

RECHTSSCHUTZVERSICHERUNG Sind Versicherer bald LegalTechs? Makler und Kunde wird’s freuen! Und so schnell hat der Wind sich gedreht: In Zeiten, in denen LegalTechs und moderne Kanzleien, die sich aus Kundensicht kaum unterscheiden, massenhaft Fälle („Claims-Fishing“) rechtsschutzversicherter Kunden einsammeln und dann selbst oder mit Partneranwälten abwickeln und der Rechtsschutzversicherung in Rechnung stellen, ist es für die Rechtsschutzversicherer selbstverständlich geworden, sich zukünftig zum Kümmerer des Rechts zu entwickeln. Ob Erweiterung des eigenen Service-Portfolios durch Kooperationen mit LegalTechs (mineko.de mit diversen), erweiterte Kooperationen für die Schadenabwicklung (Chevalier mit diversen), direkte Investments in die LegalTechs (KS/AUXILIA in Atornix) oder Ausgründungen (DEVK und Klugo) – das Ziel der Versicherer ist klar definiert: Zukünftig ist die Versicherung nur noch eine Komponente eines vollumfänglichen Angebots, das für jedes rechtliche Anliegen die passende Lösung und die passende Vergütungsvariante hat. Bei jedem Versicherer ist diese Haltung zunehmend zu spüren. Freuen kann sich der Kunde – wie fast immer bei Innovationen. Die Preise für Rechtsdienstleistungen werden zwangsläufig sinken und das Leistungsportfolio der Versicherer wird sich vergrößern. Zumindest kurzfristig scheint es, als ob eine ganze Branche rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkannt hat und damit auch das Ende der Rechtsschutzversicherungen – wie ich prophezeite – aufgehalten wurde. Doch ist das so? Noch ist die Transformation am Anfang. Investoren scharren mit den Hufen Es bleibt abzuwarten, wie ernst die Versicherer die Transformation zu einem Fullservice-Angebot betreiben. In den eigenen Strukturen hocken die Versicherer, auf hohen Kosten für Personal, Vertrieb, Makler und die Schadenabwicklung und sind gleichzeitig im Kern relativ ineffizient. Diese Strukturen machen es schwerer für einen Versicherer zu einem Kümmerer zu werden, als für ein LegalTech, zum Versicherer zu werden, das diese Strukturen nicht querfinanzieren muss (siehe Banken im Vergleich zu N26). Durch die gleich gelagerte Vision aller Marktteilnehmer, aus Versicherungs-, Rechts- und anderen Finanzierungsdienstleistungen eines zu machen, vergrößert sich der Markt und macht ihn trotz der Regulatorik auch für externe Investoren attraktiver. Dies kann eine ernstzunehmende Gefahr werden, die aus heutiger Sicht der Rechtsschutzversicherer nicht existiert: Stabile Kundenzahlen und dadurch gesicherter Umsatz bei sehr hoher Liquidität sorgen für ausreichend Spielraum, um genügend sicheren Abstand zu den aufstrebenden LegalTechs zu wahren. Welcher Rechtsschutzversicherer wird es zum LegalTech schaffen? Dass einer der „Gewinner“ des B2C- LegalTech Marktes ein Rechtsschutzversicherer sein könnte, sollte jedem schon mit einem Blick auf die prall gefüllten Konten der Versicherer klar sein. Wenn ein Rechtsschutzversicherer lang anhaltend, sehr stringent, mit viel Durchhaltevermögen und einem Team junger, kreativer und digitaler Leute bereit ist, Verantwortung abzugeben und Ressourcen zu investieren, um die eigene DNA langfristig zu verändern, stehen die Chancen gut, in zehn Jahren die Ergebnisse deutlich zu verbessern. Für die Versicherer, die nur mit Halbgas eine Zukunftsstrategie verfolgen oder innerhalb einer Konzernstruktur als sowieso schon unbeliebter Zweig keine Möglichkeit haben, zeitgemäß zu agieren – selbst wenn die Verantwortlichen es wollten –, wird es irgendwann nur noch die Ersatzbank geben. Denn sei die Versicherungsleistung noch so gut, für den Kunden ist sie lediglich eine Bezahlart der eigentlichen Rechtsdienstleistung. Selbst der geliebte Makler wird bei den neuen Kümmerern des Rechts mehr verdienen können, als er heute Provisionen erhält. Meine Empfehlung: die eingeschlagenen Wege weitergehen und mutig sein – es gibt nur Marktanteile zu gewinnen, denn die Märkte verschmelzen und werden größer. W Ein Kommentar von Marco Klock, CEO und Gründer der Atornix GmbH 44 März 2020

Einkommensschutz > Berufsunfähigkeitsversicherung Wir sind immer ganz nah an unseren Kunden dran. Deshalb wissen wir, was eine Berufsunfähigkeitsabsicherung braucht: grandiose Leistungen bei überraschend günstigen Beiträgen. Genau das sind die Grundsätze unserer BU. Nutzen Sie die Möglichkeiten und überzeugen Sie Ihre Kunden – insbesondere die Zielgruppen IT-Berufe, Selbstständige und Ärzte. So einfach kann Einkommensschutz sein. Berufsunfähigkeit absichern? Einfach machen! go.hdi.de/wow März 2020 45

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