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AssCompact 05/2018

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ASSEKURANZ © Africa

ASSEKURANZ © Africa Studio – Fotolia.com Ich packe meinen Koffer … Und dann? Für rund drei Viertel der Deutschen geht es mindestens einmal pro Jahr in den Urlaub. Dabei wird auch an die Risiken gedacht, aber nur selten an den Schutz persönlicher Dinge. Für Vermittler hat dieses Thema Potenzial und erhält durch die Kombination gängiger und neuer Produkte eine neue Facette. An Dinge wie Auslandskrankenversicherung oder Reiserücktrittskosten wird vorab häufig gedacht. Mit der umfassenden Absicherung von Gepäck und anderen persönlichen Dingen sieht es oft anders aus. Alles gepackt und dabei? Das Wichtigste für die Fahrt griffbereit? Bevor es auf Reisen geht, müssen viele Checklisten abgearbeitet und Fragezeichen aus dem Kopf eliminiert werden. Das erste große Aufatmen kommt, wenn die Fahrt in den Urlaub losgeht. Damit die Entspannung auch bleibt, sollten vorher einige Punkte in Sachen Versicherungsschutz geklärt worden sein. An Dinge wie Auslandskrankenversicherung, Reiserücktrittskosten- oder -abbruchversicherung wird vorab häufig gedacht, vielleicht auch noch an Reiseschutzbriefe. Mit der umfassenden Absicherung von Gepäck und anderen persönlichen Dingen auf Reisen sieht es oft anders aus. Unterwegs mit dem Auto Am liebsten verreisen die Deutschen nach wie vor mit dem Auto: Rund 46% nehmen laut der Studie „Reiseanalyse 2018“ dazu den eigenen Wagen – noch vor dem Flugzeug. Die Strecke variiert: Liebstes Urlaubsziel ist Deutschland mit 28% aller Reisen, gefolgt von Spanien und Italien. Alles, was auf dem Weg in den Urlaub oder vor Ort gebraucht wird, fährt im Auto mit. Längst ist das mehr als nur persönliche Unterlagen, Ausweise, Reisegepäck und vielleicht die Sportausrüstung. Hinzu kommt hochwertige Elektronik, darunter Smartphones, Tablets, Navigationsgeräte oder auch der E-Book-Reader für den Strand. Der Wert der Dinge, die wir mit in den Urlaub nehmen, ist unter anderem durch diese Begleiter gestiegen. Rettungsnetz knüpfen Der Versicherungsbedarf hat sich also geändert, das finanzielle Risiko im Schadenfall hat sich erhöht. Es muss daher ein möglichst dichtes Rettungsnetz geknüpft werden, das finanzielle Folgen absichert. Gängig ist die Kombination aus mehreren Produkten beziehungsweise Produktbausteinen. Eine Strategie ist die Ergänzung der Hausrat- durch Reisegepäckversicherungen. Elemente wie die Klausel „Diebstahl aus Kfz“ sind meist in der Hausrat-Grunddeckung 42 Mai 2018

vorhanden und bilden den Basisschutz. Zusätzlich greift die Reisegepäckversicherung, sodass die Dinge des persönlichen Reisebedarfs abgesichert sind. Gängige Lösungen überdenken Je nach Reiseverhalten und Alltagsbedarf kann es sich aber lohnen, diesen Mix zu überdenken, denn er hat seine Grenzen. Das betrifft zum einen die versicherten Sachen. Meist schließen sowohl die Kfz- Klausel als auch die Reisegepäckversicherung Geld, Wertpapiere, EC-/Kreditkarten, Smartphones, Tablets, Fotoapparate, Brillen und andere Dinge aus. Hinzu kommen weitere Einschränkungen, etwa die Nachtzeitklausel in der Standarddeckung vieler Hausratprodukte. Auch die Bedingungen für Entschädigungssummen und Geltungsbereiche unterscheiden sich stark. Neue Produkte integrieren Unter Umständen lassen sich Kombinationsmöglichkeiten finden, deren Schutz umfassender ist und sich sogar über die Urlaubsreise hinaus erstreckt. Dazu eignen sich neue Nischenprodukte, etwa Autoinhaltsversicherungen. Diese gibt es am deutschen Markt mittlerweile auch für Privatkunden. Abgesichert sind alle beweglichen Gegenstände im Auto. Dazu gehören neben Gepäck auch Wertsachen, Tablets, Smartphones und Navis, aber auch Einkäufe, Sportausrüstung oder hochwertige Accessoires. Inbegriffen ist auch eine 24-Stunden-Deckung. Die Kosten für die Wiederbeschaffung von EC-/Kreditkarten und Ausweisen werden erstattet. Derartige Produkte greifen also dort, wo althergebrachte Lösungen ihre Schwächen haben. Hinzu kommt, dass der Schutz privater Autoinhaltsversicherungen im Urlaub und im Alltag gleichermaßen gilt. Ein weiterer Vorteil: Auch Persönliches im Dienstwagen sowie beruflich genutzte Gegenstände können darüber abgesichert werden. Verglichen mit den bislang üblichen Lösungen kann die Kombination der Hausratversicherung mit einem passenden Nischenprodukt also sinnvoll sein. Ein Spezialfall sind Reisen mit dem Fahrrad. Die Popularität ist ungebrochen: 4,3 Millionen Radreisende waren im Jahr 2017 unterwegs, hat eine Analyse des ADFC ergeben. Noch mehr waren es bei Kurztrips, auf die 4,5 Millionen entfielen. Wer nicht direkt von zu Hause losradelt, transportiert das Rad mit dem Auto zum Startpunkt. Das trifft laut ADFC-Studie auf 64% der Rad-Trips zu. Der Wert der Modelle steigt, unter anderem weil E-Bikes und Pedelecs an Beliebtheit gewinnen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach dem passenden Schutz. Weder über die Grunddeckung der Hausratpolice noch über Reisegepäckversicherungen sind hochwertige Fahrräder, E-Bikes und Pedelecs im Urlaub ausreichend abgesichert. Hier bieten sich Fahrradversicherungen an, die sich vor allem für hochwertige (E-)Räder lohnen. Gute Produkte bieten weltweiten Versicherungsschutz, Neuwertentschädigung und springen bei Bagatellschäden ein. Zudem sichern sie auch den Transport mit einem Fahrradträger ab. Bei Reisenden, die viel mit dem Rad unterwegs sind, lohnen sich Premiumprodukte mit Schutzbrief. Auch diese Produkte gelten über den Urlaub hinaus im Alltag. Thema mit Potenzial Der Schutz persönlicher Dinge auf Reisen ist kein Nischenthema, fragt man die Statistiker und Tourismuswirtschaft: Gut drei Viertel machen wenigstens eine Urlaubsreise pro Jahr. Der Schutz persönlicher Dinge auf Reisen ist kein Nischenthema. Fragt man die Statistiker und Tourismuswirtschaft, stellt sich ein Rekordwert nach dem nächsten ein: Gut drei Viertel machen wenigstens eine Urlaubsreise pro Jahr. Erstmals wurden mehr als 50 Millionen Auslandsreisen unternommen. Die beliebtesten Urlaubsziele sind Deutschland, Spanien und Italien. Das spiegelte sich 2017 in rund 376 Millionen Übernachtungen inländischer Touristen hierzulande wider – laut Statistischem Bundesamt der achte Rekord in Folge. Die Annäherung an das Thema lohnt sich also, bedingt durch die steigende Reiselust der Deutschen. Was den Schutz persönlicher Dinge angeht, können die klassischen Kombinationen nicht mehr alles abdecken. Umdenken kann vor Versicherungslücken schützen, zum Beispiel indem die Hausratpolice mit gut abgestimmten und innovativen Nischenprodukten ergänzt wird. W Spezialfall Fahrrad Von Kira Granz, Produktmanagerin der Ammerländer Versicherung VVaG Mai 2018 43