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AssCompact 05/2019

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ASSEKURANZ © serhiibobyk – stock.adobe.com Manchmal besser beraten mit der Grundfähigkeitsversicherung Die Diskussion um alternative Produkte zur Arbeitskraftabsicherung reißt nicht ab. Bei den Versicherern und ihren Angeboten ist Bewegung zu spüren. Trotzdem sehen etliche Vermittler nach wie vor die private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) als primären Lösungsansatz. Dabei wären manche Kunden mit der kostengünstigeren Grundfähigkeitsversicherung besser beraten, meint die NÜRNBERGER. Das passende Produkt für die Absicherung der Arbeitskraft anzubieten, ist nicht immer einfach und kann Vermittler vor eine große Herausforderung stellen. Schließlich muss im Ernstfall, zum Beispiel bei einem Unfall oder längerer Krankheit, der Einkommensverlust kompensiert werden. Gerade Personen, die in ihrem Beruf Schichtdienst leisten, körperlich tätig oder häufig unterwegs sind, haben es oft schwer, das richtige, preisadäquate Produkt zu finden. Die private BU ist für viele Vermittler die erste Wahl. Sie greift, wenn die Versicherten nicht mehr in der Lage sind, weiterhin ihren eigenen Beruf auszuüben – selbst wenn die Fähigkeit, in einem anderen Tätigkeitsbereich zu arbeiten, noch vorhanden ist. Soll jedoch lediglich der Ausfall der Arbeitskraft abgesichert werden, dann ist die Grundfähigkeitsversicherung eine interessante und vor allem kostengünstigere Alternative zur BU. Das Produkt wurde für Personen entwickelt, die überwiegend körperlich arbeiten – in unterschiedlichen Branchen: zum Beispiel Handwerk und Industrie, Handel, Gesundheit/Pflege/Soziales, Gastgewerbe/Gastronomie oder Fahrerberufe. Versicherungsschutz besteht bereits bei starker Beeinträchtigung oder Verlust einer der versicherten körperlichen oder geistigen Fähigkeiten sowie bei Pflegebedürftigkeit. Was genau in einer Grundfähigkeitsversicherung abgesichert ist, unterscheidet sich von Versicherer zu Versicherer. Meist sind essenzielle Fähigkeiten wie Sehen, Gehen oder Sprechen im Leistungskatalog enthalten. Darüber hinaus werden Aktivitäten wie Heben und Tragen, Knien und Bücken oder Greifen eingeschlossen. Organische Erkrankungen sind dann mit abgesichert, wenn dadurch auch eine der versicherten Grundfähigkeiten stark beeinträchtigt ist, zum Beispiel, wenn der Kunde infolge einer 38 Mai 2019

schweren Lungenerkrankung nicht mehr Treppen steigen kann. Besonderheiten in der Grundfähigkeitsversicherung Viele in der Branche bieten verschiedene optionale, zielgruppenorientierte Bausteine zur Erweiterung des Versicherungsschutzes an. Sie kommen damit dem Wunsch der Vermittler und Kunden nach passgenauen Lösungen nach. So werden bei der NÜRNBERGER etwa mit dem Zusatzbaustein Fahr - lizenzverlust der Klasse C/D folgerichtig Berufskraftfahrer und Busfahrer angesprochen: Wird dem Kunden aus gesundheitlichen Gründen die Fahrlizenz entzogen, erhält er die vereinbarte Grundfähigkeitsrente. Mit dem Zusatzbaustein „volle Erwerbsminderung infolge psychischer Erkrankung“ kann der Kunde seinen Schutz bei Bedarf erweitern. Zudem bekommt er mit dem Einschluss der Zusatzversicherung „Krankheits-Schutz“ bei Diagnose einer schweren Erkrankung eine einmalige Kapitalzahlung. Versichert sind unter anderem Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall oder multiple Sklerose. Die finanzielle Zuwendung steht ihm zur freien Verfügung. Er kann damit beispielsweise eine Spezialtherapie finanzieren, die nicht von der Krankenkasse übernommen wird, eine Haushaltshilfe einstellen, einen wegen der Erkrankung erforderlichen Hausumbau stemmen oder sich einen langersehnten Reisetraum erfüllen. den Abschluss mit verkürzten Gesundheitsfragen bis zu einer Rentenhöhe von 18.000 Euro im Jahr an. Was Vermittler wissen sollten Damit bereits im Grundtarif möglichst viele Grundfähigkeiten abgedeckt sind, ist ein umfangreicher Leitungskatalog wichtig. Vermittler sollten darauf achten, dass die Leistungsauslöser klar, verständlich und kundenfreundlich definiert sind. Oft können einzelne, dem Laien eher unbedeutende Formulierungen den Unterschied ausmachen. Ein Beispiel für eine kundenfreundliche und transparente Regelung findet sich in dem Bedingungswerk der NÜRNBERGER. Als einziger Anbieter am Markt konkretisiert das Versicherungsunternehmen das Wiederaufrichten nach dem Knien oder Bücken. Der Kunde hat dadurch mehr Sicherheit im Leistungsfall. Bei der Tarifauswahl sollten Vermittler außerdem ein besonderes Augenmerk auf den Prognosezeitraum legen: Am Markt finden sich einige Tarife, bei denen die Fähigkeit mindestens zwölf Monate stark eingeschränkt bzw. verloren sein muss, ehe der Kunde seine vereinbarte Leistung in Form einer monatlichen Rente erhält. Mittlerweile gibt es jedoch auch Anbieter, die Tarife mit einem Prognosezeitraum von sechs Monaten führen, sodass der Kunde nicht erst nach zwölf Monaten eine Leistung erhält. Eine hilfreiche Verkaufsunterstützung für Vermittler ist der Einkommensschutz-Navigator der NÜRNBERGER Versicherung. Als einziger Versicherer bietet sie Vermittlern demnächst kostenfrei ein neues unabhängiges Online-Tool an, das nach Kundenwunsch geeignete Absicherungsmöglichkeiten vorschlägt und Transparenz in die Produktvielfalt beim Einkommensschutz im deutschen Markt bringt. W Neuer „Einkommensschutz- Navigator“ der NÜRNBERGER Ab Mai geht die NÜRNBERGER mit ihrem Einkommensschutz-Navigator, einer digitalen Orientierungs - hilfe für Vermittler, an den Start. Der Service verschafft Klarheit und Transparenz über Produktvielfalt und -details. Ein Fragenkatalog führt den Vermittler individuell nach Kundenwunsch durch die Beratung. Durch das Ab- und Anwählen von einzelnen Modulen findet der Vermittler unkompliziert den passenden Schutz für seine Kunden. Der Navigator ist neutral und stellt die Absicherungsmöglichkeiten im Einkommensschutz übersichtlich dar. Der preiswerte Beitrag einer Grundfähigkeitsversicherung gründet mitunter darauf, dass der Kunde kein Gesamtpaket kaufen muss – er bucht die von ihm gewünschten Leistungen einfach dazu. Außerdem können die Beiträge zur Grundfähigkeitsversicherung gemäß § 10 EStG als Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden. Die späteren Rentenleistungen sind lediglich mit dem Ertragsanteil zu versteuern. Der Zugang zu einer Grundfähigkeitsversicherung wird bei vielen Versicherern durch verkürzte Gesundheitsfragen vereinfacht – zumindest bis zu gewissen jährlichen Grundfähigkeitsrenten. So bietet beispielsweise die NÜRNBERGER Von Dr. Michael Martin, Leiter Produkt- und Marktmanagement Leben bei der NÜRNBERGER Versicherung Mai 2019 39

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