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AssCompact 05/2019

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MANAGEMENT & VERTRIEB |

MANAGEMENT & VERTRIEB | News Armut verkürzt das Leben (ac) Armut bedeutet meist ein kürzeres Leben. Dies verdeutlicht eine Analyse von Forschern am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock. Ihre Untersuchung zeigt auch, dass sich die Kluft zwischen Arm und Reich in der Lebenserwartung in den vergangenen 20 Jahren deutlich vergrößert hat. Die Ärmeren bleiben bei der Lebens - erwartung damit immer weiter hinter den Reicheren zurück. Laut Studie hatten 65-Jährige mit sehr hohen Alters bezügen im Jahr 2005 eine durchschnittliche verbleibende Lebenserwartung von knapp 19 Jahren. Wer dem untersten Einkommens-Fünftel angehörte, dem blieben nach dem 65. Geburtstag im Durchschnitt nur mehr knapp 15 Jahre – also vier Jahre weniger. Hatte dieser Unterschied 1997 noch bei ungefähr drei Jahren gelegen, vergrößerte er sich bis 2016 auf mehr als fünf Jahre. Jeder Zweite ist für bedingungsloses Grundeinkommen (ac) Ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle deutschen Bürger – dieser Vorschlag wird von der Hälfte (45% bis 52%) der Deutschen für gut befunden. Das zeigen zwei repräsentative Umfragen, die zwischen 2016 und 2018 jeweils zweimal durchgeführt wurden und deren Ergebnisse vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in einer neuen Studie unter die Lupe genommen wurden. Das Ergebnis dieser insgesamt vier Befragungen zeichnet ein interessantes Profil der Befürworter eines bedingungslosen Grundeinkommens. Demnach ist Zustimmung für die Idee in Deutschland eher bei jungen Menschen (unter 25 Jahren) als bei älteren anzutreffen – über 65-Jährige halten ein solches Grundeinkommen hingegen für eher negativ. Zudem sind Menschen mit höherer Bildung und mit niedrigem Einkommen sowie diejenigen, die sich politisch links einordnen würden, eher dazu geneigt, den Vorschlag gutzuheißen. Erste Versicherungen für E-Roller am Start (ac) Bald sollen E-Scooter auf den Straßen unterwegs sein dürfen. Am 03.04.2019 wurde die Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr beschlossen. Nun muss der Bundesrat in seiner Sitzung am 17.05.2019 noch grünes Licht erteilen. Erst mit Inkrafttreten der Verordnung wird es legal sein, E-Scooter auf öffentlichen Radwegen zu nutzen. Bislang ist dies nicht der Fall. Von der Verordnung erfasst werden Fahrzeuge ohne Sitz oder selbstbalancierende Fahrzeuge mit oder ohne Sitz, die eine Lenk- oder Haltestange haben, mit einer Höchstgeschwindigkeit zwischen 6 und 20 km/h. Sie müssen verkehrs - sicherheitsrechtliche Mindestanforderungen erfüllen, was Brems- und Lichtsystem angeht. Verkehrsrechtlich werden die Tretroller wie Fahrräder behandelt. Sie sollen mit einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 12 km/h grundsätzlich Radwege befahren dürfen. Die Fahrer müssen mindestens 14 Jahre alt sein. Bis zu 12 km/h schnell dürfen sie auch auf Gehwegen unterwegs sein und bereits ab einem Alter von 12 Jahren genutzt werden. Eine Zulassung oder einen Führerschein sieht der Verordnungsentwurf nicht vor, aber eine Versicherungspflicht. Zurich und die Bayerische bieten Policen für E-Scooter Vor Kurzem hat die Bayerische eine Versicherungslösung für E-Roller vorgestellt. Test-Roller mit Sondergenehmigung im oberfränkischen Bamberg sind mit dem Haftpflichtversicherungsschutz der Bayerischen unterwegs. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen nach Abschluss der Testphase mit 15 E-Scootern in Bamberg zunächst 100 Elektro-Roller im Stadtgebiet eingesetzt werden. Außerdem stellt die Zurich Gruppe Deutschland seit Mitte März den Versicherungsschutz für die zwei ersten offiziell zugelassenen E-Scooter-Modelle zur Verfügung. Die Zurich habe vom Kraftfahrtbundesamt eine sogenannte Vorgriffsregelung auf diese beiden Modelle erhalten. In Deutschland seien laut Unternehmensangaben bereits rund 700 Fahrzeuge mit dem E-MobilSchutz der Zurich unterwegs. Exklusivpartner des Versicherers dürfen die Haftpflichtplakette für diese Fahrzeuge ausgeben. Diese Regelung gelte, bis der Bundesrat der Verordnung zustimmt. 84 Mai 2019

Säulenübergreifendes Rentenportal soll stufenweise kommen (ac) Ein Rentencockpit soll Bürgern regelmäßig vollständige, verlässliche und vergleichbare Informationen zum Stand ihrer Altersvorsorge bieten. Dieser Überblick soll gesetzliche Rente, Betriebsrente oder Privatvorsorge umfassen. Im Rahmen eines Forschungsprojekts für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und das Bundesministerium der Finanzen (BMF) haben das Beratungsunternehmen Aon und die Universität Ulm untersucht, wie sich ein solches Informationssystem realisieren lässt. Im Bericht „Konzeptionelle Grundlagen für eine säulenübergreifende Altersvorsorgeinformation“ kommen die Experten zu folgendem Schluss: Der Weg dorthin ist nicht einfach, aber machbar. Die Experten empfehlen, stufenweise vorzugehen, um schnell starten zu können. Denn der Informationsbedarf steige. Pilotprojekt könnte bald starten So sollen in einer ersten Stufe Informationen der Vorsorgeeinrichtungen zusammengefasst werden, die schon regelmäßig Standmitteilungen versenden. Dazu zählen neben der gesetzlichen Rentenversicherung und den Versicherern insbesondere große Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung. Andere Leistungen, etwa aus der Beamtenversorgung, berufsständischen Versorgungswerken und der weiteren betrieblichen und privaten Vorsorge, können sukzessive hinzukommen. Wenn die gesetzlichen Voraussetzungen zügig realisiert werden, könnte aus Sicht der Experten der Startschuss für ein Pilotprojekt in den kommenden zwei bis drei Jahren fallen. Gesetzliche Verpflichtung für Anbieter Auch was die Art der Informationen betrifft, raten die Studienautoren zu einem stufenweisen Vorgehen. Denn ein vollständiger Überblick für alle zu erwartenden Rentenleistungen erfordere Zeit. Aber schon ein reiner Überblick über vorhandene Altersvorsorgeprodukte an einer zentralen Stelle würde die gegenwärtige Situation deutlich verbessern“, ist Zwiesler überzeugt. Anbieter sollten daher gesetzlich verpflichtet werden, die Daten auf Anfrage zur Verfügung zu stellen. Zugleich warnt die Studie aber auch vor zu detaillierten Regelungen. Man solle eine Übergangsfrist für bereits bestehende Verträge vorsehen, so die Experten. Anzeige

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