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AssCompact 06/2018

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MANAGEMENT & VERTRIEB |

MANAGEMENT & VERTRIEB | News So urteilt das soziale Netz über Versicherungen Datenschutz – Start mit Interesse! Heute starten wir mit dem ersten Teil unserer Serie über „Datenschutz aus der Praxis für die Praxis“. Wenn Sie an Datenschutz denken, fallen Ihnen im Moment bestimmt immer mehr Berichte über mögliche Sanktionen und Einschränkungen in der Verarbeitung personenbezogener Daten ein. Ebenso fallen Ihnen viele Gefährdungssituationen ein, die Ihnen drohen können, wenn Sie die datenschutzrechtlichen Anforderungen nicht erfüllen. Ganz ehrlich: Das muss nicht sein und ist gnadenlos übertrieben! Wenn Sie bereits jetzt dem Thema Datenschutz eine Beachtung geschenkt haben und die Grundregeln eingehalten haben, sind Sie gut gewappnet – wenn nicht: Dann haben Sie auf jeden Fall was zu tun! Im Grunde beschäftigt sich der Datenschutz mit dem Schutz personenbezogener Daten (pbD). An sich sagt das alles aus: Immer wenn Sie Daten verarbeiten und es einen Bezug zu natürlichen Personen gibt, greift die neue EU-Datenschutz- Grundverordnung. Mehr Betroffene, als man denkt Grundsätzlich dürfen pbD nicht verarbeitet werden – außer es gibt einen Erlaubnistatbestand. Das sollte allen einleuchten – die Frage ist nur, was ein Erlaubnistatbestand ist (dazu im Laufe der Serie mehr). Die Personen, denen die pbD „gehören“, nennt man „Betroffene“. Viele unserer Kunden denken dann an ihre Kunden und wollen die Regeln der DSGVO umsetzen, aber auch eigene Mitarbeiter, Interessenten oder Bekannte aus Lieferfirmen bzw. Besucher einer Webseite sind Betroffene. Somit muss bei der Umsetzung der Datenschutzregeln an mehr als nur die Kunden gedacht werden. Ganz am Ende geht es aber auch um Ihr (kleines oder großes) Unternehmen! Die Regelungen hat sich niemand von uns einfallen lassen – die DSGVO gilt europaweit und für alle in Europa tätigen Unternehmen. Zukünftig wird es ein Wettbewerbsvorteil sein, wenn man guten Gewissens sagen kann: „Wir sind Datenschutz-ready“. Von Tino Weber-Liel, Inhaber der dp-office GbR – Ihr Datenschutzbüro: www.dp-office.de, info@dp-office.de (ac) Wie werden die verschiedenen Versicherer im sozialen Netz bewertet? Dieser Frage ist VICO Research & Consulting nachgegangen und hat anhand von mehr als 20.000 deutschen Social-Media-Beiträgen innerhalb von rund einem Monat die Social-Web- Kommunikation zu 20 Versicherern untersucht. Einbezogen wurden Beiträge aus Twitter, sozialen Netzwerken wie Facebook oder Google+, Blogs, Foren sowie News-, Q&A-, Video- und Bildportalen. Insgesamt zeigen sich enorme Unterschiede in der Wahrnehmung der Nutzer: Sieben von 20 Gesellschaften wurden in der analysierten Stichprobe komplett positiv diskutiert, wohingegen zu vier Unternehmen jeweils nur weniger als die Hälfte der Beiträge positiver Natur war. Münchener Rück ist im Gespräch Laut Auswertung von VICO wurden in über 50% der untersuchten Beiträge drei Versicherungen thematisiert: So sprachen die Nutzer in den verschiedenen sozialen Netzwerken vor allem über die AXA (2.074 Beiträge), die Allianz (4.394 Beiträge) und die Münchener Rück (4.733 Beiträge). Die Münchener Rück ist eine der Versicherungen, die nicht nur am häufigsten besprochen wurde, sondern über die laut analysierter Stichprobe ausschließlich positive Beiträge zu finden waren. Thema der Kommunikation waren aber weniger die Dienstleistungen der Versicherung, sondern vielmehr der gute Aktienkurs des Unternehmens. Positive und negative Reaktionen Von den 20 Versicherern wurden neben der Münchener Rück sechs weitere Anbieter ausschließlich positiv besprochen. Dazu zählen die AXA, die ARAG, die Helvetia, die Gothaer, VHV und ottonova. Weniger gut kamen in der analysierten Stichprobe dagegen die HUK-COBURG und die Generali weg. Nur jeweils weniger als ein Drittel der wertenden Beiträge hinsichtlich dieser Versicherer war positiver Natur. Ebenfalls vergleichsweise schlecht beurteilt wurde auch die ERGO. 82 Juni 2018

Diesen Zahlungsmitteln gehört die Zukunft (ac) Einer Umfrage des Zahlungsdienstleisters Heidelpay unter etwa 100 Branchenkennern zufolge, werden weder Internet-Riesen wie Google noch Kreditkartenanbieter wie American Express, Mastercard oder Visa tragund zukunftsfähige Lösungen für Zahlungsdienste. Nur 13% sehen sie dazu in der Lage, es mit Banken und Spezialdienstleistern aufzunehmen. Die klassische Überweisung könnte allerdings schon in fünf Jahren fast vollständig von digitalen Bezahldiensten abgelöst werden. Davon sind rund drei Viertel der befragten Experten überzeugt. Schließlich seien Banklaufzeiten von mehreren Tagen im E-Commerce nicht mehr zeitgemäß, so dass beinahe übereinstimmende Echo. „Drei Tage Banklaufzeit ist im Zeitalter des E-Commerce ein Anachronismus. Kauf und Zahlung ist in der Wahrnehmung der Verbraucher längst ein Prozess, in den diese Verzögerung nicht mehr passt“, sagt Heidelpay-Gründer und CEO Mirko Hüllemann. Die Zukunft gehört den Spezialisten Spezialisierten Payment-Service-Providern sagt hingegen mehr als jeder dritte Umfrageteilnehmer in Zukunft goldene Zeiten voraus. Knapp jeder Dritte wiederum traut das insbesondere FinTechs zu. Insgesamt erwarten die Befragten, dass die Online-Bezahlumsätze deutlich zulegen werden. Sechs von zehn Experten prognostizieren, dass sie zwischen 20 und 50% steigen werden. Ein Viertel der Befragten rechnet sogar mit einem Plus von über 50%. Für den Heidelpay-Gründer zeichnet sich indes der Bedarf nach mehr Konvergenz ab: „Die Trennung von Online-Shopping und Ladenlokal gehört – wie stationäres oder komplexes Payment – der Vergangenheit an“, sagt Mirko Hüllemann. BFH: Zinsen der Finanzämter sind realitätsfern und vielleicht sogar verfassungswidrig (ac) Der Bundesfinanzhof (BFH) hat sich in einem aktuellen Beschluss mit den Zinsen auf Steuernachzahlungen befasst. Die Richter halten die Nachzahlungszinsen der Finanzämter für realitätsfern und zu hoch – und zweifeln daher ihre Verfassungsmäßigkeit an. Aktuell werden 6% Zinsen im Jahr auf nicht gezahlte Steuern fällig. Das ist nach Auffassung von BFH-Präsident Rudolf Mellinghoff realitätsfern. Das Bundesgericht hat daher die Vollziehung für Nachzahlungszinsen ausgesetzt – und zwar ab dem Jahr 2015. 2013 wurden die Nachzahlungszinsen von einem anderen Senat des Gerichts noch für unproblematisch gehalten. Der BFH vertritt nun aber die Ansicht, dass ein solcher Zinssatz angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase gegen den allgemeinen Gleichheitssatz verstößt. Eigentlicher Sinn der Zinsen sei es schließlich, einen finanziellen Vorteil einer verspäteten Steuerzahlung auszugleichen. Einen solchen Vorteil gebe es aber nicht mehr, da der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) seit 2011 durchgehend unter 1% liegt. Vorläufig ausgesetzt Im vorliegenden Fall sollte der Kläger nach einer Betriebsprüfung fast 2 Mio. Euro Steuern nachzahlen, wofür das Finanzamt Nachzahlungszinsen in Höhe von rund 240.000 Euro verlangt. Der BFH hat die Zahlungen mit seinem Beschluss im Eilverfahren nun vorläufig ausgesetzt. Das Hauptverfahren steht noch aus. Ob der Zinssatz generell gesenkt werden muss, entscheidet nun das Bundesverfassungsgericht, bei dem bereits mehrere Klagen gegen die Höhe des Nachzahlungszinses vorliegen. Nachzahlungszinsen der Finanzämter: Bundesverfassungsgericht muss entscheiden. © hd-design – Fotolia.com Juni 2018 83

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