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AssCompact 06/2020

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MANAGEMENT & VERTRIEB |

MANAGEMENT & VERTRIEB | News Bitkom untersucht die digitale Kommunikation bei Schaden- oder Leistungsfällen (ac) Wer Geld von seiner Versicherung möchte, kommt nur in den seltensten Fällen allein auf digitalem Weg ans Ziel. Gerade einmal 6% der Versicherten, die in den vergangenen zwei Jahren einen Schaden- oder Leistungsfall hatten, konnten ihn komplett digital abwickeln. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Dabei sind die Befragten mit der digitalen Kommunikation ihrer Versicherung im Allgemeinen zufrieden, etwa im Schaden- oder Leistungsfall, zu Vertrags- oder Stammdatenanpassungen oder bei Nachfragen. Das ergibt sich aus der Bewertung durch die Kunden, die in den vergangenen zwei Jahren Kontakt zu ihrem Versicherer hatten und eine Beurteilung zum entsprechenden Kommunikationskanal abgeben können. Von ihnen bezeichnen jeweils rund zwei Drittel den Austausch über die Smartphone-App des Versicherers (64%), über den Text-Chat auf der Website (64%) und über Messenger-Apps (63%) als gut oder sogar sehr gut. Knapp dahinter folgt das klassische Online-Kontaktformular (61%) praktisch gleichauf mit der persönlichen Beratung in Büro oder Filiale (60%). Eine Mehrheit äußert sich ebenfalls noch positiv über den Kontakt per Telefon (57%) und E-Mail (54%). Weniger gut schneiden Video-Chats sowie der Kontakt in sozialen Netzwerken ab, die nur 40% bzw. 39% als „sehr gut“ oder „eher gut“ bezeichnen. Online-Kommunikation vor allem bei Jüngeren gefragt Der Studie zufolge geben außerdem 84% aller Befragten an, dass sie telefonischen Kontakt mit ihrer Versicherung nutzen würden, wenn sie die freie Wahl hätten. Dahinter folgt die E-Mail (71%), deutlich vor der persönlichen Beratung vor Ort (49%). Unter den Jüngeren zwischen 18 und 29 Jahren ist dagegen die E-Mail zusammen mit dem Telefon das beliebteste Kommunikationsmittel (jeweils 81%), deutlich vor der persönlichen Beratung vor Ort (40%). Nur knapp dahinter liegt bei den Jüngeren schon der Messenger (36%, alle: 23%). Auch die weiteren digitalen Kommunikationsmöglichkeiten sind bei den Jüngeren tendenziell beliebter als unter den Befragten insgesamt (siehe Grafik). So wollen Kunden mit ihrer Versicherung kommunizieren Frage: Welche Kontaktmöglichkeiten zu Ihrer Versicherung würden Sie bevorzugen, wenn Sie die freie Wahl hätten? Alle Befragten (n = 1.004). Quelle: Bitkom Research 2020 IAB: Weniger Selbstständige mit Arbeitslosenversicherung (ac) Die Arbeitslosenversicherung steht auch Selbstständigen offen, wenn sie vor der Gründung sozialversicherungspflichtig beschäftigt oder Arbeitslosengeld-Bezieher waren. Allerdings nutzen immer weniger Selbstständige die Möglichkeit, sich gegen Arbeitslosigkeit zu versichern, wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt. Demnach hat sich die Zahl der freiwillig versicherten Selbstständigen seit 2013 von rund 145.000 auf 74.000 im Jahr 2019 nahezu halbiert. Vielfältige Gründe Viele Gründer (38%) gaben in der Befragung des IAB an, dass sie sich die Versicherung zu Beginn der Selbstständigkeit nicht leisten konnten. Ebenfalls 38% fanden die Konditionen nicht attraktiv. 35% nannten als Grund, dass sie die Versicherung nicht brauchen, da die Selbstständigkeit nicht scheitern wird oder sie im Falle der Geschäftsaufgabe schnell wieder eine sozialversicherungs - pflichtige Beschäftigung finden werden. Für 24% war die Drei-Monats-Frist zu kurz, innerhalb derer sie sich nach dem Beginn der Selbstständigkeit versichern können. Die Höhe der Leistungen richtet sich nach dem letzten versicherungspflichtigen Arbeitsentgelt. Liegt die letzte versicherungspflichtige Beschäftigung länger zurück, wird die Leistung anhand eines fiktiven Arbeitsentgelts berechnet, das sich nach der Qualifikation richtet. Das monatliche Arbeitslosengeld beträgt dann für zuvor Selbstständige ohne Kinder in der Steuerklasse III zwischen 917,40 Euro bei Personen ohne Berufsausbildung und 1.624,50 Euro bei Personen mit Hochschulabschluss. 78 Juni 2020

Nachhaltigkeit: Das wünschen sich Kunden von Finanzdienstleistern (ac) Was Kunden von Versicherern und Finanzdienstleistern in Sachen Nachhaltigkeit erwarten, beleuchtet eine Studie von HEUTE UND MORGEN. Insgesamt sieht die Analyse für die Anbieter im Bereich der Nachhaltigkeit ein sehr großes Potenzial. Rund vier Fünftel der Deutschen sind grundsätzlich empfänglich für nachhaltige Angebote, Maßnahmen und Botschaften der Unternehmen. Doch entscheidend ist hierbei, dass die Botschaften Substanz haben und die Aktivitäten selbst nachhaltig und glaubhaft sind. Anders als etwa in den Bereichen Lebensmittel, Energie oder auch Haushalt steht für die meisten Kunden der Versicherungs- und Finanzbranche die Nachhaltigkeit der Anbieter bislang noch weniger konkret im Vordergrund. Der Studie zufolge kennen die meisten Kunden (86%) keine Marken bzw. Unternehmen in der Finanz- und Versicherungsbranche, die aus ihrer Sicht besonders nachhaltig sind. Nichtsdestotrotz sehen rund acht von zehn Bundesbürgern die Versicherungsund Finanzbranche in der Verantwortung, was Nachhaltigkeit angeht. Die Verbraucher wünschen sich hier einen größeren Einsatz und eine stärkere Kommunikation zum Thema. Als passend für die Versicherungsbranche werden vor allem ökologisch und sozial orientierte Engagements wahrgenommen. Grundsätzlich ist die Wechselbereitschaft zu einem „nachhaltigen“ Anbieter hoch und beträgt 47% im Durchschnitt. Deutlich weniger akzeptiert (7%) werden allerdings mit einem Wechsel verbundene höhere Kosten. Nachhaltigkeit aktiv mitgestalten Für Versicherer und Finanzdienstleister sei es laut HEUTE UND MORGEN wichtig, den Trend zu mehr Nachhaltigkeit aktiv mitzugestalten, sich entsprechend zu positionieren und nicht nur passiv hinterherzulaufen. Nachhaltigkeit sei keine vorübergehende Modeerscheinung und werde die kommenden Jahre und Jahrzehnte in entscheidender Weise mitprägen. Anzeige Juni 2020 79

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