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AssCompact 07/2018

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ASSEKURANZ Das BRSG ist

ASSEKURANZ Das BRSG ist vielversprechend für alle Beteiligten Die Betriebsrentenreform stärkt die betriebliche Altersversorgung (bAV) in vielfältiger Weise und öffnet dem Vertrieb neue Ansätze. Zurich erwartet eine deutliche Belebung im bAV-Geschäft, nicht zuletzt durch die gemeinsame Konsortiallösung mit Talanx. © Ljupco Smokovski – Fotolia.com Die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen des Betriebsrentenstärkungsgesetzes bieten dem Vertrieb in der bAV neue Ansätze. Klar ist: Die Umsetzung und die Einrichtung der bAV im Unternehmen waren heraus - fordernd und werden durch das BRSG weiterhin an Komplexität zunehmen. Eine weite Verbreitung der bAV verlangt daher zusätzliche Anstrengungen und auch neue Wege. Vor der Implementierung der gesetzlichen Neuerungen müssen sich alle Beteiligten in einem ersten Schritt intensiv mit den Gesetzesinhalten auseinandersetzen. In der Folge entsteht ein hoher Bedarf an Beratungs- und Serviceleistungen. An dieser Stelle sind qualifizierte Berater gefragt, die für die Kunden alte und neue bAV-Welten zusammenbringen und auch vorhandene Versorgungen einbinden. bAV-Berater, auf die bAV spezialisierte Agenturen und Makler können durch eine hochqualitative Beratung und die Begleitung von Unternehmen ein langfristig funktionierendes Geschäftsmodell aufbauen. Es ist davon auszugehen, dass die Reform in den nächsten Jahren eine erhebliche Verschiebung der finanziellen Aufwendungen für Altersversorgung zugunsten der bAV bewirken wird. Neben dem verpflichtenden 15%-igen Arbeitgeberzuschuss dürften auch die neue Geringverdienerförderung und die Erleichterungen bei der Riester-bAV zu einer Belebung des Geschäftsfeldes führen. Für die Arbeitgeberseite bietet das Gesetz beispielsweise ideale Rahmenbedingungen, die reformierte bAV noch stärker zur Mitarbeiterbindung und -gewinnung zu nutzen. Es ist wichtiger denn je, qualifizierte und engagierte Mitarbeitende zu finden und zu binden. In vielen Unternehmen sind gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter der wichtigste Faktor für Wachstum und Beständigkeit. Attraktive Zusatzleistungen sind deshalb gefragt. Eine betriebliche Altersversorgung trifft dabei den Nerv der Zeit. Für die Berater besteht die Chance, zum wichtigen Begleiter der Arbeitgeber und der Sozialpartner zu werden, um die Umsetzung der Betriebsrente in Einklang mit den Unternehmenszielen zu bringen. Im Interesse der Sozialpartner: Chancen der Digitalisierung intelligent nutzen Ohne Zweifel: Die Digitalisierung ist ein entscheidender Ansatzpunkt, um die bAV für den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer einfach und transparent zu gestalten. Viele kleinere Firmen schreckten in der Vergangenheit nicht zuletzt wegen der Komplexität und dem Verwaltungsaufwand vor der Einführung einer betrieblichen Altersversorgung für ihre Mitarbeiter zurück. Neben persönlichen Beratungsangeboten werden deshalb auch automatisierte und intelligente Beratungsprozesse über neue digitale Plattformen sehr wichtig sein. Diese sollten leistungsfähige Administrations- und Kundenportale einbeziehen. Es ist das Ziel, den Verwaltungsaufwand auf ein Minimum zu reduzieren, die Verständlichkeit der Produktwelt zu vereinfachen und Transparenz zu fördern. Es gilt effiziente Prozesse zu gestalten – für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen. Das Sozialpartnermodell ermöglicht eine Kapitalanlage mit einer kollektiven Gerechtigkeit Eine wichtige Neuerung des Betriebsrentenstärkungsgesetzes ist zweifellos die „Zielrente“ im Sozialpartnermodell. Arbeitgeber, die ihren Beschäftigten eine Betriebsrente anbieten, müssen dabei nicht mehr eine fixierte Höhe zusagen. Daraus ergeben sich große 30 Juli 2018

Chancen: Die Anlagen können durch die Freiheitsgrade überdurchschnittliche Renditen erwirtschaften und erzeugen Sicherheit ohne Garantien und zusätzliche Kosten. Im Kern versteht sich die kollektive Kapitalanlage als Teilhabe am Kapital – eine gerechte Teilhabe jeder Arbeitnehmerin und jedes Arbeitnehmers an den Gewinnen der Unternehmen und Konzerne in Deutschland und darüber hinaus. Dies bedeutet gleichzeitig, dass die Performance von der Entwicklung des Kapitalmarktes abhängt. Mit Blick auf die gesamte Laufzeit einer Anlage kann das Investment Schwankungen ausgesetzt sein. Zur Abmilderung solcher Effekte eröffnet das Sozialpartnermodell die Möglichkeit, kollektive Puffer einzurichten: Durch aktuarielle Ausgleichs- und Glättungsmechanismen werden derartige Unsicherheiten abgefangen. Neben der Rendite steht immer häufiger die Frage nach dem guten Gewissen bei einer Kapitalanlage. Gerade die Arbeitnehmer wollen wissen: Womit wurde meine Rendite erwirtschaftet? Worin wird das Geld angelegt? Es gilt zu prüfen, in welche Aktien oder Anleihen angelegt wird und in welcher Form der kollektive Risikoausgleich erfolgt. Nachhaltiges Investment nach ESG- Kriterien (environmental, social & governance) ist maßgeblich und erfordert umfangreiche Erfahrung. So wird Transparenz in der Kapitalanlage vorangetrieben. „Die Deutsche Betriebsrente“ – Verantwortung auf zwei starken Schultern verteilen Die Zurich Versicherung ist überzeugt, dass sich im Kontext der gesetzlichen Neuerungen nur Versicherer durchsetzen, die von Beginn an die besonderen Anforderungen des Sozialpartnermodells glaubhaft abbilden können. Ein Konsortium liefert einen deutlichen Mehrwert und ein besonderes Maß an finanzieller Sicherheit. Aus Sicht des Kunden wird die Verantwortung für die Durchführung seiner bAV auf mehreren Schultern verteilt. Hier setzt die Zurich Konsortiallösung zusammen mit Talanx Deutschland – „Die Deutsche Betriebsrente“ – an: Im Interesse der Kunden gilt es, bAV-Spezifika, kollektive Kapitalanlage und Sicherheit kundenorientiert zu vereinen. Unter der neuen gemeinsamen Marke bündeln Zurich und Talanx ihre Kompetenzen in der betrieblichen Altersversorgung – beide Häuser ergänzen sich optimal. Das Konsortium setzt eine Zielrentenlösung auf Basis des kapitalmarktbasierten Pensionsfonds um. Dieser Durchführungsweg ist in seiner Funktionsweise prädestiniert für die Gestaltung von Versorgungslösungen ohne Garantien und zudem bei beiden Partnern langjährig praxiserprobt. Das Angebotsspektrum der „Die Deutsche Betriebsrente“ ist durch einen modularen Aufbau geprägt. Leistungspakete können entsprechend den Im Interesse der Kunden gilt es, bAV-Spezifika, kollektive Kapitalanlage und Sicherheit kundenorientiert zu vereinen. Unter der neuen gemeinsamen Marke bündeln Zurich und Talanx ihre Kompetenzen in der betrieblichen Altersversorgung. Bedürfnissen von Sozialpartnern gemeinsam mit den Konsortialpartnern konfiguriert werden. Durch das modulare Produktkonzept können branchenspezifische Anforderungen leicht berücksichtigt werden und das auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Anlagemanagement des Konsortiums richtet sich flexibel nach den branchenindividuellen Renditezielen – auch „White-Label- Lösungen“ sind möglich. Zudem zeichnet sich das Lösungsmodell dadurch aus, dass sich die Arbeitnehmer gleichzeitig gegen die vielfach unterschätzten Risiken von Invalidität und Tod absichern können, und das ohne jegliche Gesundheitsprüfung. Hier bietet der kollektive Risikoausgleich verschiedene, individuell einsetzbare Möglichkeiten. Der Paradigmenwechsel hin zum Sozialpartnermodell bereichert die Welt der betrieblichen Altersversorgung. Der wachsende Bedarf an professioneller und vertrauensvoller Beratung sollte als Chance aufgefasst werden, um zukünftig mehr Arbeitnehmern zu einer würdevollen Betriebsrente zu verhelfen. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, das Gesetz mit Leben zu füllen. W Von Lars Golatka, Leiter betriebliche Altersversorgung der Zurich Gruppe Deutschland und Vorstand der Deutscher Pensionsfonds AG Juli 2018 31