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AssCompact 07/2019

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MANAGEMENT & VERTRIEB

MANAGEMENT & VERTRIEB Heißt das auch, dass in den Nicht-Leben-Sparten Versicherungsmaklern von Bankenseite her eine ernstzunehmende und steigende Konkurrenz heranwächst? Auf jeden Fall. Die Digitalisierung führt dazu, dass der Bankenkanal deutlich stärker für Nicht-Leben-Produkte genutzt wird. Wie sieht es mit dem Firmen-/Gewerbegeschäft aus? Hier sind die Versicherer selbst im Verzug. Sie haben in den vergangenen Jahren stark auf die Digitalisierung der Personal Lines gesetzt und das Gewerbegeschäft vernachlässigt. Wir sehen hier insbesondere im KMU-Bereich große Chancen, und da gibt es auch in Deutschland und der Schweiz einige vielversprechende InsurTechs. Die Verantwortlichen für das Corporate-Geschäft bei den Banken sollten sich Gedanken machen, wie sie durch Versicherungsleistungen einen Mehrwert bieten können. Zum einen bieten sich Kooperationen mit den etablierten Vergleichern im Gewerbeversicherungsgeschäft an und zum anderen sind einige Versicherer, unter anderem die Provinzial Nordwest, gerade dabei, Online-Gewerbeversicherer aufzubauen oder ihre bestehenden digitalen Abschluss- und Servicestrecken im Firmen-/ Gewerbegeschäft auszubauen – zur Kundengewinnung und Produktverflechtung bieten sich hier ebenfalls Bankenkooperationen an. Langfristig werden aber auch diese einem Maklermodell folgen, denn im Gewerbegeschäft sind ein Marktvergleich und Best Advice sehr relevant. Welche Neigung spüren Sie andererseits bei Versicherern, das Bankengeschäft überhaupt zu stärken? Generell sehen wir keine Renaissance von Allfinanz in Deutschland, auch wenn im europäischen Umfeld sich der eine oder andere Versicherer eine Bank kauft. Wir spüren aber großes Interesse der Versicherer, die Finanzsituationen in den Themenwelten „Vorsorge“, „Home“, „Arbeit“ und „Gesundheit“ stärker gesamtheitlich zu betrachten. Auf dem Weg ihrer eigenen digitalen Transformation müssen Erstversicherer relevanter im täglichen Leben ihrer Kunden werden. Das geht nur über die großen Lebensthemen ihrer Versicherten. Und eine Bankkooperation spielt dabei eine zentrale Rolle, einerseits als Kundenzugangs- und Zuführungskanal und andererseits als „Asset Manager“ ihrer Kunden, auf deren Transaktionsdaten sich wesentlich häufiger und passgenauer Interaktionen mit dem Kunden generieren lassen als bei reinen Versicherungskunden. Auch hier bringen Maklermodelle neue Herausforderungen, denn zwischen der Bank und dem Versicherer steht dann ein Dritter, der von den Kundendaten ebenfalls profitieren möchte. Welchen bezifferbaren Vertriebsanteil gäbe es denn überhaupt zu heben? Im Leben-Geschäft liegt der Anteil des Bankvertriebs wie erwähnt bei rund 20%. Ich gehe nicht davon aus, dass dieser stark steigen wird, aber er wird sich verschieben – zugunsten von digitalen Modellen wie Augmented Advisory. Im Schaden/Unfall-Geschäft sind wir heute bei etwa 5% Anteil des Bankvertriebes. Hier besteht enormes Potenzial. Insbesondere die Makler sind gefährdet – aktuell liegt deren Anteil bei 25%. Das trifft aber auch auf die Einfirmenvermittler mit einem Anteil von über 45% zu. In der Krankenversicherung warten die Branche und die Versicherten zunächst einmal auf eine Neusortierung der GKV- und PKV-Situation. Ich gehe davon aus, dass sich erst danach neue Kooperationen in der digitalen Krankenversicherung etablieren. W Beispiele, wie Banken mit InsurTechs zusammenarbeiten Banken machen sich in Kooperationen immer öfter die Geschäftsmodelle von InsurTechs zunutze. Quelle: Accenture 96 Juli 2019

online News Facebook Veranstaltungskalender Ein Jahr DSGVO: Das Nullsummenspiel mit der Freiheit Ein gutes Jahr ist es nun her, dass die Datenschutzgrundverordnung in Kraft trat. Für eine Stärkung des Grundrechts auf Datenschutz hat sie seither nicht gesorgt – im Gegenteil. Ein Kommentar von AssCompact-Redakteurin Toni Seibert. […] Wer Daten im Sinne der Betroffenen verwendet und diese so verarbeitet, wie es die Betroffenen erwarten dürfen, hat keine Probleme. Die Kunst, die Datenschutzerklärung als freundlichen, positiven, erklärenden Text zu gestalten, haben einige Unternehmen gut genutzt. Datenschutzerklärungen sind offene Bücher. Sie zeigen, wer den Umgang mit Daten für eine digitale individualisierte Wirtschaft der Zukunft beherrscht. Im besten Sinne! 08.07.2019 Infoveranstaltung: Honorarberatung – Ihre Alternative für die Zukunft HonorarKonzept GmbH Karlsruhe 10.07.2019 FUTURETALKS @Allianz Allianz München 25.07.2019 Webinar: Wie werde ich Partner einer starken Einkaufsgemeinschaft? VEMA eG online InsurTech Lemonade startet in Deutschland Mit der „Police 2.0“, einer Hausrat- und Privathaftpflichtversicherung startet das InsurTech Lemonade nun auf dem deutschen Markt. Mit der AXA Deutschland hat das InsurTech einen mehrjährigen Rückversicherungsvertrag geschlossen. […] Der Kuchen in Deutschland wird neu geteilt. Wir sind gespannt, wie die Transformation der etablierten Versicherungsunternehmen weitergeht. Denn ‚Digitalisierung‘ im Sinne von ‚mehr digital‘ ist nur dann attraktiv für Kunden, wenn gut verstanden ist, worauf es im digitalen Raum ankommt. Dafür braucht es digitale Kompetenz in den Teams. Und diese Kompetenz ist ein HR-Thema und ein Kulturthema. […] 21.08.2019 KAB Maklerservice Partnermeeting KAB Maklerservice GmbH Bad Schönborn 22.08.2019 Tag der Maklerhaftung Kanzlei Michaelis Hamburg 05.09.2019 Sustainability Congress 2019 Drescher & Cie AG Bonn Ansehen unter unter www.asscompact.de Informieren und kommentieren www.facebook.com/asscompact Weitere Veranstaltungen unter www.asscompact.de/kalender Juli 2019 97

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