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AssCompact 08/2018

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MANAGEMENT & VERTRIEB |

MANAGEMENT & VERTRIEB | News Datenschutz: Darf ich jetzt gar nichts mehr – oder vielleicht doch? Der Grundsatz besagt, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten nicht erlaubt ist – außer es gibt einen Erlaubnistatbestand. Ebenso gibt es einzuhaltende grundsätzliche Regelungen wie beispielsweise W Rechtmäßigkeit (Erlaubnis der Verarbeitung), W Transparenz, W Datensparsamkeit oder W Zweckbindung (Daten dürfen nur für einen festgelegten Zweck verarbeitet werden). Insbesondere die Rechtmäßigkeit ist das Zentrale unseres heutigen Themas. Am verständlichsten ist der Tatbestand von gesetzlichen Regelungen. Wenn im Gesetz steht, dass Daten an die Rentenversicherung zu melden sind, geht das in Ordnung. Dazu gehören auch Meldungen an Aufsichtsbehörden über Geldwäsche. An zweiter Stelle sind vertragliche Regelungen nachvollziehbar. Wenn ein Vertrag besteht, ist klar, dass auch Abrechnungen erstellt werden bzw. Kommunikationen erfolgen müssen. Als Drittes und aktuell am meisten offensichtlich sind Einwilligungen – sprich: Der Betroffene willigt aktiv in die Verarbeitung ein. Bei der Einwilligung ist wichtig, dass diese freiwillig und transparent erfolgt. Hierbei muss darüber informiert werden, zu welchem Zweck welche Daten vereinbart werden, wer sie bekommt, wie sie gelöscht werden. Auch ist auf den Widerruf und Beschwerdemöglichkeiten hinzuweisen. Ziel ist, dass der Betroffene weiß, was er tut, und nachvollziehen kann, was mit seinen Daten passiert. Weiterhin kann eine Rechtmäßigkeit aufgrund einer Interessenabwägung abgeleitet werden. Typische Beispiele hier sind Controlling- bzw. Sicherheitsmaßnahmen. Hier willigt der Betroffene nicht ein – aber der Verantwortliche hat ein dokumentiertes Interesse, die Daten zu verarbeiten. Es gibt noch weitere Möglichkeiten, die persönlich erörtert werden können. Soweit keine aktive Einwilligung vorliegt, muss der Betroffene dennoch aktiv über die Verarbeitung informiert werden. Typisches Beispiel hierfür ist eine Information an Beschäftigte darüber, was mit ihren Daten passiert und wer sie bekommt. Die dp-office GbR unterstützt mit praxistauglichen Templates und ihrer Erfahrung bei der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen. Von Tino Weber-Liel, Inhaber der dp-office GbR – Ihr Datenschutzbüro: www.dp-office.de, info@dp-office.de DIHK präsentiert aktuelle Vermittlerzahlen (ac) Laut aktuellen Zahlen des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) waren in Deutschland zum Stichtag 02.07.2018 nur noch 206.110 Versicherungsvermittler registriert. Allein innerhalb von drei Monaten ist die Zahl damit um 2,6% bzw. 5.394 Registrierungen geschrumpft. Die verschiedenen Vertriebswege entwickeln sich dabei sehr unterschiedlich: Am stärksten ging die Zahl der gebundenen erlaubnisfreien Versicherungsvertreter (§ 34d Abs. 4 GewO) zurück. Sie sank auf Quartalssicht um 4,1%. Die Entwicklung bei den Versicherungsmaklern ist deutlich stabiler. Bei den Versicherungsmaklern nach § 34d Abs. 1 GewO betrug das Minus lediglich 0,2% bzw. 107 Registrierungen. Das Minus zwischen Anfang Januar und Anfang Juli beläuft sich sogar nur auf 59 Registrierungen bzw. 0,1%. Sogar deutlich zugelegt hat die Zahl der produktakzessorischen Vermittler. Sie verbuchten ein kräftiges Plus von über 10%, das fast vollständig auf das Konto der Vertreter in dieser Gruppe zurückzuführen ist. Versicherungsberater nach § 34e GewO verbuchten in relativen Zahlen ebenfalls ein großes Wachstum von 8,5%. Zahl der Immobiliardarlehensvermittler legt zu Die Zahl der beim DIHK registrierten Vermittler von Immobiliardarlehen ist im zweiten Quartal 2018 leicht von 50.193 auf 50.662 gestiegen. Damit hat die Zahl der Immobiliardarlehensvermittler innerhalb eines Jahres um 5,5% zugelegt. Honorar-Immobiliardarlehensberater bleiben hingegen eine absolute Randerscheinung in Deutschland. Nur 625 von ihnen sind beim DIHK registriert. Das waren drei mehr als im Vorquartal. 88 August 2018

GDV und Prognos stellen gemeinsam ihren „Rentenminister“ vor (ac) Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) e.V. und die Prognos AG haben einen Online-Rechner vorgestellt, der einen Blick in die Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung ermöglicht. Interessenten können mithilfe dieses „Rentenministers“ an den zentralen Stellschrauben Beitragssatz, Rentenniveau und Renteneintrittsalter drehen und die Auswirkungen ihrer Entscheidungen bis 2060 beobachten. Das Tool ist auf Basis des geltenden Rechts Anfang 2018 erstellt worden. Die zugrunde gelegten Informationen zu Rentenniveau, Beiträgen und Steuerzuschuss basieren auf der geltenden Rentenformel. Der „Rentenminister“ soll helfen, unterschiedliche Reformoptionen, die zum Beispiel während der geplanten fast zweijährigen Beratungsphase der Rentenkommission diskutiert werden, leichter nachzuvollziehen. Der Anwender soll ein Gefühl dafür bekommen, wer welche finanziellen Lasten bei Reformvorschlägen tragen müsste. Zum „Rentenminister“ geht es hier: https://rentenminister.gdv.de/. Sollte die im Koalitionsvertrag für die Zeit bis 2025 vereinbarte „doppelte Haltelinie“ – Rentenniveau von 48% und Beitragssatz von nicht über 20% – auch für die weitere Zukunft festgeschrieben werden, ist nach Prognos-Berechnungen allein für das Jahr 2040 für den Bundeshaushalt eine Mehrbelastung von rund 100 Mrd. Euro zu erwarten. Erhöhung auf 68 oder 69 darf nicht tabu sein Aus Sicht des GDV-Altersvorsorgeexperten Peter Schwark zeigen die rentenpolitischen Reformen infolge der Rürup-Kommission Anfang der 2000-er Jahre gerade erste Wirkungen: „Schon damals ging es darum, eine faire Verteilung der Lasten zu erreichen. Die Anhebung des Rentenalters auf 67 war ein wichtiger Schritt, um auf die ständig steigende Lebenserwartung der Menschen zu reagieren. Wenn wir diesen Kurs konsequent umsetzen, hätten wir für die Stabilisierung der gesetzlichen Rente bereits viel erreicht. [...]“ Die Rentenkommission solle sich keine Denkverbote auferlegen, sagte Schwark. Auch eine weitere Erhöhung auf 68 oder 69 Jahre jenseits von 2030 bzw. 2040 mit Lösungen für diejenigen, die bereits vorher nicht mehr arbeiten können, dürfe angesichts einer immer weiter steigenden Lebenserwartung nicht tabu sein. Anzeige Immer auf dem neuesten Stand – die Online- Branchen-Informationen von AssCompact TAGESAKTUELL AssCompact Newsletter bringt die Neuigkeiten der Branche direkt auf Ihren Bildschirm. www.asscompact.de versorgt Sie mit aktuellen Meldungen, Terminen und Jobangeboten. AssCompact TV liefert Ihnen wertvolles Beratungs- und Spartenwissen in verschiedenen TV Thementagen. Nutzen Sie dieses praxisorientierte Informationsangebot für Ihren Erfolg! Sie finden uns auch bei: