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AssCompact 09/2018

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INVESTMENT | News GAM

INVESTMENT | News GAM liquidiert Milliardenfonds von Tim Haywood Jeder zweite Deutsche glaubt, kein Geld zum Investieren zu haben (ac) In einer repräsentativen Studie von YouGov im Auftrag von WeltSparen wurden über 2.000 Menschen in Deutschland zu ihrem Investitionsverhalten befragt. Sieben von zehn Deutschen investieren demnach nicht am Finanzmarkt. Etwa die Hälfte der Deutschen gibt als Grund dafür an, trotz brummender Wirtschaft kein Geld für Investitionen übrig zu haben. So viel könnte investiert werden Immerhin können sich 22% aller Nicht-Investoren vorstellen, monatlich bis zu 100 Euro zu investieren. Jeder Zehnte könnte sogar bis zu 250 Euro investieren. Nur 4% der Befragten, die bisher nicht investieren, könnten bis zu 500 Euro jeden Monat für Kapitalanlagen zur Seite legen. Weitere 5% würden lieber einmalig investieren. Von den Studienteilnehmern, die bereits investieren, legt ein Viertel monatlich bis zu 100 Euro an. Knapp ein weiteres Viertel (23%) investiert bis zu 250 Euro. Bis zu 500 Euro fließen monatlich bei 15% der Befragten in den Kapitalmarkt. Weitere 13% der Befragten investieren über 500 Euro pro Monat. Knapp jeder Fünfte hat einmalig am Kapitalmarkt investiert. Altersvorsorge und Unabhängigkeit als Hauptmotive Als wichtigsten Grund für Investitionen nennen die Befragten den Aufbau einer soliden Altersvorsorge (54%) und gleich danach finanzielle Unabhängigkeit (42%). Erst an dritter Stelle (20%) steht die Vorsorge für Kinder und Enkelkinder. 13% möchten sich einen langersehnten Lebenstraum erfüllen. Sieben von zehn Deutschen investieren nicht am Finanzmarkt. Jeder Zweite glaubt, dass dafür nicht ausreichend Geld vorhanden ist. © Syda Productions – Fotolia.com (ac) Der Asset-Manager GAM liquidiert alle Fonds, die von Tim Haywood betreut wurden. Zuvor war der Portfoliomanager von dem Vermögensverwalter bereits wegen Unregelmäßigkeiten und Verstößen gegen interne Richtlinien suspendiert worden. GAM betont, dass Anleger nicht zu Schaden gekommen seien. Nach Bekanntwerden der Suspendierung wollten viele Anleger aber ihre Anteile an den Absolute-Return- Fonds mit uneingeschränktem Anlageansatz (ARBF) verkaufen. Daraufhin ließ der Schweizer Asset-Manager Fonds mit einem Volumen von umgerechnet 6,3 Mrd. Euro einfrieren. Diese Fonds sind betroffen Konkret betroffen sind der GAM Absolute Return Bond, GAM Absolute Return Bond Defender, GAM Absolute Return Bond Plus, GAM Star Absolute Return Bond Defender, GAM Star Absolute Return Bond Plus, GAM Star Absolute Return Bond, GAM Star Dynamic Global Bond, GAM Absolute Return Bond Defensive (AU Domicile), GAM Absolute Return Bond Master Fund AUD und der GAM Unconstrained Bond Fund. Schutz der Anleger angestrebt Der Handelsstopp und die nun beschlossene Liquidierung seien zum Schutz der Anleger, die ihr Investment fortführen möchten. Die Liquidation gibt laut GAM Anlegern die Möglichkeit, die Erlöse schneller zu erhalten, und stelle eine Gleichbehandlung sicher. Bei einer Massenflucht aus den Fonds hätten massenhaft Anleihen verkauft werden müssen, was Kurseinbrüche zur Folge gehabt hätte, die letztlich die verbliebenen Anleger der Fonds getroffen hätten. Durch die Liquidation könnten die Papiere nur schrittweise verkauft werden. Anleger erhalten ihr Geld dann nach und nach ausbezahlt. Für Anleger, die Investoren bei GAM bleiben wollen, soll darüber hinaus ein Nachfolgefonds aufgelegt werden. 54 September 2018

BaFin warnt vor Investments auf Tradingplattformen (ac) Die Finanzaufsicht BaFin warnt davor, Geschäfte auf Internet-Handelsplattformen einzugehen, die von nichtlizenzierten Anbietern betrieben werden. Dies betrifft insbesondere Geschäfte mit finanziellen Differenzkontrakten wie CFDs, binären Optionen und dem Forex-Handel. Ein deutscher Internetauftritt der Handelsplattform und eine Kundenbetreuung in deutscher Sprache unter Angabe deutscher Telefonnummern bedeuten nicht, dass diese Unternehmen einen Sitz in Deutschland unterhalten. Die Betreiber der Internet-Handelsplattformen sind laut BaFin auf den Internetseiten der Handelsplattformen häufig nur an sehr versteckter Stelle genannt, zum Beispiel in den allgemeinen Geschäftsbedingungen. In vielen Fällen sind zudem bekannte Offshore-Briefkastenanschriften als Sitz angegeben. Erlaubnis nur selten vorhanden Sowohl die Betreibergesellschaften als auch ihre angeblichen Firmensitze wechseln der BaFin zufolge zudem häufig. Eine Erlaubnis, auf dem deutschen Markt Geschäfte zu betreiben, haben die Betreibergesellschaften in der Regel nicht. Es bestehe daher ein hohes Risiko, die Rückzahlung der eingezahlten Gelder beziehungsweise die Auszahlung erwirtschafteter Gewinne nicht durchsetzen zu können. Verfügung gegen drei Anbieter Die BaFin warnt nicht nur allgemein vor solchen Plattformen, sondern hat zugleich Verfügungen gegen drei Unternehmen und ihre Angebote erlassen: Die Pairs Ltd. (Weiss Finance), Gum Ltd. (Stern Markets) von den Marshall-Inseln und die britische BP1 LP (Stern Options). Sie alle bieten binäre Optionen und Differenzkontrakte auf Aktien, Indizes, Währungen, Rohstoffe und Kryptowährungen an. In den Augen der BaFin setzen diese Geschäfte eine Erlaubnis der Finanzaufsicht voraus, die bei diesen Anbietern aber fehle. Die Behörde hat deshalb die sofortige Einstellung des grenzüberschreitenden Eigenhandels auf diesen Plattformen angeordnet. Anzeige September 2018 55