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AssCompact 09/2019

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ASSEKURANZ © Africa Studio – stock.adobe.com Hinterbliebenenabsicherung – Das unterschätzte Risiko Jeder kennt die Möglichkeiten. Nicht alle, die eine bräuchten, haben eine. Die Wenigsten sind ausreichend abgesichert. Bei diesen Sätzen geht es um die Risikolebensversicherung, die ideal für die Hinterbliebenenabsicherung ist. Laut GDV bestanden 2018 rund 7,7 Millionen Risikolebensversicherungen in Deutschland. Bei der Beurteilung der Eigenvorsorge darf man natürlich die zur Absicherung von Krediten und Immobiliendarlehen abgeschlossenen rund 2,5 Millionen Restschuldversicherungen sowie die in knapp 30% aller Hauptversicherungen integrierten rund 2,8 Millionen Risikozusatzversicherungen nicht unberücksichtigt lassen. Wagt man gleichzeitig einen Blick auf die Kfz-Versicherung, so relativiert sich die Anzahl der Risikoverträge doch erheblich: Im Vergleich dazu ergänzen ca. 29 Millionen Vollkasko- und 19,3 Millionen Teilkaskoverträge rund 64 Millionen Kfz-Haftpflichtverträge. Wenn also der wesentliche Grund für den Abschluss einer Risikolebensversicherung die finanzielle Absicherung der oder des Liebsten nach einem Todesfall ist, dann hätten viele unserer Liebsten im Fall der Fälle neben dem Schmerz über den Verlust des Partners oder der Partnerin zusätzlich einen finanziellen Engpass. Höhe der Versicherungssumme: Viele Faktoren zu beachten Stellt sich die Frage, wie hoch denn die Absicherung gewählt werden sollte, um finanzielle Engpässe der Hinterbliebenen zu vermeiden? Die Beantwortung der Frage gelingt bei Krediten und Immobiliendarlehen schnell: Die Versicherungssumme sollte mindestens der aktuellen Restschuld entsprechen. Bei der Hinterbliebenenversorgung sind schon ein paar mehr Parameter zu berücksichtigen: Zwar kann mit der Faustformel „Drei- bis Fünffaches des Jahresbruttoeinkommens“ pauschal ein Bedarf abgeleitet werden, dennoch sollte jeder den Bedarf individuell prüfen. Dieser ist abhängig von der jeweiligen Lebenssituation und dem Einkommen und der Beantwortung unter anderem folgender Fragen: W Welche Kosten gilt es zukünftig allein zu bestreiten? W Über welchen Zeitraum? W Gibt es sonstige Kosten wie zum Beispiel für die Ausbildung von Kindern, die zusätzlich zu bestreiten sind? Demgegenüber gilt es zu prüfen, welche „Ersatzeinkommen“, etwa Witwen-/Witwer- oder Waisenrenten oder sonstige freie Vermögen in welcher Höhe zur Verfügung stehen. Doch Vorsicht: Die Absicherung aus der gesetzlichen Hinterbliebenenrente wird meist überschätzt! Außerdem muss seit der letzten Rentenreform berücksichtigt werden, ob ein Anspruch auf die große oder kleine Witwen- oder Witwerrente besteht. Die große Rente beläuft sich auf 55% der Rentenbezüge bzw. Ansprüche auf Erwerbsminderungsrente des Verstorbenen, die kleine auf lediglich 25%. Dabei erhalten die große Witwenrente nur Hinterbliebene, die älter als 45 Jahre und sieben Monate sind oder ein minderjähriges Kind erziehen (Stand: November 2018). Anrechnung eigener Einkommen Wichtig zu wissen: Ein eigenes Einkommen, dazu gehören auch eigene gesetzliche Renten, wird auf die Hinterbliebenenrente angerechnet. Zusätzlich haben 30 September 2019

jüngere Versicherte zu berücksichtigen, dass die Rentenversicherung erst abschlagsfreie Hinterbliebenenrente zahlt, wenn der Ehepartner nach Vollendung seines 64. Lebensjahres gestorben ist. Das gilt für das Jahr 2018. Das Alter für eine abschlagsfreie Hinterbliebenenrente wird schrittweise bis zum 65. Lebensjahr im Jahr 2023 angehoben. Der Abschlag beträgt 0,3% für jeden Monat, den die Rente vor dem im Gesetz genannten abschlagsfreien Rentenalter beginnt. Sie wird jedoch maximal um 10,8% gekürzt (§ 77 Abs. 2 Nr. 4 SGB VI). Nach all der Prüfung kann über eine entsprechende Barwertberechnung die notwendige Versicherungssumme berechnet werden: Benötigt man beispielsweise über 20 Jahre jedes Jahr 12.000 Euro, muss die Versicherungssumme mindestens ca. 180.000 Euro betragen, wenn die Summe zu 3% angelegt werden kann. Beträgt der Anlagezins nur 1 Prozentpunkt weniger, so steigt die benötigte Versicherungssumme in diesem Fall schon auf rund 200.000 Euro. Bedarfsgerechte Versicherungssumme für optimale Absicherung Das Gute ist: Eine bedarfsgerechte Absicherung ist schon mit kleinen Beiträgen möglich. Und durch die individuelle Anpassung des Todesfallverlaufs, ob linear, (linear/progressiv) fallend oder sogar ganz individuell, passt sich die Versicherungssumme immer ideal an den Bedarf an und somit wird auch „kein Cent zu viel gezahlt“! Aber umgekehrt geht es natürlich auch, wenn sich der Bedarf mal erhöht: Nachversicherungsoptionen sorgen dafür, dass der Versicherungsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung während der Laufzeit erhöht werden kann – denn wer weiß, wie der Gesundheitszustand in ein paar Jahren aussieht? Oder wie sich der Bedarf wegen Heirat, Geburt/Adoption eines Kindes, einer Einkommenserhöhung oder der Realisierung des langersehnten Wunsches nach einer eigenen Immobilie erhöht? Und falls sich später herausstellt, dass die Absicherung doch länger benötigt wird als bei Vertragsabschluss gedacht und vereinbart, kann der Versicherungsschutz abhängig von der Tarifvariante um bis zu 15 Jahre verlängert werden. Und zwar ebenfalls ohne erneute Gesundheitsprüfung! Außerdem interessant: Häufig gehen Todesfällen schwere Krankheiten wie Krebsleiden, Herzinfarkte und Schlaganfälle oder schwere Unfallverletzungen voraus. Betroffene haben dann schon zu dieser Zeit zum Beispiel Einkommenseinbußen oder zusätzliche Kosten für etwaige Umbaumaßnahmen zu tragen. Hier ergänzen additive Sofortleistungen innerhalb bestimmter Größen bereits zu Lebzeiten den Versicherungsschutz zielgerichtet. Steuerliche Aspekte Oftmals unberücksichtigt bleiben bei der Risikoversicherung die steuerlichen Aspekte. Grundsätzlich sind die Beiträge zur Risikolebensversicherung im Rahmen des § 10 Abs. 1 Nr. 3a EStG über die sonstigen Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben von der Einkommensteuer absetzbar. Aber auch im Leistungsbezug gibt es steuerliche Vorteile, denn Todesfallleistungen sind grundsätzlich einkommensteuerfrei. Erbschaftsteuerrechtlich ist zu berücksichtigen, dass Todesfallleistungen über die entsprechenden Freibeträge hinaus voll erbschaftsteuerpflichtig sind. Insbesondere bei großen Vermögen, die im Erbfall die Freibeträge bei Weitem übersteigen und damit eine hohe Erbschaftsteuerlast nach sich ziehen, kann zum Beispiel über eine sogenannte „Über-Kreuz-Absicherung“ die Erbschaftsteuerlast vermieden oder finanziert werden. Aber auch für nicht eheliche Lebensgemeinschaften, deren Freibeträge sehr gering sind und damit recht schnell Erbschaftsteuer nach sich ziehen, kann diese Art der Vertragsgestaltung äußerst attraktiv sein. Fazit: Ideale Form der Absicherung Zusammenfassend lässt sich festhalten: Die Risikolebensversicherung ist mit ihrer flexiblen Gestaltung die ideale Form zur finanziellen Absicherung von Familienangehörigen, Lebensund Geschäftspartnern oder Darlehen. Durch ihre vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten ermöglicht sie auch einkommenund erbschaftsteuerliche Optimierungen. Dabei ist die InterRisk Lebensversicherung ein auf diese Belange spezialisierter Versicherer, der mit seiner Expertise und Kompetenz gerade im höhervolumigen Geschäft ein zuverlässiger Partner ist. W Von Marcus Stephan, stellvertretender Vorstand der InterRisk Lebensversicherungs-AG September 2019 31

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