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AssCompact 09/2019

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INVESTMENT „Der

INVESTMENT „Der kooperative Plattformcharakter gewinnt an Bedeutung“ Interview mit Sebastian Hasenack, Leiter Vertrieb und Kooperationen bei Solidvest, eine Marke der DJE Solidvest ist eine digitale Vermögensverwaltung aus dem Hause DJE. Makler, Pools, Banken und andere Unternehmen können die Dienstleistung bei sich einbinden und damit ihr Geschäftsmodell erweitern. Solidvest positioniert sich klar mit Einzeltitelinvestments als Premiumanbieter im Markt und vertraut nicht allein auf Algorithmen. Herr Hasenack, was hat die DJE getrieben, eine digitale Vermögensverwaltung zu entwickeln? Wir waren nicht getrieben, sondern einer der First Mover. Wir haben im Zuge fortschreitender Digitalisierung frühzeitig auf sich ändernde Bedürfnisse bei Anlegern reagiert. Die Ergänzung unserer klassischen Vermögensverwaltung um eine digitale Variante war nur konsequent. Im Unterschied zu Robo-Advisors, die von Risikokapitalgebern abhängig und daher auf schnelles Wachstum angewiesen sind, ist Solidvest ein integraler Baustein im festen Gefüge eines familiengeführten Unternehmens. Wir lernen regelmäßig dazu und entwickeln unsere Online-Vermögensverwaltung und die Kundenbetreuung auch entlang des Feedbacks kontinuierlich weiter. Zudem haben wir kürzlich die Einmalanlagesumme zum Einstieg gesenkt, um einem noch breiteren Publikum online den Zugang zur Expertise der DJE Kapital AG zu ermöglichen. Sehen Sie also den Trend weg von Bankfilialen und stattdessen hin zur digitalen Anlage? Es ist kein „Entweder-oder“, sondern vielmehr ein „Und“. Wir haben Kunden, die online ohne persönliche Betreuung einen Vermögensverwaltungsvertrag bei Solidvest abschließen. Zudem arbeiten wir erfolgreich mit Banken, Maklern und Beraterpools zusammen, deren Kunden wir eine hybride Dienstleistung anbieten. Dies bedeutet, dass diese Kunden in einer Bankfiliale zum Beispiel von einem Honorarberater beim Vertragsabschluss unterstützt werden und später einen Ansprechpartner für Fragen haben. Da nicht wenige Menschen eine ausbaufähige Finanzbildung haben, sind wichtige Grundlagen zum Thema Rendite, Risiko und Aktienmarkt vor Abschluss einer Vermögensverwaltung hilfreich. So sind ein grundsätzliches Kapitalmarktverständnis sowie eine gesunde Erwartungshaltung mit Blick auf die Marktpotenziale für die langfristige Kundenzufriedenheit wichtig. Hier kann ein Berater jeden Kunden sehr individuell abholen und entsprechend begleiten. „Da nicht wenige Menschen eine ausbaufähige Finanzbildung haben, sind wichtige Grundlagen zum Thema Rendite, Risiko und Aktienmarkt vor Abschluss einer Vermögensverwaltung hilfreich.“ Wie muss man sich das Anbinden von Maklern und Pools vorstellen? Wie gerade erwähnt, bieten wir für unsere Kooperationspartner alles aus einer Hand. Sie erhalten eine schlüsselfertige Lösung: von der Kundengewinnung bis zur quartalsweisen Abrechnung. Wir unterscheiden einerseits zwischen einer gemeinsamen Homepage, Stichwort Co- Branding, mit direktem Zugang zu Solidvest, die den Zusammenhang zwischen Berater und uns erklärt, sowie andererseits einer gesonderten Ebene nur für den Berater zur Kundenverwaltung. Somit können wir Kooperationspartnern auch sämtliche regulatorische Aufgaben abnehmen – und sie können ihren Fokus auf die Kundenbetreuung legen. Binden Sie insbesondere Pools und größere Vertriebe ein? Wir sind breit aufgestellt und kooperieren unter anderem mit Volksbanken, Vermittlerpools und Online-Netzwerken. Außerdem arbeiten wir mit Non- Financial-Anbietern zusammen, die ihr Angebot mit unserer Vermögensverwaltung gezielt ergänzen, um Kundenbedürfnissen entgegenzukommen. Wie partizipieren die Kooperationspartner mit Solidvest? Da unsere Kooperationspartner die Dienstleistung „Vermögensverwaltung“ dauerhaft mit verbessern, zahlen wir ihnen einen Teil des Vermögensverwaltungshonorars über die gesamte Laufzeit der Kundenverbindung aus. Ist das auch die Chance für Vermittler, um dem eigenen Margendruck entgegenzuwirken? 68 September 2019

Ja. Generell wichtig ist, vom Kunden her zu denken – und dann passende Angebote zu schaffen. Wer eine gewisse Online-Affinität besitzt und regelmäßig auch andere Online-Angebote nutzt, fühlt sich bei Solidvest wohl. Spannend ist dabei, dass der durchschnittliche Solidvest-Nutzer rund 50 Jahre alt ist. Da die DJE Kapital AG sämtliche regulatorischen Pflichten für den Kooperationspartner übernimmt und dieser dauerhaft am Vermögensverwaltungshonorar partizipiert, können in der Tat Kosten gespart und neue Zielgruppen angesprochen werden. Zusätzlich kann Bestandskunden ein digitales Angebot gemacht werden. Nun legen Sie Wert darauf, dass bei Solidvest weiterhin Menschen den An - lageprozess vornehmen und keine Algorithmen. Warum nicht komplett digital? Die Mischung macht’s. Mit einer nun 45-jährigen Historie zählt DJE zu den renommiertesten und erfahrensten Vermögensverwaltungen in Deutschland. Kunden haben uns bereits rund 12,7 Mrd. Euro anvertraut. Da die DJE-Kapitalmarktprofis in sämtliche Investmententscheidungen bei Solidvest eingebunden sind, profitieren Anleger somit auch von der umfassenden Expertise bei DJE. Bei Solidvest nimmt die professionelle Anlageauswahl basierend auf jahrelanger Investmenterfahrung somit ebenfalls eine zentrale Rolle ein. Wir setzen dabei auf eine Kombination aus der weltweit steigenden Datenverfügbarkeit, der Erfahrung und Kompetenz unseres Teams sowie den Erkenntnissen aus unseren Unternehmensbesuchen vor Ort. Im Klartext: Finale Anlageentscheidungen treffen Investmentexperten in Teamarbeit – und nicht nur der Algorithmus eines Robo-Advisors. Auf die Vorteile von Big Data verzichten wir dabei aber nicht. Hat das wiederum Auswirkungen auf mögliche Kosten? Solidvest positioniert sich eindeutig als Premiumanbieter im Markt. Wir sehen im Wettbewerb einige Discount-Angebote, von denen wir uns unter anderem aufgrund unseres hohen Qualitätsanspruchs und Aufwands im Research unterscheiden. Dies spiegelt sich auch in unserer Einstiegsanlagesumme von 10.000 Euro mit Sparplan sowie 25.000 Euro ohne Sparplan wider. Übrigens: Ein durchschnittlicher Solidvest-Kunde hat rund 60.000 Euro angelegt. Die Qualität unseres Anlageprozesses hat uns zuletzt im schwierigen vierten Quartal 2018 einen Vorsprung verschafft, indem wir für unsere Kunden proaktiv auf die negative Marktbewegung reagiert haben. Welche verschiedenen Anlagestrategien stehen den Kunden offen? Der Kunde hat die Wahl zwischen vier Risikokategorien – beginnend mit einer Sebastian Hasenack Aktienquote von 25 bis hin zu 100%. Außer bei letzterer Variante fließt der Restanteil in Anleihen. Zusätzlich können Kunden ihre Anlageausrichtung weiter individualisieren. Wir bieten über unsere Plattform zehn Investmentthemen wie „Digitales Leben & Innovation“, „Dividendenrendite“ und „Rohstoffe & Chemie“ an, die der Kunde eigenständig oder mit einem Berater nach seinen Interessen gewichten kann. Ein Depot enthält dann beispielsweise 30 Aktien und 20 Anleihen gemäß individuellem Rendite-Risiko-Profil. Fonds und ETFs sind nicht enthalten? Genau. Wir investieren ausschließlich in Aktien und Anleihen oder nutzen einen Liquiditätspuffer. Konkret bedeutet das: Im ersten Schritt entstehen Prognosen über wirtschaftliche Entwicklungen und deren Einfluss auf die Börsen. Im zweiten Schritt analysieren wir Unternehmen. So finden wir attraktive Aktien und Anleihen für die Portfolios unserer Kunden, die wir dann flexibel managen. Durch diese Einzeltitelstrategie bieten wir – anders als reine ETF- oder Fondsanbieter – maßgeschneiderte Allokationen an. Dadurch können wir auch Compliance- oder Ausschlusskriterien im Rahmen nachhaltigen Investierens, dessen Bedeutung auch für private Anleger kontinuierlich wächst, digital besser berücksichtigen. Wohin soll sich Solidvest entwickeln? „Finale Anlageentscheidungen treffen Investment - experten in Teamarbeit – und nicht nur der Algorithmus eines Robo-Advisors. Auf die Vorteile von Big Data verzichten wir dabei aber nicht.“ Solidvest entwickelt sich stetig weiter, um Kunden eine moderne Vermögensverwaltung zu bieten. Hierbei orientieren wir uns nicht nur an den Entwicklungen im Asset-Management, sondern branchenübergreifend auch an Strategien anderer großer Online-Player. Der kooperative Plattformcharakter, der nach dem Beispiel Amazon andere Anbieter einbindet, gewinnt an Bedeutung. Wir werden die Themen Individualisierbarkeit, Transparenz und Kundenbetreuung stärker ausbauen. Ab Jahreswechsel können unsere Kunden einzelne Titel aus ihren Portfolios ausschließen, etwa wenn sie berufsbedingt in bestimmte Unternehmen nicht investieren dürfen. W September 2019 69

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