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AssCompact 09/2020

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KFZ-V ERSICHERUNG ©

KFZ-V ERSICHERUNG © Thommy Mardo Oldtimer in jeder Phase richtig versichert Viele Besitzer von Klassikern haben ihr Fahrzeug mit einer herkömmlichen Autoversicherung abgesichert, statt auf einen speziellen Schutz zu setzen. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen Oldtimer-Tarif und Kfz-Police. Doch bei den verschiedenen Lösungen auf dem Markt gilt es genau zu prüfen, ob sie dem jeweiligen Bedarf des Kunden entsprechen. In Deutschland sind Anfang 2020 zum ersten Mal über eine halbe Million Fahrzeuge zugelassen, die älter als 30 Jahre alt sind – Tendenz steigend. Laut einer Statistik von Classic Cars, Ausgabe 9/2020, versichern 54% aller Oldtimer-Besitzer ihre Fahrzeuge nach wie vor über eine normale Autoversicherung, 11% besitzen gar keine Police für ihren Klassiker, und nur 35% nutzen einen Oldtimer- Tarif. Zwischen einer regulären Kfz- und einer speziellen Oldtimerversicherung gibt es Unterschiede. Doch worauf sollten Besitzer bei der Versicherung eines Oldtimers achten und welche Besonderheiten gibt es zu bedenken? Gerade nach Saisonende im Herbst bietet sich Vermittlern eine gute Gelegenheit, ihre Kunden auf das Thema Oldtimerversicherung anzusprechen. Reicht eine Kfz-Versicherung für den Klassiker? Oldtimer unterscheiden sich von handelsüblichen, modernen Fahrzeugen. Sie sind Zeitzeugen vergangener Jahrzehnte, Technik, Stile und Marken. Sie werden meist nur selten gefahren und gelten als Kulturgut, das erhalten werden sollte. Und sie sind nur in begrenzter Stückzahl auf dem Markt erhältlich. Ein Punkt, der sich auch in ihrem dort gehandelten materiellen Wert widerspiegelt – und der sie ebenso begehrenswert für Diebe macht. Hinzu kommt der nicht zu beziffernde emo - tionale Wert für ihre Sammler. Eine reguläre Kfz-Versicherung ist in der Regel sehr viel teurer als eine spezielle Oldtimer - ver sicherung – bei weniger Leistung. Die meisten Oldtimerversicherungen, die am deutschen Markt angeboten werden, basieren auf Kraftfahrtprodukten, werden eingeteilt in Teil- und Vollkasko und als ebensolche angeboten. Je nachdem, in welcher Phase sich der Oldtimer oder die Sammlung befindet – zugelassen oder nicht zugelassen, geparkt als Sammlungsobjekt in einer Halle oder in der Werkstatt für eine längere Restaurierung – ist eine genaue Prüfung auf den jeweiligen Bedarf des Kunden und auf mögliche Deckungslücken erforderlich. Eine Allgefahrenversicherung ist doch eine Vollkasko? Eine Allgefahrenversicherung sollte immer über eine Vollkasko hinausgehen und die Deckung sollte genau geprüft werden. Denn die Allgefahrenprodukte mancher Anbieter entpuppen sich bei genauer Betrachtung als Vollkasko, aber mit dem entscheidenden Nachteil, dass während der Ruhephase eine klassische Teilkasko gilt. Eine herkömmliche Teil- oder Vollkasko kennt die Oldtimerversicherung BELMOT nicht. Bevor BELMOT 1994 als eigenständige Marke der Mannheimer Versicherung entwickelt wurde, hatte das Unternehmen bereits über 100 Jahre Erfahrung im Bereich Transport gesammelt. Dieses Wissen wurde gebündelt und auf das BELMOT-Deckungskonzept übertragen. Die Marke wurde also nicht aus der Kraftfahrt-, sondern aus der Transportversicherung heraus entwickelt. Den Schutz gibt es in zwei Varianten: W als Basislösung, der „Grunddeckung“ für stationäre Sammlungen und Fahrzeuge, die nicht gefahren, sondern höchstens per Transportmittel transportiert werden, W als „Allgefahrendeckung“ (All-Risk) für Fahrzeuge, die hin und wieder das Tageslicht bei einer Spazierfahrt oder Ausstellung erblicken. Sie leistet in der Regel für alle Schäden, die nicht explizit ausgeschlossen sind, und ist damit umfangreicher als eine reguläre Vollkasko. 44 September 2020

Bei BELMOT gilt die All-Risk-Deckung nicht nur für Einzelfahrzeuge, sondern kann auch für stationäre Sammlungen abgeschlossen werden. Sie leistet auch bei Schäden, die nicht durch einen Unfall herbeigeführt wurden, zum Beispiel Fehlbedienung oder Schäden an Motor oder Getriebe. Inklusive sind außerdem beispielsweise auch 30% Vorsorgeversicherung bei Wertsteigerungen, wenn das Wertgutachten im Versicherungsfall nicht älter als zwei Jahre ist. Schutz für abgemeldete Oldtimer Der Oldtimer ist temporär abgemeldet, wird nicht bewegt und steht in der Garage. Eine Ruhe- oder Garagenversicherung reicht nicht ganz. In der Regel handelt es sich bei einer Ruheversicherung um eine reine Teilkasko, die bei nicht selbst verschuldeten Schäden wie Diebstahl, Glasbruch, Wildschaden und Brand leistet. Wichtig ist, dass während der Ruhephase auch stationäre Schäden gedeckt sind. Der Deckungsschutz ist in konventionellen Versicherungsbedingungen oft nur eingeschränkt gegeben, wenn das Fahrzeug bei der Zulassungsstelle abgemeldet wurde. Somit sind keinerlei spezifische Schäden, die während einer längeren Standzeit am Oldtimer typisch sind, inbegriffen – egal, ob sich Motten im Auto einnisten oder die Batterie beim Nachladen platzt und ausläuft. Gerade eine geplatzte Batterie sollte unter den Ver - sicherungsschutz fallen, da Batterien im Winter regelmäßig nach geladen werden sollten und dabei die Gefahr einer Explosion besteht. Auch die gegenseitige Beschädigung etwa in einer Halle ist vom Versicherungsschutz ausgenommen. Bei BELMOT sind in der Grund- und in der Allgefahrendeckung stationäre Risiken inkludiert. Auch eine Garagendeckung kann unzureichend sein. Diese gilt nämlich explizit nur in der Garage, nicht außerhalb. Wird der Oldtimer zum TÜV gebracht oder per Anhänger in eine Werkstatt überführt, besteht gar kein Versicherungsschutz. Gibt es eine räumliche Beschränkung – in diesem Fall die heimische Garage –, gilt das Prinzip „alles oder nichts“. Schadenfall in der Werkstatt Wer seinen abgemeldeten Oldtimer über Winter einlagert oder in der Werkstatt für die nächste Saison fit machen lässt, sollte zuvor überprüfen, ob die Deckung der Werkstatt sich auch auf Oldtimer erstreckt – und wenn ja, bis zu welcher Höhe. Besonders beim Versicherungsschutz von Kfz-Handel- und Kfz- Handwerk und bei Policen für Autohäuser kommen regelmäßig Deckungen vor, mit denen Oldtimerbesitzer und auch Werkstätten, die sich auf den Handel oder die Restaurierung von klassischen Fahrzeugen spezialisiert haben, im Schadenfall schnell an ihre Grenze stoßen. Das reicht von einer Deckelung in Bezug auf die Versicherungssumme von Oldtimern bei 10.000 Euro bis hin zu kompletten Ausschlüssen, etwa bei hochwertigen Fahrzeugen wie Ferrari, Lamborghini oder Bugatti. Oftmals sind klassische Fahrzeuge, die für umfangreichere Arbeiten in eine Werkstatt gebracht werden, gar nicht mehr versichert, da sie zuvor abgemeldet wurden. Darüber hinaus wird der bestehende Versicherungsschutz bei beauftragten Subunternehmern häufig auch nicht berücksichtigt, wenn das Cabrio beim Sattler neue Sitze und ein neues Verdeck erhält oder der Motor bei einem Motoreninstandsetzer überholt wird. BELMOT unterstützt nicht nur bei der Absicherung BELMOT will nicht nur in puncto Versicherung ein kompetenter Ansprechpartner sein. Ein starkes Kooperationsnetzwerk, regelmäßiger Austausch sowie gemeinsame Projekte helfen dabei. BELMOT ist Kooperationspartner der Fédération Internationale des Véhicules Anciens (FIVA), des Weltverbands der Oldtimerclubs, des Allgemeinen Schnauferl-Clubs, dem ältesten Oldtimer-Club Deutschlands, der BASF-Marke Glasurit, bekannt für spezialisierte Lackierverfahren und das weltweit größte Farbtonarchiv, sowie von Caratec. Hier werden mittels im Oldtimer verbauter Ortungssysteme gestohlene Fahrzeuge besser wiedergefunden. Zudem bietet BELMOT auch einen eigenen Blog (www.belmot.de). W Von Isabelle Haupt, Pressereferentin, und Ralf Stumpfernagel, Markenmanager BELMOT bei der Mannheimer Versicherung AG September 2020 45

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