Aufrufe
vor 3 Monaten

AssCompact 09/2020

  • Text
  • September
  • Versicherer
  • Unternehmen
  • Vermittler
  • Makler
  • Deutschland
  • Zudem
  • Versicherung
  • Immobilien
  • Digitale

INVESTMENT | News

INVESTMENT | News Deutschlands Fondsbranche schüttelt Corona-Schock schnell ab UBS AM lanciert vier defensive Aktien-ETFs (ac) UBS Asset Management (UBS AM) hat vier neue ETFs vorgestellt. Sie verwenden systematische Optionsverkaufsstrategien, um Erträge zu generieren und das Verlustrisiko zu verringern. Die vier neuen ETFs sollen Aktieninvestoren eine defensivere Ausrichtung gegenüber europäischen und US-amerikanischen Aktien bieten. Die defensiven Aktien-ETFs bilden Indizes von Solactive ab. Zielmärkte sind der S&P 500 und der Euro Stoxx 50. Covered-Call- und Put-Write-Strategie Sowohl für den US-Index als auch für den europäischen Leitindex bietet UBS jeweils eine Covered-Call-Strategie und eine Put-Write-Strategie. Die Covered- Call-Strategie kombiniert eine Long- Position im Zielindex mit dem wöchentlichen Verkauf von Call-Optionen. Diese zielen darauf ab, Erträge durch Prämien zu erzielen und das Verlustrisiko zu reduzieren. Die Put-Write-Strategie kombiniert hingegen eine Cash-Position mit dem wöchentlichen Verkauf von Put- Optionen und versucht durch Optionsprämien Erträge zu erzielen und gleichzeitig einen Puffer in korrigierenden Märkten zu bieten. Der Ansatz hält laut UBS AM ein geringeres durchschnittliches Engagement an den Aktienmärkten als die Covered-Call-Strategie. Fokus auf defensive Anleger Die neuen ETFs eignen sich der Gesellschaft zufolge vor allem für Anleger, die ein defensiveres Aktien-Engagement als mit reinen Beta-Strategien anstreben. Sie können als Ergänzung zu diversifizierten Portfolios Abschwünge in fallenden Märkten abschwächen und die Renditen erhöhen, wenn sich Märkte „seitwärts“ oder innerhalb einer bestimmten Spanne bewegen. Historisch gesehen performen sie laut UBS AM in diesen Phasen gegenüber einer Long- Position auf Indizes am besten. (ac) Die deutsche Fondsbranche ist auf ihren Wachstumskurs zurückgekehrt. Laut dem Branchenverband BVI flossen ihr in Deutschland im ersten Halbjahr 2020 netto 37,9 Mrd. Euro neue Gelder zu. Damit liegt das Neugeschäft auf dem Niveau der Vorjahre 2018 und 2019, als die Fondsgesellschaften von Anfang Januar bis Ende Juni jeweils rund 40 Mrd. Euro erzielten. Die Zuflüsse im laufenden Jahr entsprechen rund 1% des zur Jahresmitte verwalteten Vermögens von 3,33 Bio. Euro. Dank sich erholender Börsenkurse ist das verwaltete Vermögen innerhalb von drei Monaten sogar um 6% gestiegen. Damit liegt es nur noch knapp unter dem Rekordstand vom Jahresbeginn von 3,40 Bio. Euro. Comeback der Publikumsfonds Das Neugeschäft der offenen Publikumsfonds vollzog im ersten Halbjahr 2020 einen Vorzeichenwechsel. Flossen im ersten Quartal noch netto 11,4 Mrd. Euro aus ihnen ab, erzielten die Fonds im zweiten Quartal bereits wieder Zuflüsse von insgesamt 15,7 Mrd. Euro. Die Absatzliste führten Aktienfonds mit 9,8 Mrd. Euro und Mischfonds mit 5,8 Mrd. Euro an. Beide Fondsgruppen verzeichneten im ersten Quartal mit 12,3 bzw. 1,2 Mrd. Euro noch die höchsten Abflüsse der Publikumsfonds. Versicherer und Co. dominieren Spezialfonds Auch offene Spezialfonds erholten sich wieder. Nachdem sie mit Zuflüssen von 32,7 Mrd. Euro im ersten Quartal den besten Jahresstart seit 2015 erzielt hatten, flossen im April und Mai 2,5 bzw. 0,8 Mrd. Euro ab. Im Juni verzeichneten sie aber bereits wieder Zuflüsse von 3,9 Mrd. Euro. Im gesamten ersten Halbjahr flossen Spezialfonds insgesamt 33,3 Mrd. Euro zu. Das entspricht fast dem Neugeschäft der beiden Vorjahreszeiträume. Bei den Zuflüssen spielen Versicherer und Altersvorsorgeeinrichtungen wie Versorgungswerke oder Pensionskassen weiter die Hauptrolle. Sie legten insgesamt 32,4 Mrd. Euro neu in Spezialfonds an. Insgesamt stehen sie für rund zwei Drittel des Gesamtvermögens von Spezialfonds. Die Zuflüsse in Investmentfonds haben im zweiten Quartal wieder stark angezogen. © Monster Ztudio – stock.adobe.com 54 September 2020

Vier von fünf Investmentfonds berücksichtigen bereits Nachhaltigkeitsrisiken Scalable Capital sammelt 50 Mio. Euro ein (ac) Das FinTech Scalable Capital hat eine weitere große Finanzierungsrunde abgeschlossen. Europas größter digitaler Vermögensverwalter sammelte dabei insgesamt 50 Mio. Euro ein. Mit dem Geld soll das Wachstum in der Vermögensverwaltung und im Brokerage sowie im B2B-Geschäft weiter beschleunigt werden. Zeichen in Zeiten von Covid-19 An der Finanzierungsrunde haben sich ein neuer und alle bestehenden Investoren beteiligt. Dementsprechend haben BlackRock, HV Holtzbrinck Ventures und Tengelmann Ventures wieder investiert. Gerade in Zeiten von Covid-19 sei diese Finanzierungsrunde ein starkes Zeichen. Insgesamt summiert sich das Finanzierungsvolumen seit der Gründung auf 116 Mio. Euro. (ac) Nachhaltigkeit hat sich bei Investmentfonds mittlerweile fest etabliert. Das geht aus einer aktuellen Erhebung des FNG – Forum Nachhaltige Geldanlagen hervor. Knapp 70% der Umfrageteilnehmer haben angegeben, ESG-Integration auf mehr als 80% aller verwalteten Fonds anzuwenden. Auch der Blick auf die Asset-Klassen zeugt von einer breiten Abdeckung. 47% der Umfrageteilnehmer decken neben Aktien und Anleihen noch weitere Asset-Klassen ab. Nachhaltigkeit wird zum Investmentstandard Das Gesamtvolumen verantwortlicher Investments beträgt in Deutschland und Österreich laut dem FNG-Marktbericht 2020 mittlerweile rund 1,7 Bio. Euro. ESG-Integration sei in Deutschland und Österreich damit bereits Standard bei Investments. Die Zahlen würden klar den Trend zu immer mehr ESG-Integration bei konventionellen Fonds bestätigen. Nachholbedarf bei der Implementierung Nachholbedarf besteht dem FNG zufolge insbesondere bei der durchgängigen Implementierung und Integration in bestehende Prozesse, insbesondere in IT-Systeme. Bei rund 60% der Gesellschaften ist ESG-Integration zum Beispiel nicht durchgängig oder noch nicht in der notwendigen Tiefe in den IT-Systemen verankert. Weiter deuten die Ergebnisse laut FNG darauf hin, dass es noch keine hinreichende Verzahnung zwischen ESG-Integration und Engagement gibt. Anzeige Wir setzen Ruhestandards Unsere neue, zukunftsweisende Produktgeneration ist erfolgreich gestartet – mit attraktiven Änderungen für Sie und Ihre Kunden: Sie erhalten nun alle von uns angebotenen Fonds zu besonders günstigen Konditionen. Wir haben unsere Modellrechnungen auf die vom GDV empfohlene, transparentere Brutto-Illustration umgestellt. Wir trennen in unseren Produkten jetzt klar nach Fonds- und Versicherungskosten – damit ist für den Kunden ganz klar, was er wofür bezahlt. Und: Zukünftig erhalten Ihre Kunden bei Vertrags änderungen wie zum Beispiel Beitragsdynamiken und -erhöhungen oder Zuzahlungen bedingungsgemäß die gleichen Rechnungsgrundlagen wie bei Abschluss. Weitere Informationen unter www.standardlife.de/ruhestandards September 2020 55

AssCompact

AssCompact 05/2019
AssCompact 04/2019
AssCompact 03/2019
AssCompact 02/2019
AssCompact 01/2019
September Versicherer Unternehmen Vermittler Makler Deutschland Zudem Versicherung Immobilien Digitale

Neues von AssCompact.de