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AssCompact 10/2020

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ASSEKURANZ GKV der erste

ASSEKURANZ GKV der erste Ansprechpartner ist. Für das Unternehmen ist das also auf jeden Fall teurer, aber die Möglichkeit besteht. Die meistgenutzte Regelung ist aber, dass alles Bestehende eingefroren wird und dann der Versicherungsschutz nur über Allianz Care abgeschlossen wird. Weil wir auch Versicherungsschutz dann anbieten, wenn die Versicherten temporär im Heimatland sind, beispielsweise im Urlaub, oder aber für einen längeren Zeitraum zurückkommen. Der Versicherungsschutz besteht auch in Deutschland vollumfänglich. Der Versicherungsnehmer hat wahrscheinlich keine Möglichkeit, aus dem Vertrag heraus in einen anderen Tarif der Allianz zu wechseln? Wie man so schön sagt: Jein. Es gibt die Möglichkeit, dass das Unternehmen eine sogenannte Anwartschaft bei Allianz Care mit abschließt, um dann später den Mitarbeiter in die PKV bei der Allianz Private Krankenversicherung anzumelden – das wird in der Praxis aber fast nicht genutzt, denn über die Anwartschaft, die jeder in seiner eigenen PKV und GKV beantragen kann, ist das Problem eigentlich am elegantesten gelöst. „In den meisten Ländern weltweit können die Ver - sicherten bei uns direkt versichert sein, weil wir dort selten eine so starke Sozialversicherungskomponente haben wie hier in Deutschland oder Europa.“ Erklären Sie uns noch einmal die Zusammenarbeit mit lokalen Versicherern. In Deutschland erfolgt die Absicherung gewisser Zielgruppen in Kooperation mit der Allianz Private Krankenversicherung, und wie ist es in Dubai oder Libyen – gibt es da einen anderen lokalen Versicherer? In den meisten Ländern weltweit können die Versicherten bei uns direkt versichert sein, weil wir dort selten eine so starke Sozialversicherungskomponente haben wie hier in Deutschland oder Europa. Wir bieten also in vielen Ländern mittlerweile die Möglichkeit an, Expats, Impats, TCNs (Third Country Nationals) und teilweise auch lokale Personen zu versichern – dies über unsere eigene Lizenz in Verbindung mit Niederlassungen vor Ort und Partnerschaften mit anderen Unternehmen aus dem Allianzverbund oder auch Externen. Was möglich ist, Allianz Care hat sich auf internationale Krankenversicherungen für Expats spezialisiert. © Rawpixel.com – stock.adobe.com ist aber von Land zu Land unterschiedlich und bedarf der individuellen Prüfung. Sie hatten vorhin Partnerschaften wie zum Beispiel Fronting erwähnt. Was genau bedeutet das? In vielen Ländern gilt es, lokale Anforderungen zu erfüllen, um ein Arbeitsvisum oder eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Wenn Sie beispielsweise heute nach Dubai oder Abu Dhabi gehen, bekommen Sie nur eine Arbeitserlaubnis, wenn Sie einen lokalen Krankenversicherungsschutz nach festgelegtem Versicherungsumfang vor Ort abschließen. Wir bieten die Möglichkeit, diese Verpflichtung über eine Partnerschaft mit einer arabischen Versicherungsgesellschaft zu erfüllen, und bieten gemeinsam über diesen Partner eine lokale Police an, die alle rechtlichen und inhaltlichen Verpflichtungen erfüllt, aber auch die gesamte Expertise und prozessuale Abwicklung von Allianz Care beinhaltet. Das wird oft als Fronting bezeichnet und hilft den Kunden dahingehend, dass die Unternehmen nicht in vielen Ländern unterschiedliche Verträge abschließen müssen. Stichwort: alles aus einer Hand! Ähnliche Modelle gibt es auch in einigen anderen Ländern wie beispielsweise China, Teilen Afrikas, Mexiko, Russland, Qatar, Kanada, Singapur oder auch der Schweiz. Nicht zu vergessen die Besonderheiten mit Obama-Care in den USA. Um den Tarif herum haben Sie verschiedene Services gepackt. „Happiness“ scheint da gerade ein Thema zu sein? Das Happiness-Thema ist ein aktuelles Thema, das auch ein wenig Covid- 19-getrieben ist. Wir haben festgestellt, dass Menschen, die eine glückliche Einstellung haben, weniger krank werden. Das gilt es zu fördern. Am Ende ist es so: Wir bieten traditionell ambulant, stationär, Zahn, Brille und Rücktransport als versicherbare Leistungen an. Wir haben auch thematisch in unseren Tarifen weitere Bausteine 38 Oktober 2020

einhaltet wie zum Beispiel das EAP (Employee Assistance Program), bei dem es um psychologische Betreuung in jeglicher psychischer Instabilität geht. Ein anderes Thema, das wir mit anbieten und das nicht den klassischen Krankenversicherungsbezug hat, ist eine Security- App. Darüber kann man sich für jedes Land rund um die Uhr Informationen über eventuelle Beeinträchtigungen holen – beispielsweise Streiks, politische Krisen, Krieg oder auch nur allgemeine Verkehrsbeeinträchtigungen. Als Drittes haben wir noch das Thema Teleconsulting. Das heißt, dass jeder per Anruf eine fachmännische Beratung zu normalen Symptomen erhält. Was wir aktuell in Deutschland zumindest noch nicht anbieten dürfen, aber könnten, ist, eine tatsächliche Diagnose zu geben oder eine Medikation zu verschreiben – per Telefon oder auch Video. Welche Auswirkungen hat Corona? Wir merken eine gewisse Reduktion der Versicherten im Ausland, weil auslaufende Entsendungen im Moment nicht erneuert werden. Und wir sehen eine starke Reduktion der Expats in einzelnen Segmenten wie dem Tourismusbereich oder auch bei den Airlines. Wovon wir aber auch betroffen sind, und wozu wir sehr viele Anfragen bekommen, sind Covid-19-Behandlungen und Tests. Und natürlich haben sich auch Versicherte infiziert und mussten sogar beatmet werden oder sind in wenigen Fällen auch gestorben. Wir haben insofern ein erhöhtes Leistungsaufkommen, was Covid-19-bedingt ist, allerdings haben wir relativ gesehen wenig Covid- 19-Fälle, wenn man bedenkt, dass wir knapp eine Million Versicherte haben. Für die Zukunft glauben wir zudem, dass die Internationalität der Konzerne erhalten bleibt und entsprechend Bedarf auch in Zukunft vorhanden ist. Wie sehen die Vertriebskanäle aus? Wir arbeiten mit Direktkunden, firmenverbundenen Vermittlern, Maklern und der Ausschließlichkeit zusammen. Wir sehen auch, dass vermehrt Unternehmen an Makler herantreten. Vielsprachigkeit, Direktabrechnung, unterschiedlichste Währungen, rechtliche Anforderungen, lokale Lösungen – das sind Themen, die mittlerweile auch den Mittelstand betreffen und somit auch den mittelständischen Makler erreichen werden. Und dann braucht man eben Ver - sicherungspartner, die das internationale Know-how besitzen. Wie sieht die Maklerstruktur dann aus? Die „Global Broker“ spielen natürlich eine wesentliche Rolle. Sie haben Fachabteilungen für den Bereich, also einzelne Healthand-Benefit-Abteilungen oder auch Employee-Benefit-Abteilungen, die sich nur mit den Themen der betrieblichen und internationalen Lebens-, Krankenund BU-Versicherung beschäftigen. Wir arbeiten auch mit den großen internationalen Netzwerken, mit Maklerpools und den Verbünden wie beispielsweise Ecclesia, Martens & Prahl oder auch dem Dortmunder Kreis zusammen. Zudem gibt es eine kleine Anzahl an Spezialmaklern, die sich auf diesen Bereich fokussiert haben – beispielsweise auch auf den Bereich Einzelkunden im Ausland. Ich glaube, dass auch der mittelständische Makler mehr und mehr mit der Thematik konfrontiert wird und sich mit dem Thema wird beschäftigen müssen. Bisher haben wir über die Krankenversicherung gesprochen. Welche Rolle spielen BU und Risikoleben? Die Krankenversicherung hat natürlich für Allianz Care die größte Bedeutung und eine Risikolebensversicherung kann in Deutschland beispielsweise auch über die deutsche Allianz Leben abgeschlossen werden. Ein bisschen spannender ist es im Bereich BU, weil viele Firmen Mitarbeitern eine firmenfinanzierte Berufsunfähigkeitsdeckung für die Zeit der Entsendung anbieten. Das ist keinesfalls als Ersatz zu dem zu sehen, was die Person selbst bis zum Rentenalter in Deutschland abgeschlossen hat, aber es ist ein nettes Add-on, was die Firmen ihren Mitarbeitern gerne anbieten. Das Ganze auch wieder im Gruppenvertrag ohne Gesundheitsprüfung. Vorteil bei Allianz Care ist auch hier der schlanke Prozess. Und wie funktioniert das? „Vielsprachigkeit, Direktabrechnung, unterschiedlichste Währungen, rechtliche Anforderungen, lokale Lösungen – das sind Themen, die mittlerweile auch den Mittelstand betreffen und somit auch den mittelständischen Makler erreichen werden.“ Wir bieten hier eine Einmalzahlung an. Eine klassische BU- Rente in dem Sinne bieten wir nicht an. Aber wir können das Tagegeld bis zu zwei Jahren in die BU integrieren, sodass die Person für zwei Jahre eine vergleichbare Rente bekommt oder auch die BU als Einmalzahlung ausbezahlt bekommt. Interessant ist, dass wir in dem Zusammenhang auch eine Gruppenunfallversicherung mit anbieten. Da ist der wesentliche Vorteil, dass wir die Gruppenunfall mit Unfalltod in die Lebensversicherung integrieren und damit keine Versicherungssteuer anfällt, da Basis eine Lebensversicherung ist. W Oktober 2020 39

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