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AssCompact 10/2020

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ASSEKURANZ Bei

ASSEKURANZ Bei BavariaDirekt rückt der Bereich E-Mobilität in den Fokus Interview mit Dr. Jürgen Pesch, Leitung Vertrieb und Organisation bei der BavariaDirekt BavariaDirekt ist der digitale Versicherer im Konzern der Versicherungskammer. Größtmögliche Convenience für Vermittler und Kunden ist das Ziel des Versicherers. Im Bereich Mobilität rückt der Schutz von Elektroautos, E-Scootern und E-Bikes in den Vordergrund. BavariaDirekt ist auch Tesla-Partner. Herr Dr. Pesch, wie passt das eigentlich zusammen – Maklervertrieb und Direktversicherer? Perfekt! Als digitaler Versicherer legen wir den Fokus auf beste Prozesse und Dienstleistung für unsere Partner. Deshalb haben wir uns schon von Anfang an entschieden, uns als Maklerversicherer zu positionieren. Schon heute bietet die BavariaDirekt die Vermittlerbetreuung von morgen. Wie sieht dann die Zusammenarbeit mit Maklern, Pools oder Vertrieben aus? Uns ist wichtig, mit allen Pools eine gute Zusammenarbeit zu führen, indem wir schnelle Lösungen und vor allem digitale Services anbieten. Unseren Partnern garantieren wir daher eine Just-in-Time-Police, eine maximale Digitalisierung der Servicekette, den direkten Kontakt zu Entscheidern, eine eigens für Makler eingerichtete Betreuerhotline mit maximaler Erreichbarkeit und einen 100%-igen Fallabschluss. Ihr Fokus liegt auf der Sachversicherung. Wo liegen die Schwerpunkte? Wie hoch sind in etwa die Anteile der einzelnen Segmente? Die BavariaDirekt hat sich auf Kfz-, Haftpflicht-, Hausratund Rechtsschutzprodukte spezialisiert, die in vielen Vergleichen Spitzenplätze besetzen und beste Leistung bieten. Das wird uns auch durch diverse Ratings wie zum Beispiel die Bestbenotung für unsere Kfz-Versicherung bei Franke & Bornberg bestätigt. Die Anteile der einzelnen Segmente sind in etwa gleich. Zudem haben wir bereits verschiedene Produktinnovationen entwickelt, etwa die Cyber-Versicherung für Privatkunden oder neue Angebote im Bereich E-Mobility. Wichtig ist uns dabei, dem Makler den Best Advice sicherzustellen. Demnächst kommt wieder die Kfz-Wechselsaison auf Sie zu. Was erwarten Sie hier in diesem Jahr? Da aufgrund des Lockdowns zu Beginn des Jahres die Zulassungsstellen geschlossen waren, wurden weniger Autos zugelassen und damit auch weniger Kfz-Versicherungen abgeschlossen. Mittlerweile hat sich der Vertrieb wieder normalisiert. Der Trend zu Low-Touch, also reduzierte Kontaktinteraktionen, bleibt jedoch. Kunden werden wie auch in den Vorjahren ihren Versicherungsschutz optimieren. Gerade digitale Ver - sicherer sind jetzt im Vorteil, da ihre Prozesse schlank und effizient sind. Fest steht: Wir sind für unsere Partner auf die Wechselsaison vorbereitet und können schnell reagieren. Sie haben E-Mobility schon erwähnt. Sie sehen sich immer mehr als Mobilitätsversicherer mit Fokus auf E-Mobilität. Wie darf man sich das vorstellen? Die BavariaDirekt ist E-Mobilitätsversicherer. Für uns als starker Kfz-Ver - sicherer stehen Elektroautos, E-Scooter und E-Bikes ganz oben. Als Mitglied im Bundesverband eMobilität e. V. setzen wir uns intensiv mit diesem Thema auseinander. Mit der E-Bike-Versicherung und der bereits bestehenden E-Scooter-Versicherung werden wir uns 2021 verstärkt am Elektromobilitätsmarkt positionieren. Wie wird sich der Bereich entwickeln? So ganz scheinen zumindest die E-Autohersteller mit den Angeboten der Versicherer nicht zufrieden zu sein. Keine Frage, der Markt der Elektroautos wird deutlich an Fahrt aufnehmen. Das lässt sich anhand der Zulassungsstatistik der vergangenen Jahre erkennen. Allein in Deutschland wurden 2019 mehr als 60.000 E-Autos neu zugelassen. Das ist das Zwanzigfache im Vergleich zu 2012. Aufgrund der staatlichen Förderung sehen wir für das Jahr 2020 schon jetzt einen weiteren deutlichen Anstieg bei den Zulassungen für E-Autos. Zudem zog die Nachfrage nach E-Bikes durch die Corona-Pandemie kräftig an. Aktuell sind erst wenige Versicherungsprodukte auf Elektromobilität und die Besonderheiten von Elektroautos zugeschnitten. Mit unserem Kfz-Versiche- 48 Oktober 2020

ungsangebot InsureMyTesla stellen wir Tesla-Kunden speziell für ihre Bedürfnisse entwickelte Versicherungslösungen zur Verfügung. Darüber hinaus können Kunden in unserer standardisierten Kfz- Versicherung ein Elektropaket buchen, das diverse Leistungen für alle Elektroautos absichert. Tesla hat sich damit in Deutschland für Ihr Haus entschieden. Verstehen Sie das als Auszeichnung? Die Entscheidung fiel zugunsten der Bavaria Direkt, da wir ein Top-Produkt und eine maximale Digitalisierung der Antragsstrecke anbieten sowie eine schnelle Umsetzung garantieren konnten. Es freut uns daher sehr, dass sich die Bavaria Direkt für InsureMyTesla in Deutschland im Wettbewerberumfeld durch setzen konnte. Für weitere Kooperationen im Bereich E-Mobility sind wir sehr aufgeschlossen. Und in anderen Bereichen? Wo liegen künftige Produktschwerpunkte? Auch in der Zukunft wird die Customer Centricity ein wesentlicher Bestandteil in unserer Produktentwicklung sein. Wir werden schnell auf die sich ändernden Kundenbedürfnisse reagieren und entsprechend unser Produktportfolio anpassen. Wir orientieren uns auch 2021 konsequent am Kundenbedarf und werden uns intensiv mit dem Öko system Living sowie der Weiterentwicklung unserer Mobilitätsversicherungen beschäftigen. Kommen Sie damit schon zur digitalen DKM 2020? Aktuell sind wir in der Vorbereitung auf die digitale DKM. Wir planen Angebote zu nutzen, mit denen wir unsere Produkte vorstellen und uns mit unseren Partnern und Maklern vernetzen können. Auf der DKM selbst werden wir mit einem virtuellen Stand vertreten sein und freuen uns auf einen guten Austausch und angeregte Diskussionen mit unseren Vertriebspartnern. Automatisierte Prozesse sind ja mittlerweile bei allen Versicherern ein Thema. Dürfen denn Vermittler von einem Direktversicherer besondere digitale Services erwarten? Ja, und wir ergänzen diese um einen persönlichen Vermittlerservice. Unser Ziel ist es, Maklern eine 360-Grad- Auskunftsfähigkeit zu übermitteln und sie mit unseren digitalen Leistungsangeboten über die gesamte Kundenkorrespondenz zu informieren. Dabei ist stets wichtig, die individuellen Bedürfnisse eines einzelnen Vermittlers zu berücksichtigen. Daher planen wir, dass Microservices für Pools- und Allfinanzvertriebe den digitalen Fallabschluss von standardisierten Vorgängen in Echtzeit ermög - lichen. Damit reduzieren wir Aufwände bei Kunden und Vertriebspartnern und bieten maximale Convenience. BavariaDirekt ist eine Tochter der Versicherungskammer. Wie sind Sie dort eingegliedert und warum agieren Sie als eigene Marke? Die BavariaDirekt ist seit 2008 die digitale Marke des Konzerns Versicherungskammer, einem der zehn größten Erstversicherer Deutschlands. Wir verstehen uns nicht als Direkt-, sondern als digitaler Versicherer im Konzern. Mit der Ausrichtung der BavariaDirekt bedienen wir den transparenten Vergleichermarkt sowohl für den Endkunden als auch für den Vermittler und die digitalen Geschäftsmodelle. Wo sehen Sie dann die BavariaDirekt zwischen Direkt - versicherern, Vergleichsportalen, den noch jungen digitalen Versicherern und der Gefahr, dass irgendwann vielleicht doch Google und Amazon ins Versicherungsgeschäft einsteigen? Neue Technologien und neue Wettbewerber verändern die Erwartungen der Kunden. Die Folge: Etablierte Branchen geraten unter Druck. Im Rahmen der digitalen Transformation im gesamten Konzern Versicherungskammer wird aktuell über neue Geschäftsmodelle und eine Erweiterung des bisherigen Geschäftsmodells Dr. Jürgen Pesch „Mit der Ausrichtung der BavariaDirekt bedienen wir den transparenten Vergleichermarkt sowohl für den Endkunden als auch für den Vermittler und die digitalen Geschäftsmodelle.“ nachgedacht. Um das Dilemma das Innovators erfolgreich zu umgehen, werden wir uns weiterentwickeln. Hier ist organisationale Mehrhändigkeit gefragt, aus der sich für die Bavaria Direkt und die gesamte Versicherungskammer verschiedene Aufgabenfelder ergeben: Fortführung des Kerngeschäfts, Digitalisierung entlang der Wertschöpfungskette, Ausrichtung auf Ökosysteme und Entwicklung komplett neuer digitaler Geschäftsmodelle. W Oktober 2020 49

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