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AssCompact 11/2018

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JUNGMAKLER AWARD

JUNGMAKLER AWARD 2018 „Mein Ziel: Weg vom ‚Zufrieden‘ – Hin zum ‚Begeistert‘“ Dirk Becht ist der Gewinner des Jungmakler Awards 2018. Der „Wiederholungstäter“ überzeugte die Jury durch sein klar durchdachtes Unternehmenskonzept. Im Fokus steht bei Dirk Becht vor allem seine klar definierte Zielgruppe, aber auch seine Mitarbeiter sind für ihn der Schlüssel zum Erfolg. Was sind die wichtigsten Stellschrauben, um in der Branche erfolgreich zu sein? Das sagt die Jury: Seinen Zielgruppenfokus haben auch andere Makler Deutschlands, aber er macht es sehr besonders. Mit einem hohen Maß an Kreativität ist er für seine Zielgruppe nicht nur Versicherungsmakler – er ist Problemlöser. Herr Becht, Sie sind erfolgreicher Jungmakler – warum wollten Sie ursprünglich diesen Beruf ergreifen? Aus der Ausschließlichkeit kommend war für mich schnell klar: So kann es nicht weitergehen. Die Geschäftspartner haben ein Recht auf eine unabhängige Beratung und ich als Berater habe nun unendlich viele Möglichkeiten, Mandanten ideal zu beraten. Was sind die schönsten Seiten an Ihrem Beruf? Was gibt es denn Schöneres, als einen skeptischen Kontakt zum Interessenten zu wandeln und ihn anschließend zu einem begeisterten Mandanten zu machen? Das ist für mich nur einer der vielen guten Gründe, warum ich mich immer jeden Tag aufs Neue freue, diesen schönen Beruf ausüben zu dürfen. Inwiefern hebt sich Ihr Geschäftsmodell von dem Ihrer Konkurrenten ab? Derzeit ist uns kein Unternehmen bekannt, das wie wir einen solch spitzen Fokus auf das Schadenmanagement für Hausverwaltungen hat. Unsere Mandaten sind „nur“ Hausver waltungen. Wir nehmen keine anderen Mandate an. Nur Haus verwalter. Punkt. Wie würden Sie Ihre Zielgruppe beschreiben? Unsere Zielgruppe arbeitet oft treuhänderisch als Dienstleister. Das tun wir auch. Und das bedeutet, dass wir grundsätzlich bereits ein sehr ähnliches Verhältnis und Erwartungen haben wie unsere Mandanten. Diese Konstellation lässt die Zusammenarbeit unter einem besonders guten Stern stehen. In einem Wort: Positionierung. Häufig erlebe ich, dass die Positionierung nicht glasklar geklärt ist. Und es ist erwiesen, je klarer die Positionierung, desto schneller kann ein Unternehmen an Fahrt aufnehmen. Was sind Ihre wichtigsten beruflichen Ziele für die nächsten Jahre? Unser Ziel ist es ganz klar, die Kundenzufriedenheit immer weiter zu steigern – weg vom „Zufrieden“ hin zum „Begeistert“. Denn schließlich werden wir als Makler nach Kunden zufriedenheit bezahlt. Weiterhin sind Mitarbeiter das A un d O. Ohne Mit arbeiter kein Unternehmertum, so viel steht fest. Darum liegt mein Fokus in den nächsten Jahren insbesondere auf dem Thema Personal. Digitalisierung ist zwar ein schönes Wort – Automatisierung ist aber ein viel nachhaltigerer Begriff, den es zu untermauern gilt. In vielen Bereichen haben wir in unserem Unternehmen damit bereits begonnen und freuen uns über jede Aufgabe, die wir vollautomatisiert als erledigt abschließen konnten. Sie haben ja 2018 bereits zum dritten Mal beim Jungmakler Award mitgemacht – was war Ihre Motivation, sich erneut zu bewerben? Zum einen war ich neugierig auf die Kollegen und ihre neuen Ideen, zum anderen ist es auch immer der kleine Nervenkitzel einer Wettbewerbs - situation, der mir durchaus Spaß macht und zu Höchstleistungen anspornt. Als Jungmakler-Wiederholungstäter kann ich berichten, dass insbesondere die Beschäftigung mit dem eigenen Unternehmen eine auffallend gute Investi tion darstellt. W 112 November 2018

„Ich bin Problemlöser, Ansprechpartner und Unterstützer“ Der zweitplatzierte Rainer Schamberger verfolgt eine starke Spezialisierung: Er entwickelt Spezialkonzepte für das Handwerk. Der 28-Jährige setzt sich intensiv mit seiner Zielgruppe auseinander und legt besonderen Fokus auf seine persönliche und unternehmerische Entwicklung. Was ist für Sie das Schönste am Maklerberuf? Die Freiheit, ich selbst sein zu dürfen. Ich kann meine Ideen, meine Wertvorstellungen in meinen Arbeitsalltag integrieren und verwirklichen. Im besten Fall bekomme ich für die Art und Weise, wie ich denke und arbeite, ein Feedback wie zum Beispiel „So hat mir das noch keiner erklärt“ oder einfach nur „Wow, danke!“. Die Rückmeldung der Mandanten, dass sie sich gut beraten und betreut fühlen, das ist einfach immer wieder sehr erfüllend. Ich bin Problemlöser, Unterstützer und kompetenter Ansprechpartner für meine Mandanten, und wenn dafür Wertschätzung und Anerkennung zurückkommen, ist das wohl das Größte und Schönste am Beruf des Maklers. Und was empfinden Sie als schwierig? Die größte Herausforderung ist wohl die ständige Veränderung in der Branche und auch die stetig fortschreitende Regulierung. Ich muss immer informiert sein, den Zahn der Zeit erkennen, reagieren und veränderungsbereit sein. Neben der ständigen Weiterbildung muss man als Makler ein Allrounder sein. Überall seine Ohren zu haben und dennoch dabei innovativ zu sein, ja, das ist schon alles in allem eine Herausforderung. Aber eine, die mich fordert und jeden Tag aufs Neue begeistert. Inwiefern hebt sich Ihr Geschäfts modell von dem Ihrer Konkurrenten ab? Ich hebe mich in erster Linie durch mein Produktangebot hervor. Ich bin stark spezialisiert, suche und kreiere Spezialkonzepte für meine sechs Zielgruppen: Schornsteinfeger, Bäcker/Konditoren/Fleischer, Heizung/Sanitär, Elektriker, Bestatter und Zahnärzte/Zahnlabore. Im zweiten Schritt sind mir meine Verbundenheit und mein Wissen über meine Wunschmandanten sehr wichtig: Ich muss wissen, was und wie meine Mandanten ihr Geld verdienen, um sie optimal abzusichern. Welche Tipps geben Sie heute anderen Maklern? Mein Rat wäre der gleiche, hätten Sie mich vor 15 Jahren gefragt. Erstens: Liebe, was du tust. Zweitens: Wisse mehr als die anderen. Drittens: Spezialisiere dich, sei anders, aufregend, herausragend, merkwürdig – auffallend eben. Viertens: Zeige Veränderungsbereitschaft. Fünftens: Sei fleißig. Welchen politischen Impuls wünschen Sie sich? Ich erwarte eigentlich keine politische Unterstützung für mein Unternehmen, ich erwarte einfach nur, dass die Politik für ein echtes Bild unserer Branche in der Bevölkerung sorgt. Der Ruf unserer Branche ist völlig verzerrt und bei Weitem schlechter als die Praxis. Persönlich bin ich stolz auf den Ehrgeiz und den persönlichen Anspruch an Qualität und Sachkunde, den viele Kollegen an sich selbst stellen. Wenn durch mehr Aufklärung vonseiten der Politik die breite Masse das erkennen würde, würde das letzten Endes auch meinem Unternehmen helfen. Das sagt die Jury: Ihm liegen die Bedürfnisse, die Besonderheiten, die ganz spezifischen Fragestellungen des Handwerks am Herzen. Im persönlichen Austausch merken seine Gesprächspartner sofort: Er weiß, wovon er spricht. Er sieht die Welt mit den Augen seiner Kunden und ist deren Interessenvertreter im besten Maklersinne. Was hat Ihnen die Teilnahme am Award konkret gebracht? Kontakte, Kontakte und Kontakte! Also, mein Netzwerk ist wirklich rasant gewachsen und es haben sich viele neue Möglichkeiten dadurch ergeben. Ich bin wirklich dankbar für diese Bühne und die Menschen, die ich dadurch kennenlernen durfte. Es hat mir nebenbei eine gehörige Portion Selbstbewusstsein und einen guten Überblick darüber gegeben, wo ich im Markt stehe. Jeder Prozess meines jungen Unternehmens hat nun eine Zielrichtung bekommen. Ich denke, das hat meinen Weg zu meinem zukünftigen Erfolg erheblich verkürzt. W November 2018 113

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