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AssCompact 11/2018

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EDITORIAL Big Data is big. Bigger. Huge. Sehr geehrte Leserinnen und Leser, innerhalb der Wertschöpfungskette der Versicherungswirtschaft ist es der Vermittler, der am nächsten dran ist am Kunden. Im Beratungsgespräch wird häufig über Dinge geredet, die nicht einmal besten Freunden anvertraut werden. Vermittler wissen viel über die Lebens- und Familienplanung, über Fitness sowie Hobbys und natürlich über Finanzangelegenheiten. Ähnliches gibt es auch bei Firmenkunden. Auch deshalb ist der Vermittler für die Produktgeber in der Finanz- und Versicherungsbranche so wichtig. Er hat an dieser Stelle einen großen Wissensvorsprung, den er allerdings gerade dabei ist zu verlieren. Das Wissen des Vermittlers basiert auf Daten. Er sammelt sie ein und hat das schon lange vor den amerikanischen Internetriesen getan. Der kleine Vermittlerkosmos ist jedoch nichts gegen das Data Mining von Google, Amazon, Facebook oder Apple. Dort wachsen die Datenberge in unglaublicher Geschwindigkeit. Der größte Unterschied liegt aber darin, dass die Tech-Giganten wissen, was mit den Daten anzufangen ist. Sie schaffen es, diese zu strukturieren, zu analysieren, Zusammenhänge herzustellen und damit neue Business- Modelle oder neue Ertragsquellen zu kreieren. Big Data nennt sich das. Und für die Versicherungsunternehmen ist das ein großes Thema. Sie verfügen über einen großen Datenschatz – meist eingesammelt vom Vermittler, wollen diesen nun heben, in Form bringen und vielleicht noch mit externen Daten anreichern, um zumindest noch ein kleines Stück vom Datenkuchen abzubekommen. Dass Versicherer dies besser können als Vermittler, dürfte klar sein. Wer die Daten hat, lernt seinen Kunden besser kennen, kann Produkte und Dienstleistungen besser zuschneiden und natürlich auch die Kundenansprache – am besten auf dem Smartphone – optimieren. Das Beispiel „Kunde befindet sich bei Schneefall laut Ortungsdiensten auf 2.500 Meter in einem Skigebiet mit schwarzer Piste – das Smartphone reagiert und bietet einen Risikoschutz an“ macht in dem Zusammenhang wohl am meisten die Runde. Aber auch Telematik, elektronische Gesundheitsakten und andere sogenannte Ökosysteme sind Teil von Big Data. Die Ausmaße sind immens. So weit die Vision. Die heutige Realität in der Versicherungswelt ist aber noch geprägt von unstrukturierten Daten, konkurrierenden IT-Systemen, Abschottung, Regulierung, Datenschutz und anderen Hindernissen. Aber Big Data gehört zu den Prioritäten in den Gesellschaften – auch als Basis für den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI). Das heißt für den Vermittler: Er wird weiter als Datensammler und Wissensbringer benötigt, aber sein Alleinstellungsmerkmal an dieser Stelle wird zumindest langfristig gesehen deutlich kleiner werden. Ihre Brigitte Horn Chefredakteurin horn@asscompact.de November 2018 3