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AssCompact 11/2018

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Jeder Euro wird

Jeder Euro wird zusätzlich prozentual gefördert. 4. Wegfall des Zulagenantrags. Die Meldung eines Vertrags seitens des Anbieters genügt als Anspruchsgrundlage. Mit einem so simplen System müsste der Anbieter der Zulagenstelle nur noch die Steuernummer des Kunden und den Jahresbeitrag liefern. Die Zulagenstelle könnte fallabschließend das Einkommen und die Anzahl der Kinder und das Erreichen des Mindestbeitrags prüfen. Danach wird endgültig ausgezahlt. Der Kunde müsste nur einmalig seine Steuer-ID beim Anbieter hinterlegen. Die Kinderförderung könnte bei Paaren standardmäßig hälftig auf beide Verträge verteilt werden, um die letzte Fehlerquelle auch noch zu eliminieren. Glauben Sie noch an eine Lösung vonseiten der Politik? Ja, daran glaube ich. Es ist ja kein Zufall, dass man trotz aller Schwierigkeiten das Thema Riester in den Koalitionsvertrag aufgenommen hat. Mit der Alterung der Babyboomer kommt ein Problem immer näher, dessen Nicht-Lösung ein politisches Risiko ist. Deswegen wird die Politik hier handeln. Da bin ich ganz sicher. Die Frage ist, wie schnell das geht. Noch einmal zurück zu Produkten mit geringeren oder gar keinen Garantien. In der bAV gibt es dies im Sozialpartnermodell schon. Bei Riester wird es gefordert. Werden die Deutschen da überhaupt mitmachen? Ich denke, wenn man dieses Modell gut erklärt und der Arbeitgeber sich finanziell beteiligt, werden sich auch die angeblich risikoscheuen Deutschen beteiligen. Hat irgendwer seine vermögenswirksamen Leistungen nicht „Natürlich lieben Menschen Garantien, wenn sie verfügbar und ‚gratis‘ sind. Wenn sie fehlen oder sehr teuer sind, dann geht es aber in aller Regel auch ohne. Ein Gefühl der Sicherheit ist aber wichtig.“ abgerufen beim Arbeitgeber, weil er gezwungen wurde, das Geld in Fonds zu investieren, die mindestens 60% Aktienquote haben? Die Antwort ist nein. Und das sind dieselben Deutschen, die jetzt angeblich ohne Garantie nicht in Aktien investieren. sind, ist es für den nächsten ein Aktienportfolio oder ein Investmentfonds. Ich selbst gehe für mich davon aus, dass Sachwerte gerade vor dem Hintergrund der unsicheren Zukunft solider sind als Staatsschulden, die irgendwann mal jemand zurückzahlen muss. Im Zweifel unsere Kinder oder wir selbst. Ein Mehrwert ist dadurch noch nicht gewonnen. Wenn ich in die Wertschöpfung vieler Industrien investiere, streue ich nicht nur mein Risiko, sondern ich partizipiere an der kreativen Energie aller arbeitenden Menschen weltweit. Staaten kommen und gehen, eine Wirtschaft wird es geben, solange es Menschen gibt, und daran würde ich immer teilhaben wollen. Inwieweit finden sich denn diese Entwicklungen und Anforderungen konkret im Angebot der DWS wieder? Wenn irgendwer dafür steht, Menschen den Weg in die Kapitalmärkte zu ebnen mit aktiv gemanagten oder passiven Fondsprodukten, dann ist es die DWS. Nicht umsonst stecken wir so viel Zeit und Energie in Erklärvideos, Geschichten, Aufklärung, denken Sie nur an die böse Null. Wir wollen, dass sich jeder an Kapitalmärkten engagieren kann – und ohne Zwangsgarantie gerne auch wieder in Riester-Produkten. W Ich denke, wir haben die Bevölkerung dahin erzogen in den Zeiten, als die Garantie kaum Renditenachteile nach sich gezogen hat. Wer würde schon auf die Frage „Wollen Sie eine Garantie?“ mit „Nein“ antworten. Natürlich lieben Menschen Garantien, wenn sie verfügbar und „gratis“ sind. Wenn sie fehlen oder sehr teuer sind, dann geht es aber in aller Regel auch ohne. Ein Gefühl der Sicherheit ist aber wichtig. Das kann durch eine Garantie erzeugt werden, aber auch durch andere Methoden der Absicherung. Was sind Ihrer Meinung nach dann aktuell kluge Anlagevehikel für die Altersvorsorge? Das ist eine Frage, die individuelle Antworten erfordert. Während es für den einen primär die eigenen vier Wände 50 November 2018