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AssCompact 11/2018

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INVESTMENT | News

INVESTMENT | News Döner-Darlehen droht vollumfänglicher Ausfall (ac) Die Finanzaufsicht BaFin hat eine Pflichtmeldung nach § 11a Abs.1 VermAnlG veröffentlicht, dass die Noon Finance GmbH, zuvor auch bekannt unter VertsKebap Finance GmbH, Insolvenz beantragt hat. Der Antrag wurde laut der Behörde bereits am 10.08.2018 gestellt. Die Gesellschaft wollte Döner- Restaurants in den USA eröffnen. Von der Insolvenz sind auch Anleger betroffen, denn die Gesellschaft hat zur Finanzierung ihres Geschäftszieles zwei Nachrangdarlehen herausgegeben, die von 2015 bis Ende 2017 bei deutschen Anlegern platziert wurden. 8 bis 10% Zinsen Das erste Darlehen wurde am 11.11.2015 prospektiert und prognostizierte Anlegern eine Verzinsung von 8% bei einer Laufzeit von drei Jahren. Das zeitgleich aufgelegte zweite Nachrangdarlehen lockte sogar mit jährlichen Zinsen von 10% bei einer Laufzeit von fünf Jahren. Bei beiden hatte die BaFin die dazugehörigen Prospekte geprüft und gebilligt. Pleite der US-Schwester Hintergrund ist die Insolvenz der Schwestergesellschaft Noon Mediterranean. Die US-Gesellschaft hat laut BaFin weder ausreichende Umsätze erwirtschaftet noch neues Eigen- bzw. Fremdkapital aufgenommen, um die Kosten des operativen Geschäfts zu decken. Aufgrund ihrer Insolvenz erhält die Noon Finance GmbH keine Zahlungen mehr von der US- Schwester. Dadurch können auch die Rückzahlungen auf die von Noon Finance gewährten Nachrangdarlehen nicht mehr geleistet werden. Vollumfänglicher Ausfall Erschwerend kommt hinzu, dass es keine Insolvenzmasse gibt. Daher fallen laut der BaFin sämtliche Darlehen der Noon Finance GmbH vollumfänglich aus. Bereits Anfang Dezember 2017 hatte Noon Finance die Zinszahlungen und Rückzahlungen gegenüber den Darlehensgebern der Nachrangdarlehen bis auf Weiteres ausgesetzt. Zugleich wurde das öffentliche Angebot vorzeitig am 05.12.2017 beendet. Dönerläden in den USA sollten Anlegern bis zu 10% Rendite erwirtschaften. Nun droht ihnen stattdessen ein vollumfänglicher Ausfall. © karepa – Fotolia.com BlackRock startet Diversitätsund Inklusions-ETF (ac) BlackRock hat in Zusammenarbeit mit Thomson Reuters einen neuen börsengehandelten Indexfonds aufgelegt. Der neue ETF bietet Anlegern Zugang zu Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern, die Diversität und Inklusion fördern. Die Förderung dieser Prinzipien kommt laut BlackRock der langfristigen Entwicklung von Unternehmen zugute. 100 Firmen im Portfolio Der iShares Thomson Reuters Inclusion & Diversity UCITS ETF bildet den Thomson Reuters Global Large/Mid Diversity and Inclusion ex. Controversial Weapons Equal Weight Total Return Index ab, der sich auf den Thomson Reuters Diversity & Inclusion Index bezieht. Der Index beruht auf einem sehr transparenten, objektiven Ranking von über 2.000 öffentlich gelisteten Unternehmen. Aus diesem Ranking umfasst er die 100 Firmen, welche sich als beste Arbeitgeber in Bezug auf Diversität und Inklusion erweisen. 24 Kennzahlen berücksichtigt Basis der Auswahl sind 24 Kennzahlen aus den vier Dimensionen Diversität, Inklusion, Mitarbeiterförderung sowie Nachrichten und Kontroversen. Im Gegensatz zu anderen entsprechenden Indizes, die sich bislang tendenziell auf einige wenige Aspekte wie Geschlechtervielfalt bezogen haben, berücksichtigt der neue ETF ein breiteres Spektrum an Dimensionen von Diversität. 62 November 2018

Credit Suisse AM legt weiteren Multi-Faktor-Indexfonds auf (ac) Credit Suisse Asset Management hat den CSIF (Lux) Equity EURO STOXX Multi Premia aufgelegt, einen UCITS-konformen Indexfonds im Multi- Faktor-Segment. Index Solutions, ein spezialisierter Bereich des Credit Suisse Asset Management, repliziert den EURO STOXX Multi Premia Index, der sieben verschiedene Renditequellen miteinander kombiniert. Die Methodologie wurde von Finreon, einem Spin-off der Universität St. Gallen, Schweiz (HSG), entwickelt. Etwa 300 Einzeltitel Der Index kombiniert sieben EURO STOXX Single Premia Indizes, die jeweils die 100 besten Titel gemäß ihren jeweils angestrebten Eigenschaften beinhalten. Somit umfasst das Portfolio des neuen Indexfonds etwa 300 Titel. Die dabei kombinierten Faktoren lassen sich drei Gruppen zuordnen: prozyklisch (Momentum, Residual Momentum), antizyklisch (Value, Size, Reversal) und defensiv (Low Risk, Quality). Die unterschiedlichen Renditen der einzelnen Faktoren können laut der Credit Suisse in verschiedenen Marktphasen hohes Diversifikationspotenzial und damit Chancen für eine Überrendite mit sich bringen. Aktive und passive Elemente Die transparente Konstruktion und die finanzwissenschaftliche Basis des EURO STOXX Multi Premia Index bedeuten Credit Suisse zufolge, dass der darauf basierende Indexfonds die Vorteile des passiven und des aktiven Anlegens vereint. Laut Dr. Ralf Seiz, CEO und Gründer von Finreon, eignet sich die Strategie als Ersatz für eine Kernanlage in europäische Aktien. Anzeige Ich wünsche mir ein Konto mit Weitblick. Flexibel bleiben, überlegt anlegen, Vermögen übertragen, Steuervorteile nutzen – und all das mit nur einem Finanzprodukt. Glauben Sie nicht? Mehr auf: standardlife.de/WeitBlick