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AssCompact 11/2018

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FINANZEN | News

FINANZEN | News Finanzierung von Familienunternehmen steht grundlegender Wandel bevor (ac) Deutsche Familienunternehmen haben weniger Schulden, sind risikoscheuer und planen langfristiger als nicht familiengeführte Betriebe. Das bestätigt eine Auswertung von Euler Hermes und Roland Berger zu den Finanzierungsstrukturen von Familienunternehmen. Gleichzeitig weisen sie aber in einigen Bereichen schlechtere Finanzkennzahlen auf. So managen Familienbetriebe ihre Finanzen in manchen Bereichen weniger effizient. Sie zahlen im Schnitt höhere Zinsen für ihre Kredite und haben deutlich längere Kapitalbindungen. Das wirkt sich trotz der geringeren Verschuldung und besseren Eigenkapitalquote negativ beim Liquiditätsmanagement aus. Unabhängigkeit zunehmend in Gefahr Die geringere Verschuldung und höhere Eigenkapitalquote machen Familienunternehmen von externen Geldgebern unabhängiger als andere Firmen. Doch das wird sich laut den Studienautoren in Zukunft ändern. Die meisten Familien - unternehmen benötigen laut Euler Hermes in den nächsten Jahren hohe Investitionen in Innovationen und Digitalisierung. Mit diesen geplanten Investitionen stoßen sie an ihre Grenzen. Dadurch steige ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit Kapitalgebern. Banken und Investoren mit maßgeschneiderten und wachstumsorientierten Finanzierungslösungen bieten sich dadurch Roland Berger zufolge gute Einstiegschancen in dieses attraktiven Marktsegment. Nachfolge wird zu großer Herausforderung Eine weitere große Herausforderung für viele Familienunternehmen ist das Thema Nachfolge. Allein bis zum Jahr 2022 stehen 150.000 Eigentumsübertragungen von deutschen Firmen an. Sie erfordern nicht nur ein tiefes Verständnis der Besonderheiten von Familienunternehmen, sondern sind häufig auch mit einer Veränderung der Kapitalstruktur verbunden. Nach der Eigentumsübertragung werden zudem meist teure organisatorische und strategische Veränderungen vorgenommen, die zu erhöhtem Finanzierungsbedarf führen. Familiengeführte Unternehmen in Deutschland dürften schon bald einen deutlich erhöhten Finanzbedarf haben. © hin255 – Fotolia.com Immobilien-Verrentung gewinnt in Deutschland an Bedeutung (ac) Die Immobilien-Leibrente setzt sich auch aus Maklersicht in Deutschland allmählich durch. 40% der Vermittler schätzen das Potenzial hoch oder sehr hoch ein, nur 23% sehen wenig Chancen für die Verrentung von Wohnungen und Häusern. Das zeigt eine Umfrage des Immobilienverbands Deutschland und der Deutsche Leibrenten Grundbesitz AG. Für sechs von zehn Maklern attraktiv Für rund sechs von zehn Maklern ist die Immobilien-Verrentung grundsätzlich ein attraktives Geschäftsmodell. Allerdings fehlt es vielen noch an Erfahrung: Nur jeder vierte Makler hat schon mal eine Immobilien-Leibrente vermittelt. Als zentralen Grund dafür nennen die Vermittler eine bisher mangelnde Nachfrage aufseiten der Käufer. 40% verfügen zudem nach eigenen Angaben nicht über ausreichend Wissen zum Thema Verrentung. Zufriedenheit überwiegt Darüber hinaus zeigt die Studie, dass Makler, die bereits eine Leibrente vermittelt haben, mit diesem Geschäftsfeld zufrieden sind. Ausgedrückt in Schulnoten vergeben sie dafür im Schnitt eine 2,3. Fast sieben von zehn Befragten würden den Einstieg in die Verrentung auch anderen Vermittlern empfehlen. Das wichtigste Motiv der Ruheständler für den Abschluss einer Immobilien- Leibrente ist eindeutig: 86% nennen den Wunsch nach einer Aufstockung der monatlichen Einnahmen. Insgesamt ist heute gut jeder fünfte Eigentümer im Rentenalter aufgeschlossen gegenüber der Leibrente auf Immobilien. 74 November 2018

UBS warnt vor Immobilienblase in deutschen Metropolen (ac) Die Schweizer Großbank UBS hat 20 Immobilienmärkte auf die Gefahr einer lokalen Blasenbildung hin analysiert. Nirgendwo in der EU ist demnach das Risiko einer Immobilienblase so groß wie in München. Zu diesem Ergebnis kommt die UBS in einer aktuellen Analyse. In Bayerns Landeshauptstadt kostet eine 60 m 2 große Wohnung mittlerweile im Schnitt acht Jahresgehälter eines Facharbeiters. Vor zehn Jahren waren es der UBS zufolge nur vier Jahresgehälter. Zudem legten die Preise und Mieten in München allein 2017 um 9% zu. Insgesamt habe sich die Erschwinglichkeit von Wohnraum damit klar verschlechtert. Fünf Kriterien Die UBS misst das Risiko einer Preisblase an fünf Kriterien: Preis-Einkommens-Verhältnis, Preis- Miet-Verhältnis, Veränderungen im Verhältnis von Hypotheken zum Bruttoinlandsprodukt (BIP), Veränderungen in der Bautätigkeit gemessen am BIP und Stadt-Land-Preisindikator. München belegt unter den 20 analysierten Metropolen sogar den 2. Platz. Das Blasenrisiko ist dem Global Real Estate Bubble Index weltweit nur in Hongkong noch größer. Dort kostet eine Wohnung einen Facharbeiter 15 komplette Jahresgehälter. Auch in Toronto, Vancouver, Amsterdam und London sieht die UBS die Situation als gefährlich an. Ungleichgewichte in Frankfurt In Frankfurt, der zweiten von der UBS analysierten Stadt in Deutschland, sehen die Experten der Schweizer Großbank hingegen zwar zunehmende Ungleichgewichte, aber keine akute Blasengefahr – auch wenn die Preise auf Jahressicht um 15% zugelegt haben und damit mehr als in jeder anderen untersuchten Stadt. In der Mainmetropole kostet eine Eigentumswohnung mittlerweile im Schnitt 5.300 Euro pro m 2 . Das sind noch immer knapp 2000 Euro weniger als in München. Anzeige Meisterhafter BU-Schutz In allen Disziplinen eine erstklassige Absicherung für Ihre Kunden. www.vermittler-sind-uns-wichtig.de/bu-auszeichnungen