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AssCompact 11/2019

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MANAGEMENT & VERTRIEB |

MANAGEMENT & VERTRIEB | News Der nächste große Trend: Financial Home World InsurTech Report: Viele Versicherer machen um InsurTechs (noch) einen Bogen (ac) Um die steigenden Erwartungen der Kunden erfüllen zu können, sollten Versicherer stärker die Nähe zu InsurTechs suchen. Denn die Kunden setzen immer mehr auf personalisierte, flexible Angebote und verknüpfte Services, so der World InsurTech Report (WITR) von Capgemini und Efma. Wie die Studienautoren unterstreichen, müssen die Versicherer über ihre traditionelle Rolle als Kostenträger ihrer Kunden hinauswachsen. InsurTechs haben den Versicherern einiges voraus, wenn es darum geht, auf Datenbasis mit den neuesten Technologien das Kundenerlebnis zu steigern. Versicherer noch nicht bereit für Kooperationen Der World InsurTech Report zeichnet das Bild eines neuen „Versicherungs-Ökosystems“ mit einem offenen Marktplatz, das auf der Entwicklung kundenorientierter Innovationen, einer strategischen Auswahl von InsurTechs sowie einem gemeinsamen Angebot und Marktauftritt basiert. Doch Versicherer sind noch zurückhaltend. Zwar sagen 68% der Gesellschaften, Partnerschaften seien entscheidend für die Zukunft, doch kooperiert lediglich jeder dritte Versicherer mit einem Ökosystem-Partner, um den Kunden Services mit Mehrwert zu bieten. Weniger als 40% der etablierten Gesellschaften möchten eine technologische Infrastruktur errichten, die sich für eine offene Zusammenarbeit mit Insur- Techs eignet. Dagegen wollen 60% der InsurTechs mit Versicherern kooperieren, um eine solche Grundlage zu schaffen. „Inventive Insurers“ gehört die Zukunft Laut Studie hängt der künftige Erfolg eines Versicherers erheblich davon ab, ob er sich zu einem „Inventive Insurer“ entwickeln kann. Hierfür ist eine ausgeprägtere digitale Reife, mehr Agilität sowie die Teilnahme an Ökosystemen nötig. Über offene Plattformen könnten Versicherer erfolgreich mit InsurTechs zusammenarbeiten und digitale, am Nutzer - erlebnis orientierte Angebote entwickeln. (ac) Bereits jeder dritter Verbraucher in Europa interessiert sich für sogenannte Financial Homes, also digitale Plattformen, die zentral alle Finanz- und Versicherungsangebote bündeln. Diese neuen Angebote stellen zugleich eine Gefahr für traditionelle Versicherer dar, wie aus einer neuen Untersuchung der Strategieberatung Oliver Wyman hervorgeht. Denn als bevorzugten Anbieter eines Financial Homes betrachten die Verbraucher eher Banken (62%) oder Finanzberatungs-Apps (17%). Versicherungen folgen mit 14% erst auf dem 3. Platz. Großes Potenzial eröffnen die Financial Homes aufgrund des Zugangs zu den Bankkonten der Kunden und den damit einhergehenden Analysemöglichkeiten. Auf der Grundlage solcher Auswertungen können Plattformen den Kunden konkrete Empfehlungen geben, sich Finanzen und Versicherungen optimieren lassen. Konkurrenz von allen Seiten Im Bereich Financial Homes stehen Versicherer nicht nur im Wettbewerb mit klassisschen Banken. Konkurrenz droht auch vonseiten digitaler Player von Big Techs wie Amazon, Google & Co. über FinTechs bis hin zu Vergleichsportalen. Vor diesem Hintergrund stellt sich Frage, ob sie eine Chance haben, sich als zentraler Anlaufpunkt in allen Finanzfragen zu etablieren, oder ob sie in die Rolle des reinen Produktlieferanten in Financial Homes anderer Anbieter gedrängt werden. Viele Versicherer sind zurückhaltend gegenüber einer Kooperation mit InsurTechs. © Alexander – stock.adobe.com Versicherungen können aber auf das Vertrauen ihrer Kunden bauen. Denn das ist eines der Hauptmotive, die Verbraucher auf die Frage hin angeben, warum sie einen Versicherer als bevorzugten Anbieter für ein Financial Home sehen. So nennen 39% der Befragten „Sicherheit“ als Grund, 26% „natural fit to provide“, 25% „Technologie“ und 19% „Vertrauen in die Marke und den guten Ruf“. Die Experten von Oliver Wyman sehen gerade für größere Versicherer durchaus Potenzial, einen Premium-Marktplatz mit weiteren Partnern aufzubauen. 90 November 2019

Weiterbildungsinitiative „gut beraten“ setzt Wachstumskurs fort und wird jünger Veränderungen beim Institut für Vorsorge und Finanzplanung (ac) Frank Nobis, der langjährige Gesellschafter und Geschäftsführer der Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH (IVFP) und Gründungsgesellschafter der IT-Tochter Software für Vorsorge und Finanzplanung GmbH & Co. KG, verlässt die Geschäftsführung zum Jahresende 2019. Wie das Unternehmen bekannt gab, übernimmt die ROKOCO GmbH mit Sitz in Grünwald die Anteile von Nobis. Damit ist das inhabergeführte mittelständische Unternehmen, für das Aktuare, Informatiker und Ökonomen tätig sind, neben den beiden Gründungsgesellschaftern Prof. Dr. Thomas Dommermuth und Prof. Michael Hauer neue Gesellschafterin beim IVFP. Empfehlung als wichtiger Anlass zum Abschluss einer Police (ac) Neben dem konkreten Bedarf und dem vorhandenen Wunsch nach Versicherungsschutz stellen Empfehlungen einen der vorrangigen Beweggründe dar, eine Police abzuschließen. Dies geht aus der Studie „Kundenpfade Versicherungen 2019“ von research tools hervor. So sind Empfehlungen für über ein Drittel der Versicherungsabschlüsse verantwortlich. Dabei macht es kaum einen Unterschied, ob es sich um eine mündlich ausgesprochene Empfehlung oder einen Ratschlag durch ein Online-Vergleichsportal handelt. Der Analyse von research tools zufolge sind beide Empfehlungsgeber ähnlich bedeutsam. Laut Studie reagieren übrigens Männer stärker auf Vergleichsportale oder wahrgenommene Werbung als Frauen. Je jünger die Altersgruppe ist, desto stärker fällt die Reaktion auf die Werbung aus. (ac) Auch im dritten Quartal 2019 setzt die Brancheninitiative „gut beraten“ ihren Wachstumskurs fort. Mit 3.591 neu hinzugekommen Bildungskonten umfasst die „gut beraten“-Weiterbildungsdatenbank mittlerweile 177.251 Bildungskonten. Dies entspricht einem Anstieg von 2,1% gegenüber dem zweiten Quartal 2019. Zum Stichtag 30.09.2019 wurden 147.486 „gut beraten“-Bildungskonten und damit 83% aller registrierten Konten für den Weiterbildungsnachweis nach IDD aktiv genutzt. Diesen Nachweis haben bis Ende September 2019 bereits 56.270 „gut beraten“-Teilnehmer erhalten. „gut beraten“-Teilnehmer werden jünger Wie die Brancheninitiative weiter mitteilt, sei erstmals eine spürbare Bewegung in der Altersstruktur erkennbar. So werden die „gut beraten“-Teilnehmer im Schnitt jünger. Die Altersgruppe der unter 40-jährigen Teilnehmer ist um 2,2 Prozentpunkte auf 62.415 Teilnehmer angewachsen. Der Anteil dieser Gruppe beläuft sich damit auf 35,2%. Der deutlichste Anstieg in den Monaten Juli bis September 2019 zeigt sich bei der Altersgruppe der unter 20-Jährigen mit einem Plus von 201% sowie bei den 21- bis 30-Jährigen mit plus 15% im Vergleich zum vorherigen Quartal. Was die Verteilung der Geschlechter betrifft, machen die Frauen zum Stichtag 30.09.2019 insgesamt 28% aus. Seit dem Start von „gut beraten“ ist der Frauenanteil um sieben Prozentpunkte gestiegen. Trend zum E-Learning verstärkt sich Zwar bevorzugen die „gut beraten“-Teilnehmer nach wie vor Präsenzveranstaltungen, doch sinkt der Anteil dieser Lernform erstmals unter 50%. Zum Start von „gut beraten“ waren es noch 66%. Das selbst gesteuerte E-Learning als zweithäufigste Lernform macht inzwischen 37% der Qualifizierungsmaßnahmen aus. Insgesamt beläuft sich der Anteil aller E-Learning-Varianten Ende September auf 46%. Das selbst gesteuerte E-Learning ist inzwischen die zweithäufigste Lernform. © Tiko – stock.adobe.com November 2019 91

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