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AssCompact 12/2019

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KRANKENVERSICHERUNG ©

KRANKENVERSICHERUNG © Blue Planet Studio – stock.adobe.com (K)eine zweite Meinung Den zustimmenden Spruch „Darüber gibt es keine zwei Meinungen“ kennt jeder. Es ist ein rhetorisches Stilmittel und trifft in den seltensten Fällen tatsächlich zu. Mit Blick auf die Gesundheit kann eine zweite Meinung sogar ganz entscheidend sein. Die IKK classic unterstützt ihre Kunden dabei. Deutschland gehört neben den USA, Finnland und Österreich schon länger zu den Spitzenreitern, wenn es um Operationen geht. Doch jeder operative Eingriff – auch ein kleiner – ist mit Risiken verbunden. Dennoch wird in Deutschland immer häufiger operiert. Auch dann, wenn eine Operation gar nicht nötig ist. Häufigste Folgen: Übelkeit und Erbrechen, Schmerzen, Blutungen und Blutergüsse sowie Wundinfektionen, Wundheilungsstörungen oder Narbenbildungen. Hinzu kommt vielfach, dass die Operation die Grundbeschwerden gar nicht lindert. Einen Trend hin zu chirurgischen Eingriffen dokumentiert unter anderem das Statistische Bundesamt. Demnach ist die Zahl der Implantationen künstlicher Hüftgelenke in deutschen Kliniken von 2005 bis 2017 um 22% gestiegen. Die Zahl der Implantationen künstlicher Kniegelenke ist im gleichen Zeitraum sogar um 48% angewachsen. Vor allem in Bayern, Hessen, Thüringen und Niedersachsen verzichten die Menschen gerne auf eine konservative Behandlung und legen sich stattdessen schnell unters Messer. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann Stiftung in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie (DGOOC). Die Autoren sprechen von einem „Operations-Gürtel“, der sich über diese Bundesländer erstrecke. Die Bandbreite der Eingriffe reiche von Arthroskopien über Gelenkprothesen bis zu Revisions - operationen am künstlichen Ersatz. Die Frage liegt auf der Hand: Sind all diese Eingriffe wirklich notwendig? Die Antwort: Nein. Denn viele chirurgische Eingriffe sind aus medizinischer Sicht unnötig. Aber der Reihe nach. 80% der Patienten haben Angst, dass eine Operation nicht gelingt Tatsächlich widerspricht die steigende Zahl der Operationen eigentlich den Grundbedürfnissen der Patienten. Laut einer Forsa-Umfrage fürchtet sich fast jede dritte Frau (32%) und jeder vierte Mann (25%) vor einer stationären Behandlung im Krankenhaus. Hinzu kommt die Angst, dass eine Operation nicht gelingt und in der Folge wiederholt operiert werden muss. Diese Angst treibt sogar 80% der Patienten um. Befürchtungen, die nicht ganz unberechtigt sind. 3.500 Behandlungsfehler pro Jahr Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) dokumentierte allein im Jahr 2018 fast 3.500 Behandlungsfehler, viele infolge von Eingriffen an Knien und Hüftgelenken sowie wegen Brüchen von Unterschenkel und Sprunggelenk. Bemerkenswert: Zunehmend erhalten auch unter 60-Jährige Knieprothesen. Je jünger die Patienten allerdings sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass 44 Dezember 2019

die Prothese später ausgewechselt werden muss – und sie sich damit erneut einer OP unterziehen müssen. Unnötige Risiken vermeiden Verschiedene Studien kommen zu dem Ergebnis, dass zum einen sogenannte „sozioökonomische Faktoren“ Einfluss auf die Häufigkeit von Operationen haben, ebenso wie persönliche. Darunter die Versorgungsdichte (also die Anzahl der Krankenhäuser in der Region), ärztliche Empfehlungen, die steigende Nachfrage nach operativen Eingriffen und die Erwartungen, die mit einer OP einhergehen. Viele Patienten hoffen etwa, dass ein operiertes Knie oder ein operierter Rücken schneller wieder genesen. Hinzu kommen aufseiten der Ärzte mangelnde Kenntnisse über neue Behandlungsansätze sowie mangelnde Erfahrung aufgrund zu weniger Operationen zu einer bestimmten Diagnose. Zum anderen, sagen Kritiker, liege die steigende Zahl der Operationen – auch jener, die medizinisch nicht notwendig sind – an falschen finanziellen Anreizen. Eine Operation infolge einer Verletzung etwa ist deutlich teurer als eine konservative Behandlung. Ein Eingriff an der Wirbelsäule zum Beispiel kostet etwa 10.000 Euro, ein Gelenkersatz am Knie bereits um die 12.000 Euro. Eine Operation kostet damit in etwa so viel wie 30 Behandlungsjahre ohne Operation. Der Grund ist, dass das Gesundheitssystem OP-Leistungen deutlich stärker bewertet als Behandlungsmethoden ohne Skalpell. Um dem Trend hin zu unnötigen Operationen etwas entgegenzusetzen, trommeln die gesetzlichen Krankenkassen daher verstärkt für die sogenannte Zweitmeinung eines weiteren Arztes oder Facharztes. Denn klar ist: Obwohl in Deutschland immer häufiger operiert wird, ist die Lebenserwartung nicht höher als in vergleichbaren Ländern. Studien zu Zweitmeinungsverfahren haben stattdessen gezeigt, dass zum Beispiel rund 85% der Operationen am Rücken aus medizinischer Sicht nicht alternativlos waren. Die Beschwerden hätten auch ohne Operation abgenommen. In der Folge heißt dies: 85% der Patienten, die am Rücken operiert wurden, gingen unnötige Risiken ein – und haben ihrer Gesundheit eventuell mehr geschadet als genutzt. IKK classic unterstützt Versicherte beim Einholen einer Zweitmeinung Patienten sollten öfter eine zweite Meinung einholen. Doch viele Versicherte sind verunsichert – und wissen nicht, dass sie dabei von der IKK classic unterstützt werden. Die Meinung eines zweiten Arztes oder Facharztes kann unnötige Operationen und damit Risiken vermeiden. Wie eine repräsentative Umfrage der IKK classic unter 1.227 Teilnehmern zeigt, sind viele Versicherte beim Thema Zweitmeinung unsicher oder zu wenig informiert: Über die Hälfte aller Befragten (55%) gab etwa an, dass sie noch nie eine Zweitmeinung eingeholt haben. Hinzu kommt: Nur 44,6% der Teilnehmer wussten, dass die IKK classic beim Einholen einer Zweitmeinung unterstützt. In Zusammenarbeit mit den Zweitmeinungsspezialisten der Medexo GmbH können sie ihre geplante Behandlung von anerkannten und unabhängigen Experten beurteilen lassen. Versicherte erhalten innerhalb von zehn Werktagen ein verständliches Gutachten von ausgewiesenen Fachspezialisten, das sie darüber informiert, ob alternative oder ergänzende Methoden sinnvoll sind oder die geplante Behandlung oder Operation medizinisch befürwortet wird. Die Quintessenz für Vermittler Ein Vermittler kann seine Beziehung zum Kunden gerade in gesundheitlichen Fragen stärken. Die Auswahl einer Krankenkasse wie die IKK classic, die eine Zweitmeinung einräumt (www.ikk-classic.de/zweitmeinung) und bei der Einholung derselbigen unterstützt, ist dabei ein großer Pluspunkt. Denn gerade bei der Wahl einer Krankenversicherung kommt es auf das Preis-Leistungs-Verhältnis an. Und da hat die IKK classic erst im August 2019 von der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) das Siegel „1. Platz Preis-Leistungs- Verhältnis“ verliehen bekommen. W Von Siegfried Isenberg, Leiter Bereich Vertriebspartner bei der IKK classic Dezember 2019 45

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