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AssCompact Sonderedition betriebliche Versorgung 2020

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KONZEPTE & LÖSUNGEN © artjazz – stock.adobe.com Voll im Trend: Zeitwertkonten für KMU Auf der Suche nach modernen Benefitlösungen, die auch als personalpolitische Instrumente dienen, entdecken gerade kleine und mittelständische Unternehmen Zeitwertkonten. Richtig ausgestaltet können Zeitwertkonten sowohl der Stärkung des Employer Brandings als auch der Erreichung von Unternehmenszielen dienen. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) konkurrieren bei der Suche nach gutem Personal häufig mit großen Unternehmen, die neben guten Gehältern vielfach auch umfangreiche Benefitleistungen anbieten. Zeitwertkonten gehören hier zum Standard und sind mehr und mehr gefragt. Dies gilt nicht nur für jüngere Arbeitnehmer, sondern auch bei Älteren gibt es zunehmend den Wunsch, sich Auszeiten für die Pflege von Angehörigen zu nehmen oder früher in Rente gehen zu können. Dabei können gerade über Vorruhestandsmodelle, finanziert durch Zeitwertkonten, personalpolitische Effekte erzielt werden. Benefitlösung mit nachhaltigem Effekt Insgesamt bieten Zeitwertkonten Arbeitnehmern die Möglichkeit, ihre Vorstellung von Work-Life-Balance zu verwirklichen und Auszeiten vom Berufsleben an veränderte Lebenssituationen anzupassen. Die in das Wertguthaben eingezahlten Beiträge sind für den Arbeitnehmer in der Ansparphase steuer- und sozialversicherungsfrei. In der Freistellungsphase fallen diese Beiträge zwar an, der Arbeitnehmer befindet sich aber dadurch weiterhin im sozialversicherten Arbeitsverhältnis. Durch die richtige Ausgestaltung der Freistellungsphase als Vorruhestandsmodell kann der Arbeitnehmer so beispielsweise einen früheren Rentenbeginn – ohne Abschläge in der gesetzlichen Rentenversicherung – erreichen. Im Einklang mit Unternehmenszielen Für Unternehmen gibt es viele Möglichkeiten, Zeitwertkonten ganz nach den individuellen Bedürfnissen zu gestalten, sofern keine tarifvertraglichen Vorgaben vorliegen. Bei der Implementierung stehen in einem ersten Schritt die unternehmerischen und speziell personalpolitischen Ziele im Vordergrund: Geht es rein um die Mitarbeitersuche und -bindung oder sind die Altersstruktur der Belegschaft und ggf. erhöhte Krankheitstage ein Thema, bis hin zur Frage, ob Einsparungen in den Personalkosten das Ziel sein sollen. Denn für den Arbeitnehmer attraktiv gestaltete Vorruhestandsmodelle, mit Bezuschussung durch das Unternehmen, können zum Beispiel eine Alternative zu kostspieligen Abfindungen sein oder in unternehmerisch schwierigen Zeiten den Abbau von Personal unterstützen und betriebsbedingte Kündigungen vermeiden. Zudem gilt es, den Bedarf der Zielgruppe zu berücksichtigen. Denn jüngere Arbeitnehmer interessieren sich vermutlich weniger für attraktiv bezuschusste Vorruhestandsmodelle, sondern wünschen sich eher zeitnahe Aus - zeiten, zum Beispiel für ein Sabbatical, zur 18 Sonderedition

Weiterbildung oder zur Finanzierung der Elternzeit. Die Unternehmen müssen dabei berücksichtigen, die fehlende Arbeitsleistung während der Freistellungsphase überbrücken zu können. Dafür ist es sinnvoll, feste Rahmenbedingungen für die Freistellungsphasen wie Vorankündigungsfristen vor Beginn der Freistellungsphase und Mindest- und Höchstdauer zu definieren. Förderung von Freistellungsphasen In einem weiteren Schritt ist zu klären, welche Entgeltbestandteile (Gehalt, Bonus, Sonderzahlungen) oder Zeitelemente wie Rest - urlaubstage oder Überstunden in das Wertguthaben vom Arbeitnehmer eingebracht werden können. Auch muss die Frage geklärt werden, ob und in welcher Höhe das Unternehmen Zuschüsse bietet, um damit die zuvor definierten Ziele besser erreichen zu können. Um den Administrationsaufwand für die Personalabteilung gering zu halten, ist es beispielsweise sinnvoll festzulegen, in welchem Turnus und in welcher Höhe Einbringungen erfolgen und wie oft Anpassungen vorgenommen werden können. Geeigneter Insolvenzschutz und attraktive Anlageform Wertguthaben für Zeitwertkonten sind per Gesetz über eine externe Anlageform anzusparen und vor der Insolvenz des Unternehmens zu schützen. Der Gesetzgeber nennt hier Treuhand- oder Verpfändungsmodelle als geeignete Sicherungsmittel. Die Frage, welche Insolvenzsicherung geeignet ist, hängt oft von der Unternehmensgröße ab. Aus Kostengründen verpfänden kleinere Unternehmen meist die Wertguthaben an den Arbeitnehmer, während mittelständische Unternehmen in der Regel auf Treuhand - lösungen zurückgreifen. Für die Anlage von Wertguthaben kommen Versicherungs- oder Investmentlösungen infrage. Die Wahl der Anlageform trägt entscheidend zum Erfolg des Modells und somit seiner Akzeptanz und Verbreitung unter den Arbeitnehmern bei. Die Anlage sollte rentabel und möglichst kostengünstig sein, zugleich transparent sein und wenig Aufwand verursachen, was sich insbesondere mit fondsfinanzierten Lösungen realisieren lässt. Hierbei wird durch die Anlage in spezielle Fondslösungen für Zeitwertkonten das Risiko breit gestreut, und der meist lange Anlagehorizont, insbesondere bei Vorruhestandsmodellen, sorgt für attraktive Renditechancen. Über ebase ebase ist ein Marktführer in der Abwicklung von Fondsrückdeckungen für Zeitwertkontenmodelle sowie Verpflichtungen aus der bAV (Pensionszusage) und bietet für Firmenkunden speziell kreierte Depotlösungen mit spezifischen Dienstleistungen und Reportings. ebase ist ein Unternehmen der FNZ Gruppe, Vollbank und Mitglied des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. (BdB). Einfache Administration Abschließend gilt es, diese sowie weitere Rahmenbedingungen und Details zum Ablauf in Form einer Wertguthabenvereinbarung (einzelvertragliche Vereinbarung, Gesamtzusage oder Betriebsvereinbarung) und einer Einbringungsvereinbarung zu regeln. Auch sollten die internen Prozesse von der Einführung und Information der Arbeitnehmer über die Verwaltung der externen Anlageform und Aufzeichnung der sogenannten SV-Luft bis hin zum laufenden Reporting berück sichtigt werden. Im Hinblick auf die externe Anlageform helfen weitestgehend automatisierte Prozesse und Schnittstellen, Aufwände der Personalabteilung zu reduzieren. Fazit: Durch ein von Beginn an überdachtes und zielorientiertes Konzept – im Einklang mit den Unternehmenszielen sowie einer schlanken Administration – lassen sich Aufwand und Kosten reduzieren. Zugleich entsteht ein flexibles und attraktives Benefit zur Stärkung des Employer Branding des Unternehmens. Denn moderne Benefitleistungen, die zu den verschiedenen Lebens - situationen des Arbeitnehmers passen und einen nachhaltigen Effekt sowohl für den Arbeitnehmer als auch für das Unternehmen bieten, sind mehr denn je gefragt. W Von Angelika Schuller, Spezialistin Pension Management und Prokuristin bei der European Bank for Financial Services GmbH (ebase®) Sonderedition 19

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