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AssCompact Sonderedition Gewerbeversicherung 2020

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PRODUKTE & LÖSUNGEN

PRODUKTE & LÖSUNGEN „Technische Versicherungen rücken verstärkt in den Fokus“ Interview mit Thilo Bleidt, Leiter Technische Versicherungen der Württembergische Versicherung AG Streikt die Technik, hat dies für Betriebe finanzielle Folgen. Mit einer Maschinenversicherung können sich Firmen entsprechend absichern. Worauf Vermittler beim Versicherungsschutz achten sollten und wo sie in der Beratung ansetzen können, erläutert Thilo Bleidt von der Württembergischen Versicherung. Herr Bleidt, Technische Versicherungen werden bei der Absicherung von Unternehmensrisiken immer bedeutender. Wie nehmen Sie die aktuelle Entwicklung wahr? Zum einen gibt es in der Gesellschaft zunehmend eine Tendenz zur Risikovermeidung. Im Versicherungsgewerbe zeigt sich das im wachsenden Absicherungsbedürfnis unserer Kunden. Zum anderen investieren mittelständische Firmen immer mehr Geld in ihre technische Geschäftsausstattung, deren Absicherung daher an Bedeutung gewinnt. Beides führt dazu, dass die Technischen Versicherungen immer wichtiger werden. Sind sich Firmenkunden der Wichtigkeit des Versicherungsschutzes bewusst? Grundsätzlich wissen Firmenkunden um die Bedeutung des Versicherungsschutzes. Jedes Unternehmen versichert sein Haftpflichtrisiko und schließt eine Feuerversicherung ab. Bei den Technischen Versicherungen ist dies nicht immer so, obwohl hier im Vergleich eine deutlich höhere Schadenhäufigkeit besteht. Trotzdem rücken sie verstärkt in den Fokus, auch weil Kredit- und Leasinggeber einen entsprechenden Versicherungsschutz fordern, wenn sie technische Anlagen und Geräte finanzieren oder diese Anlagen von Herstellern zunehmend mit Versicherungsschutz verkauft werden. Was sind die wichtigsten Komponenten der Technischen Versicherungen? Die Technischen Versicherungen schützen vor den finanziellen Folgen, die durch Zerstörung oder Beschädigung zum Beispiel an Maschinen entstehen. Wichtig ist auch eine Absicherung von Ertragsausfällen. Grundsätzlich gilt: Jeder Maschinenschaden verursacht eine Beeinträchtigung des Betriebs - ablaufs. Die Württembergische bietet eine einfache Möglichkeit, die resultierenden Ertragsminderungen abzusichern. Gegen welche Gefahren lassen sich Maschinen versichern? Die Maschinenversicherung ist eine Allge - fahrendeckung. Versichert ist grundsätzlich die Zerstörung oder Beschädigung der Maschine aufgrund eines unvorhergesehenen Ereignisses. So sind etwa Schäden durch Bedienungsfehler, Ungeschicklichkeit, Fahrlässigkeit, Böswilligkeit oder Konstruktions-, Material- und Ausführungsfehler mitver - sichert. Bei fahrbaren Maschinen sind zudem das Feuerrisiko und der Verlust zum Beispiel durch Diebstahl abgedeckt. Worauf sollten Vermittler bei einer Maschinenversicherung besonders achten und wo lässt sich im Beratungsgespräch ansetzen? In der Maschinenversicherung wird die Versicherung üblicherweise auf Basis des Listenpreises gebildet. Der Kunde kennt aber häufig nur den Kaufpreis. Wenn dies nicht hinterfragt wird, kann eine zum Teil erhebliche Unterversicherung drohen. Die Württembergische hat diese Fehlerquelle beseitigt: Sie legt den Wiederbeschaffungspreis im Neuzustand zugrunde, der in der Regel dem Kaufpreis entspricht. Als Beratungsansatz sind in erster Linie die Werte zu nennen, die bei einem Schadenfall zerstört werden können. Zudem sollte der Maschinenbestand überprüft werden: Gibt es Engpassmaschinen, die zu einem Betriebsstillstand führen, wenn sie beschädigt werden? Sind Maschinen geleast oder finanziert? In solchen Fällen fordern die Leasinggeber 24 Sonderedition

adäquaten Versicherungsschutz auch in Bezug auf die Absicherung von Leasingraten. Daher sind im Beratungsgespräch eine profunde Expertise sowie ein leistungsstarker Versicherungsschutz wichtig. Genau das bieten wir unseren Maklern. Kunden, die bereits eine Maschinenversicherung haben, erhalten zudem bei einem Versicherungswechsel zur Württembergischen einen Rabatt in Höhe von 10%. Damit erleichtern wir dem Makler die Beratung zusätzlich. Die Aktion läuft bis zum Jahresende 2020. In der Regel zeigt sich erst im Schadenfall, ob Firmen ausreichend abgesichert sind. Wo driften die Erwartungshaltung der Kunden und die tatsächliche Absicherung am häufigsten auseinander? Der Kunde erwartet die Übernahme seiner Kosten. Recht einfach ist die Situation, wenn die beschädigte Maschine repariert werden kann. Wird die in verschiedenen Bedingungswerken festgelegte Totalschadengrenze nicht überschritten, übernimmt der Versicherer in der Regel diese Kosten. Anders sieht es mit den Kosten aus, die der Kunde zusätzlich aufwenden muss. Etwa wenn er einen Bagger mietet, um Ausfallzeiten zu überbrücken. Diese sind im bedingungsgemäßen Umfang nicht enthalten. Die Württembergische entschädigt jedoch auch in diesen Fällen. Der Versicherungsumfang beinhaltet zudem auch beitragsfreie Mehrkosten-, teilweise auch Ertragsausfallbausteine, die dem Kunden seinen tatsächlichen finanziellen Schaden ersetzen. Die Kosten für Reparaturen steigen immer mehr. Was passiert, wenn der Schaden an einer Maschine deren Zeitwert übersteigt? In der Maschinenversicherung wird im Falle des Totalschadens grundsätzlich der Zeitwert entschädigt. Wenn der tatsächliche Schaden den Zeitwert übersteigt und der Kunde die Reparatur durchführen lassen muss, driften Kundenerwartung und Vorgehensweise des Versicherers regelmäßig auseinander. Ein Beispiel: Ein vier Jahre altes Bearbeitungs - zentrum mit einem Neuwert von 250.000 Euro wird infolge eines Crashs massiv beschädigt. Ein Gutachten veranschlagt die Reparaturkosten auf 160.000 Euro und setzt den Zeitwert der Maschine auf 130.000 Euro fest. Da die Reparaturkosten den Zeitwert überschreiten, sehen die Versicherungs - bedingungen eine Begrenzung der Entschädigung auf diesen Zeitwert vor. Im konkreten Fall fehlt dem Kunden die Differenz zwischen Zeitwert und Reparaturkosten in Höhe von 30.000 Euro, um finanziell auf den gleichen Stand wie vor dem Schadenfall zu kommen. Um den Erwartungen des Kunden gerecht zu werden, ersetzt die Württembergische im beschriebenen Fall die vollen Reparaturkosten. Im Extremfall erhält der Kunde sogar den Neuwert, wenn zum Beispiel Thilo Bleidt eine Reparatur nicht mehr möglich ist oder die Reparaturkosten den Neuwert übersteigen. Was sehen die standardmäßigen Bedingungen vor, wenn ein elektronisches Gerät nicht mehr repariert werden kann, weil keine Ersatzteile mehr verfügbar sind? Standardmäßig wird dann nur der Zeitwert entschädigt. Bei einem drei Jahre alten Laptop etwa wird der Zeitwert regelmäßig bei 25 bis 30% liegen. Unter Berücksichtigung eines vertraglich vereinbarten Selbstbehalts ist der Entschädigungsbetrag äußerst gering und reicht nicht aus, um einen gleichwertigen Ersatz zu beschaffen. Die Württembergische hat auch in diesem Fall die Erwartungen des Kunden im Blick: Sofern das zerstörte Gerät vor dem Schadenfall noch in Gebrauch war, wird auch dann eine Entschädigung in Höhe des Neuwerts geleistet, wenn es keine Ersatzteile für das beschädigte Gerät mehr gibt. Wenn das gleiche Gerät infolge des Technologiefortschritts nicht mehr zu beziehen ist, ersetzt die Württembergische zusätzlich die Mehrkosten, die entstehen, um das versicherte Gerät durch ein neueres Modell zu ersetzen. Häufig sind auch Zusatzgeräte wie die vorhandene Dockingstation mit dem neuen Gerät nicht mehr kompatibel. In diesen Fällen werden zusätzlich die Kosten für eine neue, passende Dockingstation im Rahmen der Klausel „Mehrkosten durch Inkompatibilität“ ersetzt. W Sonderedition 25

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