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AssCompact Sonderedition Rechtsschutzversicherung 2018

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AssCompact Sonderedition Rechtsschutzversicherung 2018

RECHTSSCHUTZVERSICHERUNG

RECHTSSCHUTZVERSICHERUNG © C. Schüßler – Fotolia.com Keine BU ohne Rechtsschutz Die Vermittlung einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist besonders wichtig – dabei sollte aber den Kunden in jedem Fall auch Rechtsschutz angeboten werden. Gründe dafür erläutert Klaus Hellwig vom Rechtsschutzspezialisten AUXILIA. Wenn ein BU-Kunde aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls seinen Lebensunterhalt mit der bisherigen Tätigkeit nicht mehr verdienen kann, glaubt er, – zumindest bei Eintritt der Berufsunfähigkeit – hierfür abgesichert zu sein. Zahlt der BU-Versicherer aber nicht, ist die finanzielle Existenz des Kunden stark gefährdet. Ablehnungen und Streitfälle sind in der BU-Sparte kein Einzelfall. Juristische Hilfe oft vonnöten Die Leistungspflicht der BU-Versicherer tritt im Rahmen eines ärztlichen Nachweises in der Regel bei einer mindestens 50%igen Berufs - unfähigkeit des zuletzt ausgeübten Berufes ein. Gerade bei psychischen oder psychosomatischen Krankheitsbildern (z. B. Depression) sowie Allergien ist aber genau dies schwierig nachzuweisen. Es steht oft das vom Hausoder Facharzt erstellte Attest oder Privatgutachten gegen das anderslautende Ergebnis des Gutachtens des BU-Versicherers. Somit bleibt für den Kunden meist nur die Möglichkeit, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein erhebliches Streitpotenzial ergibt sich, wenn der Versicherer feststellt, dass bei der seinerzeitigen Beantragung der BU-Versicherung Beschwerden oder Krankheiten nicht angegeben wurden. Damit begründet er nicht nur die Leistungsfreiheit, sondern ficht außerdem noch den Versicherungsvertrag an. Ärger kann auch entstehen, wenn der Krankentagegeldversicherer während einer Arbeitsunfähigkeit seine Leistungen einstellt – mit der Begründung, dass aus seiner Sicht keine gesundheitliche Besserung zu erwarten ist und somit Berufsunfähigkeit vorliegt. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass der BU-Versicherer dies genauso sieht. Dann steht der Kunde zwischen den Fronten zweier Versicherer. Ohne schnelle anwaltliche Hilfe entsteht hier eine bedrohliche Situation. Selbst wenn die BU vom Versicherer anerkannt wird, muss noch längst nicht alles glattgehen. Den BU-Versicherern steht bekanntlich bedingungsgemäß ein Nachprüfungsrecht zu. Kommen die beauftragten Gutachter zu dem Ergebnis, dass ein Versicherter seine bisher ausgeübte Tätigkeit wieder aufnehmen kann, ist auch in diesen Fällen eine professionelle anwaltliche Hilfe notwendig. Fast jede zweite BU-Klage endet in einem Vergleich Alle dargestellten Situationen belegen das Erfordernis einer Rechtsschutzversicherung. Gemessen an dem Streitpotenzial ist sie eine sehr 12 Sonderedition

günstige Existenzabsicherung. Wichtig: Fast jede zweite BU-Klage endet vor Gericht in einem Vergleich. Das bedeutet für den nicht rechtsschutzversicherten Kunden, dass er reduzierte BU-Leistungen erhält und zusätzlich seine Anwalts- und Gerichtskosten tragen muss. Welcher Rechtsschutz ist der richtige? Die Streitigkeiten aus personenbezogenen Versicherungsverträgen sind bei AUXILIA im Produktbaustein Privat-Rechtsschutz abgesichert. Dieser ist zum Beispiel im Standardprodukt Privat-, Berufs- und Verkehrs- Rechtsschutz immer enthalten. Auch die Streitigkeiten eines BU-Falles, der durch einen Unfall während der Ausübung einer selbstständigen Tätigkeit passiert, zum Beispiel Dachdecker fällt vom Dach, sind dem Privat- Rechtsschutz zuzuordnen. Denn der BU-Vertrag des Selbstständigen dient seiner privaten Existenzsicherung. Das bestätigte auch das Landgericht Düsseldorf in einem Urteil vom 14.08.2017 (9 O 30/17). Bei Klagen gegen Versicherer, speziell gegen BU-Anbieter, fühlen sich Kunde und Vermittler häufig besser, wenn der Rechtsschutzversicherer nicht zum gleichen Konzern gehört wie der Versicherer, gegen den der Kunde rechtlich vorgehen will. Dies sollte der Vermittler bei der Auswahl des Rechtsschutzversicherers berücksichtigen. Im Rahmen des Kapitalanlageausschlusses durch die Rechtsschutzversicherer kann es passieren, dass der Rechtsschutzversicherer die Eintrittspflicht beim BU-Fall eines Kunden ablehnt, weil die BU-Versorgung im Rahmen einer Zusatzversicherung zu einer beispielsweise fondsgebundenen Lebensversicherung abgeschlossen wurde. Diese Rechtsschutzversicherer begründen die Ablehnung mit dem Kapitalanlageausschluss bei bestimmten Formen der Lebensversicherungen inklusive der Zusatzversicherungen. Bei der Wahl des Rechtsschutzversicherers für einen Kunden sollen Vermittler also darauf achten, dass BUZ-Streitigkeiten unabhängig vom Kapitalanlageausschluss gedeckt sind. Beispiel für hohes Kostenrisiko Übersicht Kostenrisiko Vereinbarte monatliche Rente Aufgelaufene Rückstände seit Eintritt der BU Kostenrisiko für ein gerichtliches Verfahren Gutachterkosten Gesamtkostenrisiko In der Regulierungspraxis stellt sich heraus, dass für die betroffenen Kunden bei Ablehnung der BU-Leistungen weitere rechtliche und finanzielle Situationen entstehen: Verlust des Arbeitsplatzes, Mietrückstände, weitere Zahlungsschwierigkeiten. Auch diese Folgeerscheinungen sollten rechtlich abgesichert sein – umso wichtiger erscheint das Vorhandensein einer umfassenden und leistungsstarken Rechtsschutzversicherung. Dies sehen mittlerweile auch relevante Medien und Verbraucherschützer so. Der ehemalige Chefredakteur von Finanztest, Hermann-Josef Tenhagen, schreibt auf seiner Webpräsenz finanztip.de, dass mit einer BU eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen werden sollte. Michael Wortberg von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz stellte zum Thema „Anerkennung von Leistungsansprüchen bei der BU“ (VersicherungsJournal 07.09.2011) schon vor einigen Jahren fest: „Für diese Streitigkeiten ist angesichts des Kostenrisikos sicherlich der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung zu empfehlen.“ Auch der Versicherungsombudsmann Prof. Dr. Hirsch wird im Versicherungsmagazin 11/2015 zitiert: „Inzwischen sind viele Lebensbereiche in einem Maße verrechtlicht, dass niemand ausschließen kann, aktiv oder passiv in Rechtsstreitigkeiten verwickelt zu werden. Das damit zusammenhängende, mitunter durchaus existenzbedrohende Kostenrisiko zu versichern, halte ich im Grundsatz für vernünftig.“ Fazit Vermittler und ihre Kunden sollten auch im Bereich Berufsunfähigkeit immer an den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung denken. W 3.500,– € 12 Monate 1. Instanz: 17.300,– € 2. Instanz: 20.500,– € Die Kostenberechnung erfolgt aus einem Streitwert von bis zu 200.000 Euro. 4.000,– € 41.800,– € Quelle: KS/AUXILIA Absicherung des Kostenrisikos wichtig Von Klaus Hellwig, Direktor Vertrieb bei der KS/AUXILIA Sonderedition 13