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AssCompact 01/2020

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ASSEKURANZ Neues

ASSEKURANZ Neues Standing am Markt: „Markel ‚Made in Germany‘ kommt an“ Interview mit Frederik Wulff, Vorstandsvorsitzender der Markel Insurance SE Markel ist seit Oktober 2018 auch ein deutsches Unternehmen. Die Maßnahme kommt bei Versicherungsmaklern und Kunden an. Da auch ein moderner Versicherer wie Markel Aufholbedarf in Sachen Digitalisierung hat, wird es 2020 einige Neuerungen geben. Herr Wulff, kommt der rechtliche Schritt, ein deutsches Unternehmen zu werden, bei Vermittlern und Kunden gut an? Der Schritt, die Markel Insurance SE – also MISE – zu gründen und als deutscher Versicherer am deutschen Markt aufzutreten, war vor allem strategischer Natur. Rein rechtlich hätte man sicherlich auch andere Standorte wählen können, was viele andere Versicherer im Rahmen des Brexit auch getan haben. Für Markel ist Europa ein spannender Wachstumsmarkt. Deshalb haben wir uns ganz bewusst für die Gründung unserer Versicherungsgesellschaft in Deutschland entschlossen, um möglichst nah bei unseren Kunden zu sein. Wir haben dazu von unseren Kunden und Vertriebspartnern viel positives Feedback erhalten. Die Wahrnehmung unserer Kunden als deutscher Versicherer und nicht mehr nur als Niederlassung unserer englischen Mutter in Deutschland hat sich verstärkt, Markel hat nun ein anderes Standing am Markt. Markel „Made in Germany“ kommt an! Wie laufen denn dann die Geschäfte aktuell? Wir sind sehr zufrieden mit dem Geschäftsverlauf. Generell kommen unsere Spezialkonzepte im Bereich Vermögensschadenhaftpflicht sehr gut an. Hier zahlt sich die Fokussierung auf definierte Zielgruppen aus. Der Vertriebspartner kann konkreter beraten und die Kunden fühlen sich besser verstanden. Daneben macht uns auch das Thema Cyber viel Freude. Das Interesse sowohl bei Vertriebspartnern als auch bei Endkunden ist groß und die Kaufbereitschaft steigt ständig. Zusätzliche Impulse kommen nun auch aus Österreich, wo wir im Oktober 2019 an den Start gegangen sind. „Die Fokussierung auf definierte Zielgruppen zahlt sich aus. Der Vertriebspartner kann konkreter beraten und die Kunden fühlen sich besser verstanden.“ Markel gilt als moderner Versicherer, der sich in Nischenfeldern bewegt. Wo ist das ein Vorteil, wo ein Nachteil? Fangen wir mit dem Nachteil an. Universalversicherer haben üblicherweise einen Namen, der auch dem Kunden geläufig ist. Hinzu kommt die breite Produktpalette. Das fehlt uns sicher. Aus unserer Sicht überwiegen die Vorteile aber deutlich. Als Spezialversicherer haben wir die Chance, uns intensiver mit unseren Kunden und deren Risiken zu befassen und einen passenden Versicherungsschutz anzubieten. Für den Makler hat das zum einen Vorteile auf der Haftungsseite, zum anderen führt es auch zu größerem vertrieblichem Erfolg, da der Kunde sich besser beraten fühlt. Ebenfalls zu erwähnen ist der Faktor Geschwindigkeit. Wir sind in der Lage, schneller auf Veränderungen in der Risikolandschaft zu reagieren, sprich unsere Produkte oder Prozesse anzupassen. Insgesamt fühlen wir uns in unserer Rolle als Spezialversicherer wahnsinnig wohl! Einige Ihrer Produkte haben Sie gerade relauncht. Bestand Änderungsbedarf? Unser Anspruch ist es, immer das beste Produkt am Markt für unsere Zielgruppen anzubieten. Dazu beobachten wir laufend, ob sich in der Risikolandschaft unserer Kunden etwas verändert. Gleichzeitig suchen wir als Innovator stetig nach Ideen, wie wir unsere Produkte noch attraktiver machen können. Daraus entsteht eine Sammlung an Impulsen, die wir dann regelmäßig in unseren Produkten umsetzen. Dieser Punkt war jetzt wieder mal erreicht. Ganz konkret haben wir die Versicherungsbedingungen für unsere Kunden verbessert, teilweise Preis- und Selbstbehaltskonditionen angepasst und weitere nützliche Assistance-Leitungen in die Produkte aufgenommen. Weitergehende Informationen zu den einzelnen Produkten sind auf unserer Website unter www.markel.de zu finden. Und wie sieht es mit den von Markel angebotenen digitalen Services aus? Wir haben schon vieles gemacht, einiges liegt noch vor uns. Vertriebspartner schätzen schon heute unsere weit entwickelten Antragsmodelle, die wir zu allen Produkten anbieten. Diese sind mittlerweile so funktionsfähig wie eine digitale 30 Januar 2020

Antragsstrecke. 2020 werden wir den nächsten Schritt gehen mit unserem Portal MarkelNow. Dort können Makler neben der Antragstellung auch gleich die Dokumentation direkt selbst vornehmen. Unser Ziel ist es, unsere Kunden mit optimalen digitalen Services zu begeistern. MarkelNow ist ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung. Die Felder, in denen Sie sich bewegen, kennen auch Probleme – etwa die D&O-Sparte. Wie sieht es da aus? Wichtig ist eine Differenzierung der unterschiedlichen Marktsegmente im Bereich D&O. Unserer Wahrnehmung nach konzentrieren sich die Sanierungsbemühungen aktuell sehr stark auf die größeren Risiken und bestimmte Branchen. Hier haben die Versicherer über die Jahre schlechte Erfahrungen gemacht, was nun zu notwendigen Korrekturen führt. Der Schwerpunkt der Markel Angebote im D&O-Markt liegt bei kleineren Gewerbekunden sowie in der Absicherung von einzelnen Organmitgliedern über eine persönliche D&O. Start-ups sind eine wichtige Zielgruppe für Sie. War das auch ein Grund, Cyber in Ihr Portfolio aufzunehmen? Die Versicherungswirtschaft muss sich den Tatsachen stellen, dass sich die Risiken in den digitalen Bereich verlagern. Wir haben uns dieser Herausforderung früh angenommen, weil wir sie als Chance für Markel sehen. In der Frühphase unserer Bemühungen rund um Cyber waren insbesondere auch Start-ups und Internetfirmen wichtige Gesprächspartner für uns, um unser eigenes Wissen zu erweitern. Daraus ist ein tiefes Verständnis für ihre Risiken entstanden, welches wir dann für die Produktentwicklung genutzt haben. Wir genießen auch heute den engen Austausch mit innovativen Kunden und Partnern. Welche Erfahrungen machen Sie hier? Das Bedürfnis nach Cybersicherheit nimmt täglich zu und wir beobachten parallel eine stark steigende Nachfrage nach Cyberversicherungen. Es ist ein neues Produkt, daher versuchen wir den Vertriebspartner so gut es geht in seiner Arbeit mit dem Kunden zu unterstützen. Wir bieten daher regelmäßige Produktschulungen in Form von Webinaren auf der Markel Academy an. Zusätzlich haben wir fünf vertriebsunterstützende Dokumente erstellt und in unserer „Digitalen Informationsmappe Cyber“ zusammengefasst. Schlussendlich ist Markel Pro Cyber ein tolles Produkt mit ausgezeichneten Leistungen im Marktvergleich. Übrigens bieten wir auch den Maklern mit Markel Pro Cyber für Vermittler ein großartiges Produkt an. Mit welchen Vermittlern arbeiten Sie? Frederik Wulff Markel arbeitet in Deutschland mit etwa 3.000 Vertriebspartnern zusammen. Wir freuen uns über jeden einzelnen und suchen stets nach weiteren Partnern. Besonders gut kommen unsere Angebote bei drei Maklergruppen an: dem klassischen kleineren bis mittelständischen Versicherungsmakler helfen unsere Zielgruppen-Produkte und erleichtern ihm die Arbeit mit den Kunden. Sehr gut kommen wir auch mit Online-Maklern aus. Hier ist der transparente und einfache Produktaufbau ein Argument sowie unsere Bereitschaft, eng mit dem Partner an der Optimierung der Conversion zu arbeiten. Pools und Verbände sind ein weiteres Segment, mit dem wir intensiv arbeiten. Hier sind unsere Servicebereitschaft und unser Produktangebot von Vorteil. So bieten Sie auch einen Vertrauensschadenschutz für E-Sport-Teams an. Was interessiert Sie daran? Gaming ist eine Entwicklung in unserer Gesellschaft. In einer PWC-Studie aus dem Jahr 2019 haben von knapp über 1.000 Teilnehmern unter 50 Jahren 66% angegeben, täglich Videospiele zu spielen. Als Konsequenz aus dieser Entwicklung wächst auch der E-Sport-Markt in Deutschland in einem phänomenalen Tempo, wobei die internationalen Entwicklungen teilweise noch viel schneller sind. Deshalb haben wir uns entschieden, uns mit den Risiken dieser neuen Branche zu befassen. Im E-Sport fanden wir zusätzlich die Frage inte - ressant, wie Virtual Assets zu versichern sind. Gibt es weitere Zielgruppen, die Sie im Blick haben? Bei der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung gibt es immer Bewegung, und das wird sich sicherlich 2020 nicht ändern. Gleiches gilt auch für Cyber. Beide Bereiche sollten Vertriebspartner im Blick haben bei ihrer Jahresplanung. Insofern ergibt es Sinn, regelmäßig bei der Markel Academy vorbeizuschauen, um sich über Neuerungen zu informieren. Weiterhin glauben wir, mit unserem Zielgruppenansatz und unseren modularen Produkten auch bei einigen Betriebsarten mit einem stärkeren Fokus auf die Betriebshaftpflicht punkten zu können, und werden hier 2020 mehr machen. Außerhalb der gewerblichen Haftpflicht finden wir die Bereiche Kredit & Kaution sowie Rechtsschutz interessant und beobachten interessiert die Entwicklungen. Es lohnt sich also, immer mal wieder bei Markel vorbeizuschauen und sich inspirieren zu lassen. W Januar 2020 31

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