Aufrufe
vor 9 Monaten

AssCompact 01/2020

  • Text
  • Markt
  • Thema
  • Zudem
  • Deutschland
  • Versicherer
  • Vermittler
  • Fonds
  • Unternehmen
  • Makler
  • Januar

Die Poollandschaft wird

Die Poollandschaft wird allgemein weiteren Zulauf erleben. Regulatorik und Digitalisierung werden künftig noch mehr das Leistungsspektrum der Pools bestimmen. Dabei werden nicht alle Pools diese Herausforderungen annehmen wollen oder können. Von den Beratern wird immer mehr Unternehmertum gefordert – Altbewährtes muss hinterfragt werden. Wir sehen hier einen besonderen Mehrwert bei den Pools, die alle Teilbereiche der Finanzdienstleistung abdecken und in einem System widerspiegeln.“ Oliver Kieper Vorstand der Netfonds AG Versicherungsmakler ist ein Traumberuf Nachgefragt bei Hermann Hübner, Vorstandsvorsitzender der VEMA Versicherungsmakler Genossenschaft eG Herr Hübner, was könnte Versicherungsmakler für 2020 positiv stimmen? Versicherungsmakler können grundsätzlich immer positiv gestimmt sein – speziell die VEMA-Partner. Klagen ist zwar bekanntlich des Kaufmanns Gruß, nüchtern betrachtet gibt es dazu aufseiten der Maklerkollegen aber wenig Grund. 50% aller Versicherungsbestände Hermann Hübner liegen immer noch in der Betreuung der Ausschließlichkeitsvertreter. Bei diesen macht sich der anhaltende Vermittlerschwund deutlich bemerkbar. Hervorragende Voraussetzungen für Versicherungsmakler, neue Kunden zu gewinnen und mit Expertenwissen zu glänzen! Persönliche Beratung in Versicherungsangelegenheiten steht nach wie vor hoch im Kurs. Natürlich ist der ganze Bürokratieaufwand, der jedes Jahr ein bisschen zunimmt, nicht angenehm – aber das gilt für andere Branchen genauso. Und wo liegen die Hürden? Wirkliche Hürden gibt es eigentlich nicht. Makler, welche sich auf ihre Kunden konzentrieren, werden weiter erfolgreich sein. Nicht von allem, was links und rechts des Weges gerade immer wieder mal aufpoppt, zu stark ablenken lassen und seiner Hauptaufgabe nachkommen. Loslassenkönnen macht das Arbeiten einfacher, wenn man Aufgaben durch Intermediäre arbeitsteilig erledigen lässt, wo es Sinn macht. Worauf gilt es Ihrer Meinung nach 2020 besonders zu achten? Einige Themen wie Regulierung und Konsolidierung begleiten die Branche ja schon seit einer geraumen Zeit. Für 2020 sehen wir keine besonderen Ereignisse kommen. Lediglich das Restrisiko, dass ein Provisionsdeckel für Lebens- und Rentenversicherungsverträge vielleicht doch noch kommt. Was würden Sie Ihren Maklerkollegen denn gerne persönlich zum Jahresanfang mit auf den Weg für die nächsten Monate geben? Man sollte sich einfach häufiger bewusst machen, welch ein Traumberuf der des Versicherungsmaklers eigentlich ist. Trotz aller Unkerei aus Politik und Verbraucherschutz darf und kann man immer noch viel Freude an seinem Beruf haben und erfolgreich sein. Ansätze dazu gibt es für Versicherungsmakler mehr als genug. 2020 wird gut, da sind wir uns sicher! W 76 Januar 2020

An Aktien führt kein Weg vorbei Nachgefragt bei Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse der Baader Bank AG Herr Halver, trauen Sie den Deutschen im Jahr 2020 etwas mehr Risiko beim Sparen zu? Der Kapitalismus ohne Zins und Zinseszinseffekt setzt sich zur Bewältigung der weltweiten Schuldenkrise fort. Nach Inflation ist Zinssparen sogar fahrlässige Vermögensvernichtung. Um also dem Risiko der Altersarmut zu entgehen, kommt man an Aktien nicht vorbei. Welche Argumente hätten Sie denn für die Sparer parat? Die Geldvermehrung der Notenbanken und Zinslosigkeit schafft einen Anlagenotstand, den die großen Kapitalsammelstellen mit Aktien füllen müssen. Auf dieser Liquiditätshausse sollten die Anleger weiter reiten wie auf einer Welle. Daneben sind Dividendenrenditen eine hervorragende Ersatzbefriedigung zu Zinsen, vor allem auch nach der Teuerung. Nicht zuletzt erlaubt die Wiederanlage der Ausschüttungen einen alternativen Zinseszinseffekt. Auch fundamental spricht vieles für Aktien. So sind die Schwellenländer immer mehr die Lokomotiven der Weltkonjunktur. Ein Megathema ist die Digitalisierung, die mindestens das Potenzial der Dampfmaschine hat und produktive Quantensprünge auslösen wird. Daher hält die Stärke von Tech-Aktien an. Die Einstiegsdroge in die Aktienanlage sind regelmäßige Sparpläne. Selbst wenn die Kurse zwischenzeitlich fallen, erhält man bei gleichbleibenden Anlagebeträgen mehr Aktienanteile. Bei wieder steigenden Kursen macht sich das kaufmännische Motto „Im Einkauf liegt der Gewinn“ längerfristig sehr positiv bemerkbar. Auf welche Ereignisse gilt es 2020 Ihrer Meinung nach zu achten? Zunächst bleibt die Zinslosigkeit das Brot-und-Butter-Geschäft für Aktien. Da der Brexit mindestens mit einem Deal enden wird, also ohne schmutzige Scheidung, ist die Kuh eines befürchteten Wirtschaftsschocks vom Eis. Im Handelsstreit zwischen Amerika und China ist zumindest eine Teileinigung zu erwarten. Peking will einen Deal zur Unterstützung seiner gebeutelten Exportindustrie. Und der im Impeachment-Verfahren steckende und sehr an Wiederwahl interessierte Trump will keinen eskalierenden Zollstreit, der Reibungsverluste in Konjunktur und auf den US-Aktienmärkten verursacht. Überhaupt sind US-Präsidentschaftswahljahre gute Aktienjahre, in denen die Amtsinhaber viel Geld für die Wirtschaft ausgeben. 2020 wird auch Europa mehr Geld für Digitalisierung und Klimaschutz ausgeben und so seine Aktienmärkte fundamental stützen. Insgesamt spricht wenig für Rezession. Wie lautet Ihre Zwölfmonatsprognose: Wo steht der Dax Ende 2020? „Unser täglich Trump gibt uns heute“ muss zwar immer einkalkuliert werden. Doch trotz verstärkter Aktienschwankungen steht der Dax am Jahresende bei 14.000 Punkten. W © magele-pictre – stock.adobe.com Robert Halver Januar 2020 77

AssCompact

AssCompact 05/2019
AssCompact 04/2019
AssCompact 03/2019
AssCompact 02/2019
AssCompact 01/2019
Markt Thema Zudem Deutschland Versicherer Vermittler Fonds Unternehmen Makler Januar

Neues von AssCompact.de