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AssCompact 01/2021

Die IVW-geprüfte Fachpublikation AssCompact 01/2021 im neuen Layout! Viel Spaß beim Lesen.

Finanzen | News Euler

Finanzen | News Euler Hermes startet Deutschlands erste Online-Bürgschaftsplattform © mapoli-photo – stock.adobe.com Mit BürgFürMich lassen sich Bürgschaften nun auch online abschließen. Euler Hermes will es kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) erleichtern, ihre Geschäfte mit Bürgschaften abzusichern. Mit BürgFürMich steht ihnen ab sofort die erste Online-Plattform für die digitale Beantragung, Konfiguration und Verwaltung von Bürgschaften zur Verfügung. Auf ihr können KMU auch Garantien anderer Bürgen hochladen und mit ihren Geschäftspartnern abstimmen. Nach der beendeten Betaphase können sich ab sofort alle Interessenten für das Produkt registrieren. Euler Hermes betreibt zwar die Plattform, dennoch ist sie offen für andere Anbieter, da Kunden von der Digitalisierung zu Recht maximalen Komfort erwarten würden. Niemand wolle sich für jeden Bürgschaftsanbieter auf einer separaten Plattform anmelden müssen. Neben der Offenheit der Plattform lag der Fokus bei der Entwicklung auf Übersichtlichkeit sowie einer einfachen Bedienung. Das sei gerade für KMU wichtig, die oft keine Kapazitäten haben, um sich in komplexe und umständliche Programme einzuarbeiten. Die Digitalisierung biete die Möglichkeit, die komplexe und langwierige Vertragsgestaltung rund um Bürgschaften einfacher, effizienter und wesentlich schneller zu gestalten. Da sie immer an ein bestimmtes Projekt oder an einen bestimmten Auftrag gebunden sind, sind sie keine Massenware, sondern jedes Mal eine individuelle Vereinbarung zwischen den drei involvierten Parteien. Dank der Online-Plattform müssen laut Euler Hermes selbst bei größeren Projekten künftig nicht mehr massenhaft E-Mails oder Briefe mit Entwurfs - versionen hin- und hergeschickt werden, bis sich die Parteien final verständigt haben. (AC) Bankkunden haben kaum Ahnung von Negativzinsen Negativzinsen sind längst keine Seltenheit mehr. Bereits über 300 Banken in Deutschland erheben Strafzinsen. Bei den Kunden ist das aber oft noch nicht angekommen. 53% der Deutschen wissen nicht, ob ihre Bank Negativzinsen erhebt. Dies ergab eine repräsentative Umfrage der Direktbank Openbank im Oktober 2020 unter 2.047 Bundesbürgern ab 18 Jahren. Weitere 10% der Befragten wissen nicht einmal, was es mit den Negativzinsen auf sich hat. Nur 23% der Befragten waren sich sicher, dass ihre Bank keine Negativzinsen erhebt. Die Umfrage zeigt darüber hinaus, dass Null- bzw. Negativzinsen durchaus Einfluss auf die Kundenbeziehung zu einer Bank haben können. Zwar zeigen sich gegenwärtig 30% mit dem Angebot ihrer Bank so zufrieden, dass ein Bankwechsel für sie derzeit nicht infrage kommt. Rund ein Viertel der Befragten wäre aber aufgrund von Negativzinsen bereit, die Bank zu wechseln, für 7% wären sogar schon Nullzinsen ein Wechselgrund. Zwar deutet der jüngste Anstieg des in Aktien investierten Vermögens in Deutschland darauf hin, dass sich im Verlauf der Corona- Pandemie offenbar mehr Menschen mit der Geldanlage in Wertpapieren, ETFs und Fonds befassen. Auf der Suche nach Auswegen, den Null- bzw. Negativzinsen zu entgehen, legen laut Umfrage aber nur 11% der Befragten in Wertpapieren wie Aktien oder Anleihen an, 8% setzen auf ETFs, 7% auf Investmentfonds. Robo-Advisor sind für 56% der Befragten noch nicht einmal ein Begriff. Immerhin können sich aber 22% vorstellen, diese künftig für die eigene Geldanlage zu nutzen. (AC) 64 AssCompact | Januar 2021

FINANZEN Schutzschirm für Lieferketten bis 30.06.2021 verlängert Bundesregierung und Kreditversicherer haben die Laufzeit des gemeinsamen Schutzschirms für die Lieferketten der deutschen Wirtschaft bis zum 30.06.2021 verlängert. Zuvor war er nur bis Ende 2020 terminiert. Mit dem Schutzschirm sollen Lieferbeziehungen zu Unternehmen gestützt werden, die vor der Corona-Pandemie wirtschaftlich gesund waren, aber nun in Schwierigkeiten geraten sind. Kettenreaktionen konnten laut den Kreditversicherern durch den Schutzschirm bislang erfolgreich verhindert und das Vertrauen in die wirtschaftliche Stabilität gestärkt werden. Durch die Garantie der Bundesregierung in Höhe von 30 Mrd. Euro können Versicherer weiter Kreditlimite von 400 Mrd. Euro zur Verfügung stellen. Der Schutzschirm sei aber kein Freibrief für riskante Geschäfte mit Abnehmern, deren wirtschaftliche Stabilität schon vor der Corona- Pandemie infrage stand. Die Kreditversicherungen überwachen und bewerten weiterhin die Bonitäten der Abnehmer und würden damit für ihre Kunden die wichtige Funktion der Risikoeinschätzung übernehmen und deren Limit im Zweifel kürzen. (AC) BaFin ruft zur Prüfung von Prämiensparverträgen auf Viele ältere Prämiensparverträge enthalten Zinsanpassungsklauseln, mit denen Kreditinstitute die zugesicherte Verzinsung einseitig abändern könnten. Diese Klauseln sind laut Bundesgerichtshof (BGH) seit 2004 unwirksam. Die BaFin hat in einer offiziellen Mitteilung nun Sparer dazu aufgerufen, ihre Verträge auf solche Klauseln zu prüfen. „Wichtig ist, dass betroffene Sparer jetzt selbst aktiv auf ihre Institute zugehen und sich erläutern lassen, welche Klausel ihr Vertrag ganz konkret enthält“, machte die BaFin-Vizepräsidentin Elisabeth Roegele deutlich. Im nächsten Schritt müsse geprüft werden, ob die Klauseln rechtskonform seien. Bei Fragen zur Geltendmachung zivilrechtlicher Ansprüche oder zur Unterbrechung etwaiger Verjährungsfristen rät Roegele, sich bei Bedarf an eine Verbraucherzentrale oder auch einen Rechtsanwalt zu wenden. Betroffen seien insbesondere langfristig variabel verzinste Sparverträge aus dem Jahr 2004 und früher. Ein runder Tisch, den die BaFin zum Thema Prämiensparen Ende November 2020 unter anderem mit den Verbänden der Kreditwirtschaft und Verbraucherschutzorganisationen einberufen hatte, habe leider keine kundengerechten Lösungen gebracht. Neben ihrem Verbraucheraufruf prüfe die Finanzaufsicht deshalb jetzt auch konkrete verwaltungsrechtliche Optionen, mit denen das Ziel ausreichender Kunden - information erreicht werden kann. Die Finanzaufsicht hatte die Banken bereits im Februar 2020 aufgefordert, auf die betroffenen langjährigen Kunden zuzugehen und ihnen eine Lösung anzubieten. Offenbar sind sie dieser Aufforderung bisher aber nicht aus - reichend nachgekommen. (AC) ANZEIGE Hausratversicherung So einfach ist rundum-sorglos? Excellent! Ab Februar 2021 mit erweiterter Leistungsgarantie und Allgefahrendeckung. Mehr Informationen unter: www.ammerlaender-versicherung.de seit 1923 Ammerländer Versicherung Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit VVaG

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