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AssCompact 01/2021

Die IVW-geprüfte Fachpublikation AssCompact 01/2021 im neuen Layout! Viel Spaß beim Lesen.

Management & Vertrieb |

Management & Vertrieb | News Makler verlieren Vertriebsanteile in der Lebensversicherung Die Vertriebsanteile für das Neugeschäft mit Lebensversicherungen in Deutschland haben sich 2019 zugunsten der Banken verschoben; Makler und Mehrfachagenten büßen hingegen Anteile ein. Das geht aus der 21. Vertriebswege-Studie Lebensversicherung von Willis Towers Watson (WTW) hervor. Demnach betrugen die Einnahmen aus neu eingelösten Versicherungsscheinen (ohne Erhöhungssummen) insgesamt 6,6 Mrd. Euro nach APE. Die Lebensversicherer verzeichneten damit fast 1 Mrd. Euro mehr Neugeschäft als 2018, was vor allem auf das wachsende Geschäft mit Ein - malbeiträgen zurückgeht. 2019 erhöhte sich das Neugeschäft aus laufenden Beiträgen um rund 10% auf 3,8 Mrd. Euro und jenes aus Einmalbeiträgen um 31% auf 27,4 Mrd. Euro. In der Gesamtbetrachtung von laufenden und Einmalbeiträgen blieben Einfirmenvermittler mit einem Neugeschäftsanteil von 32% der führende Vertriebsweg vor den Banken mit 30,6% sowie den Maklern und Mehrfachagenten mit 30%. Betrachtet man nur das Einmalbeitragsgeschäft, zeigt sich auch hier, dass die Makler und Mehrfachagenten (24,2%) beim Neugeschäft leicht verloren haben. Banken haben hier mit 45,2% mit weitem Abstand den Löwen - anteil. Hinter den Maklern und Mehrfachagenten folgen die Einfirmenvermittler mit 23%. Doch obwohl die Makler Anteile an Banken verloren haben, konnten sie laut der WTW-Vertriebs - wege-Studie – absolut betrachtet – ebenfalls ihr Neugeschäft signifikant steigern: Bei laufenden Beiträgen um 10%, bei Einmalbeiträgen um 25%. (AC) Anteile der Vertriebswege am Neugeschäft (APE) 2016 bis 2019 Die Gewinner des Awards „Unternehmer-Ass 2020“ Das Jahr 2020 war für Versicherungsagen - turen und Maklerunternehmen eine besondere Herausforderung – mehr denn je war Unternehmertum gefragt. Und genau darum ging es auch in diesem Jahr wieder beim Award „Unternehmer-Ass“. Insgesamt hatten sich 91 Vermittlerbetriebe beworben, zehn schaff - ten es in die Finalrunde. „Die Bewerber waren so professionell wie noch nie, der Zieleinlauf war so knapp wie noch nie. Auch viele der Unternehmen, die es nicht in die Finalrunde geschafft haben, waren so kompetent wie nie zuvor aufgestellt“, so Steffen Ritter, einer der Initia - toren des Awards. Umso härter war die Entscheidung in diesem Jahr für die Jury, bestehend aus den Vertretern der Initiatoren Versicherungs - magazin, Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) sowie Institut Ritter. Zwei Kategorien standen beim Award „Unternehmer-Ass 2020“ zur Wahl. Die Preisträger in der Kategorie Exklusivorganisation „Deutsche Versicherungsagentur 2020“ sind: • GOLD: Martin Bantle e. K., Zurich Versicherung, Konstanz • SILBER: Versicherungsagentur Marinesse e. K., Öffentliche Oldenburg, Oldenburg • BRONZE: H.-D. Lauble GmbH, SV SparkassenVersicherung, St. Georgen In der Kategorie Maklerunternehmen „Deutscher Versicherungsmakler 2020“ sind die Preisträger: • GOLD: MehrWert GmbH, Bamberg • SILBER: AdVertum AG Versicherungsmakler, Stuttgart • SILBER: von Buddenbrock Unternehmensgruppe GmbH, Essen Quelle: Willis Towers Watson Vertriebswege-Studie Lebensversicherung 2019 Die Verleihung fand im Rahmen des Online-Kongresses „Zukunftstag deutscher Vermittler 2020“ statt. Für den Award 2021 ist die Bewerbungsphase schon gestartet. Mehr Informationen unter www.unternehmerass.de. (AC) 80 AssCompact | Januar 2021

MANAGEMENT & VERTRIEB Leitfaden zur Abfrage von Nachhaltigkeitspräferenzen Wer in der Anlageberatung und im Port - foliomanagement tätig ist, muss Kunden künftig zusätzlich nach ihren Nachhaltigkeitspräferenzen bei der Geldanlage befragen. So sieht es der delegierte Verordnungsentwurf zur Änderung der MiFID-II-Richtlinie vor. Die Pflicht zur Abfrage erfordert aber auch das nötige Wissen, um Kunden umfassend zu nachhal - tigen Anlagemöglichkeiten zu beraten. Als Orientierungshilfe für Berater hat der Fachverband Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) gemeinsam mit dem Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE) Regionalforum Frankfurt/Rhein-Main sowie weiteren Prak - tikern der Branche und Wissenschaftlern einen Leitfaden erstellt. Im Mittelpunkt steht die Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen des Kunden selbst, insbesondere die Konkretisierung der Nachhaltigkeitsziele und deren Erreichung über verschiedene Anlagestrategien. Außerdem werden zusätzliche externe Bewertungs- und Transparenzanforderungen nach - haltiger Anlageprodukte aufgezeigt und Berater erhalten Praxistipps zur Gesprächsvorbereitung zum Thema Nachhaltigkeit. Mit einer Veröffentlichung der MiFID-II- Änderungsverordnung im EU-Amtsblatt wird laut FNG und DNWE im ersten Quartal 2021 gerechnet. Dann hat die Bundesregierung zwölf Monate Zeit, die Durchführungsricht - linie in nationales Recht umzusetzen, bevor die Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen verpflichtend erfolgen muss. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite des FNG. (AC) © dvb Technische Makleranbindung: Diese Versicherer überzeugen Auch in diesem Jahr hat die deutsche-versicherungsboerse.de (dvb) im Rahmen des Makler- Audits „IT-Prozesse im Makler - unternehmen: Vertrieb, Adminis - tration, Technik“ beleuchtet, wie es um die technischen Anbindungen zwischen Versicherern und Maklern dvb-Geschäftsführer steht. Im Zuge des Audits hat ein Friedel Rohde Beirat aus IT-Spezialisten und Maklern Awards an Versicherer für die beste technische Maklerunterstützung verliehen. Einen Award in Gold gab es erneut für den VOLKS- WOHL BUND, der sich den 1. Rang in diesem Jahr mit der Haftpflichtkasse teilt. Eine Auszeichnung in Silber erhielten die Gothaer, die Stuttgarter und die Nürnberger. Bronze ging an die Barmenia, die WWK, die Allianz, Rhion und Janitos. Im Rahmen des Audits wurden die Makler auch um eine Bewertung der Extranets der Gesellschaften gebeten. Wie schon im Vorjahr liegen die VHV und die Haftpflichtkasse in der Gunst der Makler mit Abstand vorne. In diesem Jahr hat die dvb außerdem betrachtet, wie sich die Nennungen in Relation zur angegebenen Intensität der Zusammenarbeit zwischen Versicherer und Makler verteilen. Dieser Perspektivwechsel hat laut dvb zu Veränderungen im Ergebnis geführt: Neben der Haftpflichtkasse landeten die InterRisk und Rhion vor der VHV auf den Spitzenplätzen. Wie sich den Antworten der Makler allgemein entnehmen lässt, ist die Nutzung der Extranets in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. Im dvb-Audit kommt auch einiges an Kritik an der Entwicklung auf Versichererseite. Insgesamt hätten die Gesellschaften ihre Hausaufgaben der vergangenen Jahre aber sehr gut umgesetzt, so das Fazit der dvb. „Es scheint der Zeitpunkt erreicht worden zu sein, an dem jetzt die Maklerunternehmen mit den Anforderungen der Digitalisierung hinterherhängen. Die Versicherer haben viel Aufwand investiert, jetzt muss die Maklerschaft nachziehen“, betont Friedel Rohde, Geschäftsführer der dvb. (AC) Januar 2021 | AssCompact 81

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