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AssCompact 02/2019

AssCompact ist das führende Fachmagazin für Assekuranz, Kapitalanlagen, Finanzierung und Immobilien. Die Online-Ausgabe liefert tagesaktuelle Beiträge ...

INVESTMENT | News Union

INVESTMENT | News Union Investment startet neuen PrivatFonds Frankfurter – Value Focus Fund erhält die deutsche Vertriebszulassung (ac) Der Frankfurter – Value Focus Fund der Shareholder Value Management AG ist zum Jahresstart 2019 zum öffent - lichen Vertrieb in Deutschland zugelassen worden. Der Fonds wurde bereits 2008 als Luxemburger AIF aufgelegt und im Jahr 2010 um die Anteilsklasse R erweitert. Diese hat seit Auflegung eine Performance von 146% erzielt. Kern des Portfolios sind globale Small und Micro Caps. Wertorientierte Anlagestrategie Der Frankfurter – Value Focus Fund wird nach einer wert - orientierten Anlagestrategie gemanagt. Das Beraterteam um Frank Fischer und Ronny Ruchay konzentriert sich mit einem langfristigen Anlagehorizont auf primär eigentümergeführte Unternehmen, die über dauerhafte strukturelle Wettbewerbsvorteile verfügen und deren Aktien am Markt deutlich unter ihrem inneren Wert gehandelt werden. Bei der Steuerung der Investitionsquote kann das Beraterteam auch auf Sentiment-Indikatoren zurückgreifen, um aktuelle Marktineffizienzen auszunutzen. Stark konzentriertes Portfolio Am Ende des Auswahlprozesses entsteht ein Portfolio aus etwa 15 bis 20 Titeln. Aktuell machen die fünf größten Positionen etwa 70% des 51 Mio. Euro großen Portfolios aus. Möglich machen solch hohe Gewichtungen die Auflage als alternativer Investmentfonds (AIF) statt als UCITS-Fonds. Die größte Einzelposition per 30.11.2018 ist secunet Security Networks. Bisher war der Fonds als Luxemburger AIF nicht zum öffentlichen Vertrieb in Deutschland zugelassen. Mit der Zulassung wurde die Berechnung der erfolgsabhängigen Vergütung auf Jahresbasis umgestellt und der Fonds darüber hinaus wöchentlich handelbar gemacht. Der Frankfurter – Value Focus Fund der Shareholder Value Management AG setzt auf große Einzelpositionen. © BillionPhotos.com – Fotolia.com (ac) Union Investment bietet seit Jahresbeginn die Multi-Asset-Lösung „Privat- Fonds: Nachhaltig“ an. Sie kombiniert das bestehende sicherheitsorientierte und flexible Vermögensmanagement von „PrivatFonds: Kontrolliert“ mit einem Nachhaltigkeitsansatz. Die Portfolioausrichtung wird jeweils an die erwartete Wertschwankungsintensität der Kapitalmärkte angepasst und das Vermögen auf möglichst viele Anlageformen verteilt. Die durchschnittliche Aktienquote des nachhaltigen Fonds wird langfristig bei etwa 30% erwartet, kann allerdings je nach Schwankungsverhalten der Anlageklassen zwischen 5 und 45% variieren. Verknüpfung von Nachhaltigkeit mit Multi-Asset-Konzept Bevor Unternehmen, Staaten, Fonds, Derivate und ETFs in den Fonds aufgenommen werden, werden sie einer umfassenden Nachhaltigkeitsanalyse und -bewertung unterzogen. Das Fondsmanagement ermittelt für die einzelnen Anlageinstrumente jeweils das Nachhaltigkeitsrating (ESG-Score). Dieses Rating basiert auf unabhängigen Daten von spezialisierten Ratingagenturen und gibt Auskunft darüber, wie nachhaltig beispielsweise ein Unternehmen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung agiert. Auch das Geschäftsmodell wird einbezogen. Wirtschaftliche Aspekte Zudem werden potenzielle Anlagen unter wirtschaftlichen Aspekten beleuchtet, sodass nur solche für ein Investment infrage kommen, die aus fundamentaler Sicht einen positiven Beitrag für das Portfolio leisten können und den Ausschlussregeln nicht widersprechen. Ausgenommen davon sind Anlagen, für die im Markt derzeit keine ausreichende Nachhaltigkeitsbewertung verfügbar ist, die jedoch zur weiteren Verbesserung des Chance-Risiko-Profils beigemischt werden können. 36 Februar 2019

Deutsche Vermögensverwalter bleiben weiterhin optimistisch (ac) Unabhängige Vermögensverwalter blicken trotz der protektionistischen Handelspolitik vieler Länder und des unklaren Ausgangs der Brexit- Verhandlungen optimistisch auf das Finanzjahr 2019. Sie prognostizieren Kursgewinne an den Aktienmärkten bei unveränderten Zinsen und leicht steigende Rohstoffpreise. Das geht aus der siebten jährlichen Vermögensverwalter-Umfrage von Universal-Investment hervor. Dax-Prognose: 12.384 Punkte In etwa die Hälfte der Befragten erwartet eine gebremste wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone, Privatanlegern empfehlen die Profis dennoch Aktien aus Industrienationen und insbesondere Europa. Die größten Chancen sehen sie mit einem Zuwachs von fast 15% im Dax. Für den deutschen Leitindex prognostizieren sie Ende 2019 im Schnitt einen Stand von 12.384 Punkten. Nach einem durchwachsenen Börsenjahr sehen die Investmentexperten im deutschen Leitindex für 2019 damit doppelt so viel Potenzial wie noch im Vorjahr. Den Höchststand aus dem Januar 2018 würde er aber noch immer ein gutes Stück verfehlen. Starke Zuwächse in Höhe von durchschnittlich 13,6% erwarten die Befragten auch für den Euro Stoxx 50. Etwas gedämpfter sind die Erwartungen für den amerikanische S&P 500 (9,1%) sowie für den japanischen Nikkei 225 (8,1%). Zinswende bleibt aus Eine Veränderung des Euro-Leitzinses erwartet die Mehrheit der unabhängigen Vermögensverwalter derweil nicht. Auch die von der US-Notenbank bereits eingeleitete Zinswende wird sich nach Meinung der Experten zukünftig nicht signifikant weiterentwickeln. Das realistischste geldpolitische Szenario ist für zwei Drittel der Befragten eine Inflation. „ Kommentar: Ich bin ein Sparer, holt mich hier raus Die Deutschen horten Geld. Massenweise Geld. Bar und vor allem auf Konten. Über 2,4 Bio. Euro, um genau zu sein. Auf diese stolze Summe ist das Vermögen gestiegen, das die privaten Haushalte in Deutschland in Form von Bargeld oder Bankeinlagen hamstern. Und in keine andere Form des Geldvermögens fließt so viel neues Geld. 33 Mrd. Euro waren es laut den offiziellen Zahlen der Bundesbank allein im dritten Quartal 2018. Aktien und Investmentfonds kamen zusammen dagegen nur auf Zuflüsse von etwa 12 Mrd. Euro. Wie gut, dass die Zinsen für Tagesgeld laut den ebenfalls offiziellen Zahlen der Bundesbank gegen Ende 2018 zum ersten Mal seit drei Jahren gestiegen sind. Der durchschnittliche Zins für Tagesgeld hat sich innerhalb von drei Monaten sogar verdoppelt hat. Verdoppeln bedeutet allerdings nur von 0,01 auf 0,02%. Um sein eingesetztes Geld bei einem solchen Zins zu verdoppeln, müssten Sparer 360 Jahre mitbringen. Von einem wirklichen Zins kann daher nach wie vor keine Rede sein. Und auch 2019 wird sich daran aller Voraussicht nach nichts ändern. In absoluten Zahlen und erst recht nach Abzug der Inflation wird es auf der Bank noch lange keine nennenswerten Zinsen geben. Auch wenn es ermüdend ist, kann man daher nicht oft genug betonen, dass es höchste Zeit ist, dass sich die Deutschen endlich aus dem Zinscamp befreien und sich auf den Weg durch den Dschungel des Kapitalmarkts zu machen. Der hat zwar keinen guten Ruf, bietet aber nach wie vor attraktive Renditemöglichkeiten – für risikobereite Anleger genauso wie für defensive. Und bei 37.874 Finanzanlagenvermittlern in Deutschland gibt es auch genügend Guides, die einen sicher durch das zugegeben nicht immer einfache Dickicht der Fondspolicen, Investmentfonds und Sachwertbeteiligungen begleiten. Von Michael Herrmann, AssCompact “ Februar 2019 37

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