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AssCompact 02/2021

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EXISTENZSCHUTZ Weil

EXISTENZSCHUTZ Weil Lebenspläne platzen können Wer berufsunfähig wird, muss sein Leben neu gestalten. Wie Seifenblasen zerplatzen Träume und Pläne. Mit einer Arbeitskraftabsicherung lassen sich zumindest die finanziellen Verluste auffangen. Versicherer erweitern gerade ihre Angebote und versuchen näher an den Bedarf verschiedener Kundengruppen heranzurücken. © Mihai Simonia – stock.adobe.com 34 AssCompact | Februar 2021

EXISTENZSCHUTZ In den vergangenen Monaten haben einige BU-Versicherer an ihren Produkten gefeilt. Im Vordergrund standen dabei meist das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Flexibilität der Produkte. Gerade im Bereich der Nachversicherungsgarantie tut sich einiges. Viele Themen beziehen sich auch auf die Schüler-BU mit dem Ziel, dass diese auch die künftigen Berufswege der jungen Versicherten mitgeht. Übergreifend lässt sich in der BU-Ver - sicherung aktuell wohl aber der Trend hin zu Baustein-Modellen feststellen. Während in den vergangenen Jahren einzelne Leistungselemente erweitert wurden, finden sich nun in den Produkten mehr gebündelte Zusatzoptionen. Weg vom Produktverkauf BU Doch noch mehr als die BU-Versicherung steht aktuell die Grund - fähigkeitsversicherung im Fokus der Versicherer, was sich auch in diesem Sonderthema widerspiegelt. Spricht man von Existenzschutz oder Arbeitskraftabsicherung, stehen heute in der Beratung die BU-Ver - sicherung, die EU-Versicherung und die Grundfähigkeitsversicherung zur Disposition. Selbst wenn die BU- Versicherung die Nummer eins in der Beratung ist, sind die Zeiten des einseitigen Produktverkaufs lange vorbei. Denn was ist, wenn sich im Laufe des Gesprächs herausstellt, dass sich die BU-Versicherung gar nicht eignet oder zu teuer ist? Ein Umswitchen auf eine andere Variante wird ungleich schwerer, selbst wenn der dann infrage kommende Schutz für den Versicherten sinnvoll ist. Wert der Arbeitskraft Der Verlust der Arbeitskraft gehört zu den größten Existenzrisiken und bedeutet einen hohen Vermögensschaden für jede Person. Dazu bedarf es erst einmal der Kenntnis über den Wert der eigenen Arbeitskraft bzw. der des Kunden. Ohne eine Analyse des Finanz - bedarfs ist das nicht möglich und für Versicherungsmakler selbstverständlich. Einen Anhaltspunkt bildet hier auch die Basis-Finanzanalyse nach der DIN-Norm 77230. Sieht man sich aber beispielsweise die durchschnittlichen Höhen der BU- Renten an, scheint die Höhe eines Verdienstaufsfalls häufig noch zu niedrig eingeschätzt zu werden. Was aber die Einbeziehung aller Absicherungsmodelle angeht, weiten auch die Versicherer selbst immer mehr ihre Angebote aus. Soll heißen, wer gestern etwa nur eine Risikolebensversicherung angeboten hat, hat sein Portfolio um eine BU erweitert. Wer irgendwann mal mit einer Dread Disease gestartet ist, ist heute mit einem breiten Biometrie-Tarifstrauß am Markt aktiv. Und wer sich lange als reiner BU- Versicherer verstanden hat, hat heute meist auch eine Grundfähigkeits- und, wenn auch seltener, eine EU-Versicherung im Gepäck. Grundfähigkeitsversicherung Die Grundfähigkeitsversicherung hat einen Lauf, zumindest was die Produktgestaltung angeht. Sie hat schon einige Jahre auf dem Buckel, ihre Bedeutung stieg zuletzt aber immer mehr. Die Zahl der Anbieter ist stetig gewachsen. Mit der Grundfähigkeitsversicherung lässt sich der Verlust von Fähigkeiten wie Sehen, Sprechen, Stehen oder der Gebrauch eines Armes absichern. Zuletzt hat auch die Zahl der ver - sicherten Grundfähigkeiten weiter zugenommen. Aber sie bleibt eine Teillösung, denn psychische Erkrankungen zum Beispiel – mittlerweile eine der häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit – können nicht umfassend abgesichert werden. In dem folgenden Interview mit infinma wird auch deutlich, dass nicht alle neuen Leistungsauslöser unbedingt sinnvoll sein müssen. Zudem machen sie die Produkte immer komplexer und die Vergleichbarkeit wird deutlich schwieriger. Dass Tarife nur schwer miteinander verglichen werden können, ist ein Nachteil für die Kunden und auch die Vermittler in der Beratung. Marktstandards gibt es an dieser Stelle noch nicht, sie werden sich aber wohl in den nächsten Monaten auf Betreiben von Rating- und Analysehäusern herauskristallisieren, was dann für mehr Transparenz sorgen dürfte. Sonderthema im Überblick Existenzschutz zur Einkommensabsicherung wird durch Covid-19 noch brisanter „Jedes Absicherungsmodell muss auf Rechtssicherheit aus Kundensicht abzielen“ Grundfähigkeiten absichern – Modulare Konzepte für bestimmte Zielgruppen BU-News Verpflichtet Krebs zur Aufgabe des Unternehmens? BU und Corona Für viel Aufmerksamkeit sorgt aktuell die Frage, welche Auswirkungen eine Covid-19-Erkrankung für die BU-Versicherung haben wird. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Sonderthemas gibt es noch wenige Erkenntnisse dazu. Das wird auch noch einige Zeit dauern: Für genaue Analysen sei es noch zu früh, schreibt etwa Dr. Frank Schiller von der Munich Re in einem Beitrag. Zu wenig wisse man über die Langzeitfolgen einer entsprechenden Erkrankung. Bedingungsanpassungen für Neuverträge sind wohl denkbar, auch eine Anpassung der Gesundheitsfragen. Einig sind sich die Experten allerdings jetzt schon, dass es keinen großen Bezug zwischen Infektionsklauseln und der Corona- Pandemie gibt. Die Dauer der Arbeitsunterbrechung liegt bei Covid-19 bisher deutlich unterhalb des notwendigen Zeitraums von sechs Monaten, zudem gibt es kein individuelles Tätigkeitsverbot für einzelne Berufstätige. Alles andere wird die Zeit zeigen – wie dies in Corona-Fragen aktuell die Regel ist. P Von Brigitte Horn, AssCompact 36 38 42 44 46 Februar 2021 | AssCompact 35

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