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AssCompact 02/2021

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EXISTENZSCHUTZ Corona

EXISTENZSCHUTZ Corona und der Abschluss einer BU-Versicherung Welchen Einfluss hat Covid-19 auf die BU-Versicherung? Die Frage ist naheliegend, wird sich aber wohl erst in Zukunft vollständig beantworten lassen. Aktuell gibt es noch zu wenige Erkenntnisse über mögliche Langzeitfolgen. Zunächst einmal betont der GDV, dass eine auskurierte Covid-19-Erkrankung dem Abschluss einer BU-Ver - sicherung grundsätzlich nicht im Wege steht. Auf die Kalkulation der BU-Versicherer werden dennoch Herausforderungen zukommen. Und so befürchten Experten, dass man am Markt öfter Ausschlussklauseln oder in bestimmten Fällen auch Ablehnungen sehen wird. Anpassungen in den Gesundheitsfragen gehören ebenfalls dazu. Für branchenweite Analysen ist es noch verfrüht, zudem wird sich wohl auch an dieser Stelle das Angebot spreizen. Mit Blick auf die Risiko- und Leistungspolitik hat etwa eine PremiumCircle-Umfrage schon im September ein sehr differenziertes Bild festgestellt. Ein Beispiel ist etwa die Anzeigepflicht eines positiven Corona-Tests ohne Symptome. (AC) Leistungsregulierung der BU-Versicherer Im Sommer 2020 hat das Analysehaus Franke und Bornberg seine fünfte BU-Leistungspraxisstudie vorgestellt. Die Studie basiert auf Daten für das Geschäftsjahr 2018, die Stichprobe wurde im November 2019 validiert. Teilgenommen haben Generali Deutschland, ERGO, HDI, Nürnberger und Zurich. Sie bieten rund 3,9 Millionen Kunden einen BU-Schutz. Wie schon zuvor hat Franke und Bornberg auch bei dieser Untersuchung keine Anhaltspunkte für Leistungsverweigerungen mit System festgestellt. Knapp 80% aller abgeschlossenen Regulierungen endeten demnach mit einer Anerkennung der Leistungspflicht. Zieht man nur Fälle heran, bei denen die versicherte Monatsrente mindestens 300 Euro beträgt, liegt die Leistungsquote bei 76,4%. Dass Ver - sicherer knauseriger werden, wenn die Rente eine bestimmte Höhe erreicht, bestätigt sich folglich nicht, so die Analysten. Die meisten Ablehnungen erfolgen, weil der vereinbarte BU-Grad nicht erreicht wird. Darauf entfallen laut Studie mehr als die Hälfte aller negativen Entscheidungen. Besonders häufig bewilligt werden BU-Renten für Versicherte zwischen dem 46. und dem 58. Lebensjahr. Bei jungen Erwachsenen im Alter von 17 bis 35 Jahren dagegen liegt die Ablehnungsquote über dem Durchschnitt, was vor allem auf die Wirkung der vorvertraglichen Anzeigepflicht zurückzuführen ist. (AC) 44 AssCompact | Februar 2021

EXISTENZSCHUTZ Basisrenten mit BU-Zusatzversicherung – Funktioniert das? Immer wieder wird diskutiert, ob es sinnvoll ist, einen BU-Schutz mit einer Alters - vorsorge zu koppeln. Um die Diskussion auf eine sachliche Basis zu bringen, hat die MLP Finanzberatung das ifa Ulm im Rahmen einer Studie einen Vergleich zwischen einer Basisrente + BUZ und einer Kombination aus Fondssparplan + SBU machen lassen. In den qualitativen Kriterien weist die Basisrente + BUZ demnach zunächst Nachteile auf. Hier sind insbesondere die vom Gesetzgeber explizit für die Basisrente vorgegebenen Einschränkungen zu nennen. Die Nachteile sind an der Stelle für verschiedene Verbraucher unterschiedlich groß. Die quantitativen Unterschiede im Preis-Leistungs-Verhältnis können durch Berechnungen genauer analysiert werden. In Beispielrechnungen zeigt sich, dass die Basisrente + BUZ je nach Steuersatz für Verbraucher gleich „teuer“ oder günstiger sein kann, aber nie teurer. Die Gruppe der Verbraucher, für die die Basisrente + BUZ in den quantitativen Kriterien vorteilhaft ist, ist also sehr groß. Der Vorteil in den quantitativen Kriterien kann also ein gutes Argument sein, die geringere Flexibilität einer Basisrente + BUZ in Kauf zu nehmen. (AC) Assekurata untersucht Beitragsstabilität von BU-Tarifen Neben der Qualität der Bedingungen und der Fairness in der Leistungsregulierung ist ein stabiler Beitrag in der BU-Versicherung besonders wichtig. Allerdings sind die Voraussetzungen für einen beitragsstabilen BU-Tarif sehr komplex. Dies liegt nach Ansicht der Ratingagentur Assekurata an verschiedenen Ursachen. So kann ein Tarif etwa unzureichend kalkuliert oder der Bestand insgesamt nicht tragfähig genug sein. Zudem besteht die Möglichkeit, dass ein Versicherer BU-Risikogewinne verwenden muss, um eine Ertragsschwäche an anderer Stelle auszugleichen. Um dieser Ursachenvielfalt Rechnung zu tragen, hat Assekurata in Kooperation mit ifa Ulm einen mehrdimensionalen und zukunftsgerichteten Bewertungsansatz entwickelt. Dieser stellt zum einen darauf ab, ob der einzelne BU-Tarif tragfähig, robust und professionell kalkuliert ist. Zum anderen bezieht das Verfahren mögliche Rückwirkungseffekte aus dem BU-Bestand und der wirtschaftlichen Ertragssituation des Unternehmens insgesamt mit ein. Als erster Versicherer hat sich die ALTE LEIPZIGER mit fünf Tarifen dem Prüfverfahren gestellt. Alle Tarife haben die Anforderungen bestanden und wurden mit dem Beitragsstabilitätssiegel ausgezeichnet. (AC) Februar 2021 | AssCompact 45

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