Aufrufe
vor 11 Monaten

AssCompact 04/2018

  • Text
  • Asscompact
  • April
  • Fonds
  • Makler
  • Unternehmen
  • Markt
  • Deutschland
  • Vermittler
  • Vertrieb
  • Versicherer

INVESTMENT © Friedberg

INVESTMENT © Friedberg – Fotolia.com Marktführer für Teak-Direktinvestments öffnet sich für externe Vertriebe Die Life Forestry Switzerland AG kooperiert künftig exklusiv mit der in Deutschland an - sässigen LFS Vertriebs GmbH & Co. KG und wendet sich von verschiedenen Standorten aus an Vermittler, die Direktinvestments in Edelhölzer in ihr Angebotsportfolio aufnehmen wollen. Das Unternehmen betont dabei die Chancen, die diese Holzinvestments bieten. Parkett aus Teakholz, Möbel aus Mahagoni: Seit Jahren kaufen Holzimporteure aus China und Indien das Angebot an tropischen Edelhölzern förmlich vom Fleck weg. Vor allem in diesen Ländern prognostizieren die Experten von der ITTO (International Tropical Timber Organization) auch in den nächsten Jahren eine steigende Nachfrage. Auch die FAO als Land- und Forstwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen prognostiziert für qualitativ hohes Plantagen teak dauerhaft jährliche Preissteigerungen von bis zu 5%. Anbindung von Vermittlern Bisher konnte die Chancen dieser Anlageklasse nur nutzen, wer als Privatanleger direkt über Online-Kommunikation mit der Life Forestry Switzerland AG in Kontakt getreten ist. Das bedeutet, dass ein Großteil der investitionswilligen Anleger von diesem Produkt vermutlich noch nie etwas gehört hat. Daher erfolgt jetzt die Weichenstellung mit der LFS Vertriebs GmbH & Co. KG mit Sitz in Kassel und weiteren Standorten in Köln, München, Stuttgart und Berlin. Auch Vermittler aus Österreich und der Schweiz können über die LFS das Teak-Direktinvestment der Life Forestry in ihr Angebotsportfolio aufnehmen. Einer Erlaubnispflicht nach § 34 GewO bedarf es für die Vermittlung nicht. Die Investmentchancen bei tropischem Edelholz Life Forestry ist ein Beispiel für Investments in tropisches Edelholz, einer Anlageklasse, die sich nicht nur bei umweltbewussten Anlegern großer Beliebtheit erfreut. Ihr schnelles Wachstum, ihre Beständigkeit und ihre ästhetische Qualität setzen sie auf eine Stufe mit Wertanlagen wie Oldtimer, altem Whisky und Gemälden. Anders als Nutzhölzer sind Edelhölzer kaum von zyklischen Marktschwankungen abhängig. Und wie bei allen Holzarten bestehen bei dieser Anlageform keine Korrelationen zu anderen Asset-Klassen. Der FSC® gilt als die Zertifizierungs - organisation für Forstwirtschaft und holz - basierte Produkte, die international breite Anerkennung genießt und die strengsten Anforderungen im Sinne einer nachhaltigen Forstwirtschaft stellt. Life Forestry Switzerland, Marktführer im Bereich Teak-Investment, setzt seit Jahren auf dieses Qualitätssiegel. Geschäftsführer Lambert Liesenberg: „Wir sind davon überzeugt, dass diese Zertifizierung über das nachgewiesene Qualitätsmanagement unserer forstwirtschaftlichen Betriebe ebenso viel zum Wertzuwachs unserer Plantagen beiträgt wie die weltweit steigende Nachfrage nach Tropenholz.“ Edelholzinvestments zählen zu den klassischen Langzeitinvestments, da die Gelder üblicherweise über den Lebenszyklus eines Baums investiert bleiben. Ein geringer Anteil der Erträge wird mitunter nach den ersten Ausforstungen ausgeschüttet, die nach 10 bis 15 Jahren realisiert werden können. Einige Unternehmen bieten auch Sparpläne mit Laufzeiten von nur fünf Jahren an, die jedoch mit einer entsprechend moderaten Rendite verbunden sind. 78 April 2018

Wo das Holz herkommt Die Standorte der Aufforstungsprojekte verteilen sich über Mittelamerika, Afrika und Asien. Deutsche Anbieter ziehen politisch stabile Länder wie Costa Rica oder Ecuador vor, bei denen sprachlich, kulturell und juristisch viele Parallelen zum europäischen Wirtschaftsraum bestehen. Mittelamerika gilt außerdem als einer der am schnellsten wachsenden Produzentenmärkte – allein in Costa Rica hat sich der Wert des exportierten Holzes von 2010 bis 2016 mehr als verzehnfacht. Geschlossene Fonds oder Direktinvestments Deutlich geringer ist die Vielfalt in Bezug auf die Investmentmodelle. Im Tropenholzmarkt dominiert die für langfristige Investments übliche unternehmerische Beteiligung in Form von geschlossenen Fonds oder Direktinvestments. Investmentfonds fallen aus, da die großen Waldfonds sich in der Regel auf Unternehmen aus dem Nutzholzmarkt konzentrieren. Auch der Kauf von Aktien ist wenig attraktiv, da die hohe Liquidität zulasten einer kontinuierlichen, korrelationsfreien Wertentwicklung geht. Der Vorteil geschlossener Fonds besteht in diesem Marktsegment darin, dass alle Anleger die gleichen Gewinnchancen haben, unabhängig vom Standort ihrer Parzelle oder ihres Baumbestands. Außerdem unterliegen geschlossene Fonds der Prospektpflicht und den damit verbundenen Informationspflichten. Der Nachteil besteht darin, dass das Entwicklungsrisiko häufig den Anlegern angelastet wird, das heißt, der Anbieter sammelt erst Kapital ein und bezahlt sodann mit den Anlegergeldern das Grundstück und die Aufbauarbeiten. Bei Direktinvestments erwerben oder pachten Anleger ein Grundstück bzw. Bäume, die der Anbieter bereits gepflanzt hat. Werden nur Bäume erworben, so wie es bei der Life Forestry Switzerland AG der Fall ist, profitieren die Anleger zudem davon, dass die Erträge aus den Baumverkäufen nach deutschem Recht nicht versteuert werden müssen. Allen Direktinvestments ist gemeinsam, dass der Anleger die Aufgabe der Bewirtschaftung und Ernte an einen forstwirtschaftlichen Dienstleister abgibt. Bei der Wahl des Investments gilt: Vorsicht vor Billiganbietern, die Teile der Bewirtschaftung „outsourcen“. Qualitätsbewusste Anbieter behalten die Kontrolle über den gesamten Bewirtschaftungs- und Vermarktungsprozess und können so auf jeder Stufe der Wertschöpfungskette haftbar gemacht werden. Qualität drückt sich auch in der forstwirtschaftlichen Arbeit und der Transparenz des Anbieters aus. Bei Life Forestry geht man so weit, alle Plantagen hektargenau per GPS zu vermessen, die Bäume zu nummerieren und zu fotografieren, sodass Anleger jederzeit die Entwicklung ihrer Bäume einsehen können. Wer Anbaufläche pachtet oder kauft, sollte darauf achten, dass der Erwerb des Grundstücks nach Vertragsabschluss zeitnah per Grundbucheintrag gesichert wird. Anleger, die Bäume erwerben, sollten prüfen, dass der Boden im Eigentum der Investmentgesellschaft ist. So beugen sie Konflikten in Bezug auf die Bodennutzungsrechte und das Eigentum an der Holzernte vor. Verantwortliches Risikomanagement Qualität ist auch in Bezug auf das Risikomanagement der Anbieter oberstes Gebot. Die Wahl eines Standorts mit stabilen Wetterverhältnissen, das Vorhandensein von Feuerschutzschneisen und die Nähe zu einem Handelsknotenpunkt sollten ebenso gegeben sein wie die Möglichkeit, das Holz zu einem späteren Zeitpunkt zu verkaufen, falls der Preis zur Erntezeit nicht günstig liegt. Life Forestry hat alle wichtigen Risiken eruiert und bereits im Vorfeld eliminiert. Somit ergibt sich ein optimaler Risikoschutz. Gleichwohl dürfen Anleger von einem Edelholzinvestment auch Erträge erwarten, die über der Rendite von Beteiligungen in zentraleuropäischen Breitengraden liegen. Eine solche Rendite setzt voraus, dass Anleger in wachstumsoptimierte Baumplantagen investieren. Denn die von den „dunkelgrünen“ Anbietern favorisierten Mischwälder (extensive Waldwirtschaft) erfordern eine deutlich aufwendigere Pflege als Baumplantagen. Bei vielen dieser Waldinvestments wird der ideelle Wert der Anlage zulasten der Rendite betont, die bei manchen Investments bei nur 4 bis 5% liegt. Wer in Baumplantagen investiert, muss deshalb auf Nachhaltigkeit nicht verzichten: Wie die FAO bestätigt, können Plantagen viele wichtige Schutzfunktionen von Wäldern übernehmen, wenn sie nachhaltig bewirtschaftet werden – und genau dies wird durch die Vergabe eines FSC®-Siegels bestätigt. W Von Markus Bischoff, Geschäftsführender Gesellschafter der LFS Vertriebs GmbH & Co. KG April 2018 79