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AssCompact 04/2018

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MANAGEMENT & VERTRIEB |

MANAGEMENT & VERTRIEB | News Zahl der Gründer geht unerwartet stark zurück Die Bereitschaft wächst, im Alter länger zu arbeiten (ac) Was den demografischen Wandel betrifft, überwiegen nach Ansicht von zwei Dritteln der Deutschen die Risiken gegenüber den Vorteilen. Gerade einmal 8% der Bevölkerung sehen darin Chancen für Deutschland. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung hervor. Im Rahmen der Studie hat das Institut für Demoskopie Allensbach 1.400 Personen ab 16 Jahren befragt. Demnach sorgen sich die Menschen um den Wohlstand und die Lebens - qualität im Alter. Viele fürchten vor allem Altersarmut (83%), einen späteren Renteneintritt (80%) und steigende Rentenbeiträge (77%). Trend zu längerer Lebensarbeitszeit Die Studie zeigt außerdem, dass immer mehr Deutsche bereit sind, im Alter länger zu arbeiten. Wollte im Jahr 2002 noch mehr als die Hälfte der berufstätigen Befragten (52%) früher als gesetzlich vorgesehen in den Ruhestand gehen wollte, hat sich der Anteil inzwischen auf 25% verringert. Dagegen ist die Zahl der Berufstätigen, die über die Ruhestandsgrenze hinaus arbeiten wollen, im selben Zeitraum von 5% auf 12% gestiegen. „Die Mehrheit der Befragten kann sich noch nicht mit einer Heraufsetzung des gesetzlichen Renteneintrittsalters anfreunden, aber ein Trend zur Akzeptanz eines längeren Berufslebens ist deutlich erkennbar“, erläutert André Schleiter, Studienleiter und Experte für Demografie bei der Bertelsmann Stiftung. Laut Studie sind die Beweggründe für eine längere Erwerbsphase abhängig von Einkommen und Bildungsgrad. Je höher Qualifikationsniveau und Haushaltseinkommen sind, desto mehr kommen Motive wie „Freude an der Arbeit“ und „Kontakt mit Menschen“ zum Tragen. Je niedriger das Einkommen ist, desto eher betrachten die Befragten eine längere Lebensarbeitszeit als finanzielle Notwendigkeit. (ac) Der Rückgang der Gründungstätigkeit in Deutschland setzt sich überraschend stark fort. Dies geht aus einer Vorab - auswertung des KfW Gründungsmonitors hervor, der jähr - lichen repräsentativen Befragung zum Gründergeschehen in Deutschland. Den Ergebnissen zufolge haben im Jahr 2017 nur 557.000 Gründer den Schritt in die Selbstständigkeit gewählt. Dies entspricht einem Minus von 115.000 Gründern oder 14% im Vergleich zum Jahr 2016. Besonders stark ist die Zahl der Nebenerwerbsgründer gesunken, und zwar um 101.000 oder 24% auf 323.000. Bei den Vollerwerbsgründern ist dagegen nur ein Rückgang um 14.000 oder 6% auf 234.000 Personen zu verzeichnen. Als erfreulich bezeichnet die KfW die gegenläufige Entwicklung bei volkswirtschaftlich besonders bedeutsamen Gründungen. So gab es 2017 insgesamt 8% mehr Chancengründer, die also aufgrund einer bestimmten Geschäftsidee starteten, als im Jahr 2016. Die Zahl innovativer Gründer, die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit dem Ziel technologischer Innovationen durchführen, wuchs um 31%. Gesundheitsausgaben pro Tag knacken Milliardengrenze (ac) Die Gesundheitsausgaben in Deutschland liegen im Jahr 2017 erstmals jenseits der Marke von 1 Mrd. Euro pro Tag. Für 2017 sagt das Statistische Bundesamt (Destatis) einen Anstieg der Gesundheitsausgaben gegenüber 2016 um 4,9 % auf 374,2 Mrd. Euro voraus. Von 2015 zu 2016 hatten die Ausgaben um 3,8% zugenommen und 356,5 Mrd. Euro betragen, das waren 4.330 Euro je Einwohner. Dies machte 11,3% des Bruttoinlandsprodukts aus. Die höhere Wachstumsrate im vergangenen Jahr sei laut Statistischem Bundesamt auf das dritte Pflegestärkungsgesetz zurückzuführen, das seit 01.01.2017 in Kraft ist. Die Zahlen zur Finanzierung der laufenden Gesundheits - ausgaben basieren auf der neu entwickelten Finanzierungsrechnung, die ab sofort die Gesundheitsausgabenrechnung ergänzt und eine zusätzliche Analysemöglichkeit zu den finanziellen Aspekten des Gesundheitssystems eröffnet. Mit der Finanzierungsrechnung lassen sich die Entwicklungen des Gesundheitssystems nachvollziehen. Laut Statistischem Bundesamt sei etwa ein stärkerer Anstieg der sonstigen Finanzierung durch Privathaushalte 2004 zu erkennen, als die Praxisgebühr eingeführt wurde, ebenso wie ein Rückgang, als sie 2013 wieder abgeschafft wurde. Gesundheitsausgaben: 2017 in Deutschland jenseits der 1-Mrd.-Euro-Marke pro Tag. © Gina Sanders – Fotolia.com 94 April 2018