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AssCompact 04/2020

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ASSEKURANZ © whyframeshot – stock.adobe.com Produktbaukasten Hausrat: Neue Steine müssen her E-Bikes im Trend, der Camping-Sektor boomt – und Versicherte stehen zwischen den Stühlen. Ihr Leben wandelt sich mit Trends wie diesen, doch was bedeutet das für die Absicherung? Produkte wie die Hausratversicherung stoßen an ihre Grenzen. Wie flexible und ganzheitliche Lösungen aussehen können, beschreibt die Ammerländer Versicherung. Die Familie macht ihren Wochenendeinkauf mit dem E-Lastenrad. Der Nachbar fährt mit dem Pedelec zum Sport. In den Urlaub geht es mit dem Camper, zum Konzert oder in den Wochenendtrip mit dem Auto. Musik, Kontakte oder das Navi fahren durch das Smartphone oder das Tablet im Fahrzeug mit. Dieser Blick in den Alltag vieler Menschen zeigt: Fortbewegung, Kommunikation und Lebenswandel sind dabei, sich grundlegend zu ändern. Auch Dank des mobilen Internets leben wir ein flexibleres Leben als noch vor zehn Jahren. Dem müssen auch Versicherungsprodukte gerecht werden. Immer neue Leistungseinschlüsse Sie kommen jedoch in immer kürzeren Abständen an ihre Grenzen. Das gilt auch für den Klassiker, die Hausratversicherung. Dem ständigen Wandel wird auf verschiedenen Ebenen begegnet. Die nächstliegende ist, den ständigen Wandel über die Leistungseinschlüsse aufzugreifen. Das gilt beispielsweise für den Bereich Starkregen. Derzeit sind das Wetterphänomen und seine Auswirkungen angesichts des Klimawandels in den allgemeinen Fokus gerückt. Viele Hausratpolicen decken Überschwemmung durch Starkregen nicht ab, einige Premiumprodukte leisten dies mittlerweile aber schon. Sie integrieren das Starkregenrisiko als beitragsfreien Leistungseinschluss. Eine flexible Lösung für Kunden, die keine Elementarschadenversicherung möchten. Allerdings ist die Weiterentwicklung über Leistungseinschlüsse angesichts des engen Marktes im Bereich Hausrat begrenzt. Aufrüsten mit Nischenprodukten Hier setzen einige Versicherer mit neuartigen Produkten an, welche die Kundenbedürfnisse bedienen, die das gängige Produkt Hausratversicherung nicht mehr oder nur zum Teil auffängt. Zu diesen Nischenprodukten zählen Fahrrad- Vollkaskoversicherungen oder private Autoinhaltsversicherungen. Während die meisten Hausratprodukte auf Wunsch lediglich Fahrraddiebstahl integrieren, geht eine Fahrrad-Vollkaskoversicherung noch weiter. Der Vandalismus am teuren Pedelec oder der Feuchtigkeitsschaden an dessen Akku können auf diese Weise abgesichert werden. Ähnlich sieht es mit privaten Autoinhaltsversicherungen aus. Sie springen dort ein, wo die Hausrat-Klausel „Diebstahl aus Kfz“ nicht weitreichend genug wäre. Das gilt etwa für Tablets oder Smartphones, die bei einem Unfall mit dem Camper oder Auto gelitten haben. Auch wenn Wertsachen, EC-Karten oder Elektronik aus dem versicherten Fahrzeug entwendet werden, fängt das Nischenprodukt den finanziellen Schaden ab. 32 April 2020

Das Baukastenprinzip erweitern Damit aus diesen nebeneinander existierenden Produkten eine ganzheitliche Lösung wird, braucht es flexible Kombinationsmöglichkeiten. Die Lösung ist, das althergebrachte Baukastenprinzip zu erweitern: Es ist gängig, die Hausratversicherung mit Bausteinen zu koppeln. Dazu gehören etwa die Elementarschaden-, Glasbruch-, Fahrraddiebstahloder Reisegepäckversicherung. Nun fügen Versicherer dem Baukasten im nächsten Schritt neue Steine hinzu und integrieren Nischenprodukte. Das heißt: Es können beispielsweise private Autoinhalts- oder Fahrrad-Vollkaskoversicherungen als Baustein in Kombination mit der Hausratversicherung abgeschlossen werden. Auf diese Weise sind zusätzlich zum Hausrat auch E-Bike und Autoinhalt gegen Beschädigungen und Diebstahl abgesichert. Für Kunden, die diese Kombination nicht möchten, bleiben die Nischenprodukte unabhängige, einzeln abschließbare Produkte. Alle anderen können ihre Hausratversicherung individuell um mehrere Produkte erweitern. Eine derartige Lösung bietet beispielsweise die Ammerländer Versicherung. Welches Potenzial dieser Ansatz hat, zeigt der Blick auf zwei zentrale Trends, die sich auch auf den Versicherungsbedarf auswirken. Fahrradliebe blüht auf Ersterer ist die Fahrradliebe der Deutschen. Die Nutzung steigt seit Jahren: 44% der Menschen nehmen regelmäßig das Fahrrad. Das zeigt die repräsentative Bevölkerungsumfrage „Fahrrad Monitor 2019“, die alle zwei Jahre vom Bundesverkehrsministerium beauftragt wird und zum sechsten Mal vom SINUS- Institut durchgeführt wurde. Verglichen mit den Vorjahresstudien fahren mehr Menschen täglich oder mehrmals pro Woche Rad. 41% der Befragten wollen das Fahrrad künftig häufiger nutzen. Besonders das Pedelec sei weiter im Aufwind: Es landete auf Platz 1 der Fahrrad- Typen, den die potenziellen Fahrradkäufer in Deutschland als nächstes Modell kaufen wollen. In 14% der Haushalte in Deutschland ist bereits ein Pedelec vorhanden. Wer eines hat, der liebt es: 83% der Pedelec-Fahrer nutzen es sehr gerne beziehungsweise gerne. Camping boomt Trend Nummer zwei ist der Camping-Boom, den die Tourismusbranche derzeit beobachtet. Der Camping-Branchenverband BVCD meldet: In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl um 50% auf rund 34,5 Millionen angestiegen. Davon entfallen rund 86% auf inländische Urlauber. Etwa 3,8 Millionen Urlaubsreisen (2019: 3,4 Millionen) werden pro Jahr mit dem Wohnwagen oder dem Wohnmobil unternommen, so die Reiseanalyse 2020. Hinzu kommen rund vier Millionen Camping- Kurzurlaubsreisen. Langfristig wachse das Interesse am Caravaning-Urlaub: Für die Zukunft interessieren sich 12% (2002: 5%) der Bevölkerung für eine Reise mit dem Wohnmobil, rund 10% (2002: 5%) denken an einen Wohnwagenurlaub. Rundum-Schutz statt Dschungel Die Liebe der Deutschen zum Fahrrad und zum Camping zeigt, wie wichtig die Baukastenlösung für ganzheitlichen Versicherungsschutz ist. Sie holt Menschen in ihren Alltagsbedürfnissen flexibel ab, ohne dass für jede Lebenssituation eine weitere Police hermuss und das eigene Versicherungsportfolio zum undurchdringlichen und teuren Dschungel wird. Denn: Es ergeben sich nicht nur Preisvorteile. Im Idealfall braucht es dann auch nur noch einen Antrag für alle miteinander kombinierten Produkte, der sich direkt online abschließen lässt. Automatisch von Neuerungen profitieren Wer sich für diese Lösung entscheidet, profitiert außerdem automatisch von Neuerungen in den innovativen Produkt - sparten. Besonders beim Thema „Pedelecs“ kann sich das auszahlen, denn die Radbranche ist bekannt für ihr hohes Innovationstempo was Technik, Material und Zubehör betrifft. Diese ständigen Neuerungen müssen sich auch im Versicherungsschutz wiederfinden. Das gilt ebenso für grobe Fahrlässigkeit, die Versicherer nun mit abdecken, darunter die Ammerländer Versicherung. Der Grund: Zwar entdeckt gerade die Masse E-Räder für sich, doch sie verhalten sich anders als herkömmliche Fahrräder. Dadurch kommen Schäden durch Stürze oder Unfälle an E-Bikes deutlich häufiger vor als an rein muskulär betriebenen Fahrrädern. W Von Kira Granz, Produktmanagerin Hausrat bei der Ammerländer Versicherung April 2020 33

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