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AssCompact 04/2020

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KRANKENVERSICHERUNG ©

KRANKENVERSICHERUNG © Vadym – stock.adobe.com Neue Standards für Angestellte Die Beitragsstabilität und insbesondere die Bezahlbarkeit der Krankenversicherungs - beiträge im Alter sind Themen, denen sich die PKV-Branche stellen muss. HanseMerkur begegnet den Einwänden mit einem nun komplettierten Produktportfolio. Ein neuer Tarif richtet sich an höherverdienende und leistungsaffine Angestellte. Die Bertelsmann-Studie „Geteilter Krankenversicherungsmarkt“ widmete sich Ende Februar den finanziellen Folgen einer Zwangsvereinigung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Die Gegner und die Befürworter des dualen Krankenversicherungssystems in Deutschland wiederholten ihre Argumente, abendliche Talkrunden und Kommentierungen in den Tagesmedien inklusive. Dass eine Studie, deren Herausgeber selbst zugeben, dass es sich „ausdrücklich nicht um ein realistisches, ‚umsetzungsnahes‘ Szenario“ handele, einen solchen medialen Widerhall erfährt, muss die Vertreter der PKV-Branche nachdenklich stimmen. Augenscheinlich machen Berichte über vereinzelte hohe Beitragsanpassungen sowie verarmte privat versicherte Rentner das duale System weiterhin, mindestens „auf der Beziehungsebene“, angreifbar. Die Betrachtung der Sachlage müsste der immer wiederkehrenden Diskussion eigentlich den Sauerstoff entziehen. Höhere Preissteigerungen in der GKV Die Beitragssteigerungen in der GKV sind in den letzten zehn Jahren mit 3,8% p. a. deutlich höher ausgefallen als die der PKV mit durchschnittlich 2,3%. Dies konstatierte das Wissenschaftliche Institut der PKV (WIP) im Dezember 2019. Im gleichen Zeitraum stieg die Beitragsbemessungsgrenze – und damit die Berechnungsgrundlage für den Höchstbeitrag in der GKV – von 45.000 Euro auf 56.250 Euro, eine Steigerung um 25%. 2019 konnten auch 14,5 Mrd. Euro Zuschuss aus Steuermitteln ein vor allem durch den demografischen Wandel initiiertes Milliardendefizit der Kassen nicht auffangen. In der privaten Kranken- und Pflegeversicherung bestehen dagegen Rückstellungen von rund 274 Mrd. Euro (Stand Februar 2020), die die zu erwartenden Kostensteigerungen durch Alterung ausgleichen sollen. Das grundlegende System der PKV ist für die Zukunft also gut gewappnet, eine logische Begründung für die kritische Betrachtung der PKV gibt es nicht. Und doch stehen immer wieder vermeintliche Einzelfälle im Rampenlicht. Hier muss sich die Branche kritische Fragen gefallen lassen – und bestenfalls kann jeder Stakeholder durch seine Produkt- und Annahmepolitik die richtigen Antworten geben. Entwicklung eines neuen Produktportfolios Die HanseMerkur ist einer der wenigen PKV-Versicherer, die mit einer spürbaren und insbesondere sehr konstanten Wachstumsdynamik, verbunden mit einer überdurchschnittlichen Beitragsstabilität ihrer Tarife, aufwarten kann. Mit einer durchdachten Produktstrate- 38 April 2020

gie ist es gelungen, gute Kollektive anzusprechen und damit ausreichende Rechnungsgrundlagen für Weiterentwicklungen des Portfolios zu generieren. Bestens positioniert im Geschäftsfeld der Selbstständigen wurde so in den vergangenen Jahren die Zielgruppe der Beamten erschlossen. Im Jahr 2020 setzt die Hanse- Merkur die Komplettierung ihres Angebots mit der Einführung des Produktes Best Fit für den höherverdienenden und leistungsaffinen Angestellten weiter fort. Die HanseMerkur-Kriterien für langfristig erfolgreiche Tarife sind ihre Eignung für die anzusprechende Zielgruppe, eine Einfachheit im Aufbau und eine gute Integrationsmöglichkeit in die bestehende Produktlandschaft. Kalkulatorische Schnellschüsse belasten das Image einer ganzen Branche, daher sollte eine schlechte Risikoselektion und das daraus resultierende mögliche Schließen eines Tarifs – mit seinen negativen Konsequenzen für den Bestand – schon bei der Produktneu - anlage quasi ausgeschlossen werden. In die Entwicklung des Best Fit wurden dementsprechend in den vergangenen Monaten viel Zeit und viele Gespräche investiert, denn der Anspruch war kein geringer: Es sollen neue Standards in der vertrieblich interessanten Zielgruppe der Angestellten gesetzt werden. Neuer Tarif für Angestellte Best Fit vereint in einem Hochleistungstarif die Leistungen auch oberhalb der Gebührenordnungen für Ärzte und Zahnärzte mit der höchsten garantierten Beitragsrückerstattung (BRE), die es am Markt gibt. Bei Leistungsfreiheit im ambulanten und zahnärztlichen Bereich erhalten die Kunden eine Rückerstattung in Höhe von sechs Monatsbeiträgen des Hauptmoduls AZP, und zwar garantiert und nicht erfolgsabhängig. Damit ist die BRE-Zusage vertraglich vereinbart und muss nicht jedes Jahr neu beschlossen werden. Die Rückerstattung finanziert sich aus dem Beitrag, die Mittel aus den Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen (RfB) werden hierfür nicht angetastet. Damit die Kunden auch mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ihre Beitragsrückerstattung erreichen, sind auch das umfangreiche Vorsorgeprogramm des Best Fit sowie alle Leistungen aus dem Zusatzangebot des HanseMerkur- Gesundheitsmanagements nicht BRE-schädlich. Zur Absicherung der PKV-Beiträge im Alter hat die HanseMerkur bereits vor Jahren ein marktführendes Beitragssicherungssystem hervorgebracht, das sich selbstverständlich auch mit dem Best Fit kombinieren lässt. Das Konzept mit seinen Bausteinen zur Reduzierung des Zahlbeitrages und einer möglichen Selbstbeteiligung wird bisher sehr gut angenommen und ist auch in der Zielgruppe der leistungsaffinen Angestellten ein wichtiger Beratungsschwerpunkt. Aufbau auf Bestehendem Besonderer Clou des Best Fit ist, dass trotz der Entwicklung eines neuen Produktes keine Neukalkulation notwendig war. Das Hauptmodul ist der seit 20 Jahren bekannte Tarif AZP, der bisher eine vorgezogene monatliche Stundung der Beitragsrückerstattung vorsah. Dieses Produkt gibt es selbstverständlich auch weiterhin, denn unter Vermittlern und Kunden finden sich echte Fans der sogenannten Pauschalerstattung. Mit der neu gewonnenen Flexibilität im BRE-System wird aber noch mal eine zusätzliche neue Zielgruppe angesprochen – und damit der Anspruch der HanseMerkur, „Rundum“- Anbieter für alle Zielgruppen der PKV zu sein, erfüllt. Für Vermittler und Kunden bedeutet diese Vorgehensweise gleich mehrere Vorteile: Das Kollektiv des AZP ist ausgesprochen gut, die Bestands- und Neugeschäftsbeiträge sind überdurchschnittlich beitragsstabil. Die Nutzung dieses guten Kollektivs wirkt sich natürlich auch positiv auf die zu erwartende Beitragskontinuität aus. Alte Tarife werden nicht geschlossen, sondern bei unveränderter Annahme politik vom zu erwartenden Neugeschäft weiter profitieren. Die Produktstruktur bleibt zudem einfach und überschaubar. Als unabhängiger Mittelständler hat die HanseMerkur es geschafft, sich mit permanenter Arbeit an Produkten, Prozessen, Geschäftsmodellen und der Kapitalanlage eine starke Marktstellung zu erarbeiten. Die Entwicklung zum Komplettanbieter in allen Bereichen der PKV wird dazu beitragen, diese Position weiter auszubauen. W Von Eric Bussert, Holding-Vorstand Vertrieb und Marketing bei HanseMerkur April 2020 39

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