Aufrufe
vor 1 Jahr

AssCompact 04/2020

  • Text
  • Unternehmen
  • April
  • Vermittler
  • Fonds
  • Deutschland
  • Nachhaltige
  • Zudem
  • Versicherer
  • Makler
  • Thema

MANAGEMENT & VERTRIEB |

MANAGEMENT & VERTRIEB | Impulse für junge und moderne Makler Unselbstständige Mitarbeiter – Was kann ich tun? Statt Aufgaben zu erledigen und Probleme zu lösen, stehen Ihre Mitarbeiter damit ständig in Ihrer Tür? Sie als Inhaber eines Maklerbetriebs stellen Mitarbeiter ein, damit diese Sie als Chef entlasten und ausgewählte Aufgaben übernehmen. In der Praxis kommt es jedoch nahezu täglich zur „Re-Delegation“. Mitarbeiter bitten Sie als Chef um Rat, wissen nicht weiter – im schlechtesten Fall landet die Aufgabe wieder komplett auf Ihrem Tisch. Wenn das bei Ihnen mitunter so ist, durchdenken Sie bitte die folgenden sechs Fragen. W Kennen Ihre Mitarbeiter ihre Aufgaben exakt, können also problemlos die sechs bis zehn Kernaufgaben benennen, für die sie in Ihrem Unternehmen zuständig sind? Häufig sind in Maklerbetrieben alle für alles zuständig. Statt klarer (transparenter und verbindlicher) Verteilung in einem Organigramm macht jeder alles, und am Ende macht es der Chef. Sorgen Sie für Klarheit, ordnen Sie die Aufgaben und Verantwortlichkeiten eindeutig zu! W Mischen Sie sich bei der Erledigung der Aufgaben (zur Sicherheit) immer wieder ein, um Fehler zu vermeiden? Wenn Ihr Mitarbeiter das Gefühl hat, dass Sie als Chef ohnehin über alles „drüberschauen“, verlässt er sich einerseits darauf, andererseits ist dann die Hemmschwelle viel niedriger, Aufgaben zurückzugeben, da Sie ohnehin bei dieser Aufgabe „mitarbeiten“. Entwickeln Sie in Ihrem Unternehmen Fehlertoleranz! Lassen Sie zu, dass auch einmal Dinge schiefgehen! Daraus lernen Ihre Mitarbeiter und bemerken, sie sind zuständig! W Sind Ihre Mitarbeiter für die Erledigung ihrer Aufgaben befähigt oder besteht noch Trainingsbedarf? Eventuell fehlt Ihrem Mitarbeiter die Befähigung, eine Aufgabe sicher und bestmöglich zu erledigen. Eventuell sollten Sie darüber nachdenken, Mitarbeiter zu entwickeln. Sowohl Training on the Job als auch Praxistrainings außerhalb der Arbeit können sinnvoll sein. Trainingsbedarf zu erkennen und entsprechend zu handeln, liegt in Ihrer Zuständigkeit, schließlich wollen Sie Ihren Mitarbeiter zu Recht bezahlen. W Verstehen Ihre Mitarbeiter den Sinn ihrer Aufgaben und sind sie sich im Klaren, welche Bedeutung diese Tätigkeiten für den Unternehmenserfolg als Ganzes haben? Wenn Ihre Mitarbeiter das „Warum?“ nicht kennen, hat eine Aufgabe automatisch viel geringere Bedeutung. Erläutern Sie den Sinn und die Zusammenhänge. Warum ist diese Aufgabe im Gesamtablauf Ihrer Firma derart bedeutsam? W Machen Ihre Mitarbeiter Ihre Aufgaben wirklich gern und werden sie ihren Stärken und Begabungen entsprechend in Ihrem Unternehmen eingesetzt? Wenn es Ihnen gelingt, Ihre Mitarbeiter (fast ausschließlich) gemäß ihrer Stärken einzusetzen, werden sie in ihren Aufgaben aufgehen. Gut mache ich, was ich gern mache! Machen Ihre Mitarbeiter ihre Aufgaben gern? W Haben Sie geklärt und im Idealfall schriftlich fixiert, wie die Aufgaben erledigt werden sollen, oder unterliegt das der situativen Kreativität Ihrer Mitarbeiter bzw. dem Zufall? Je mehr Systeme Sie definieren und beschreiben, je mehr Sie festzurren, wie die Dinge einheitlich in Ihrem Standard erledigt werden sollen, umso weniger Fragen werden sich ergeben. Je weniger Standards und Systeme Sie festlegen, umso mehr Unklarheit entsteht immer wieder. Schaffen Sie einheitliche, allen bekannte Vorgehensweisen! Alle Infos zum Jungmakler Award unter: www.jungmakler.de Von Steffen Ritter, Geschäftsführer des IVV Institut für Versicherungsvertrieb und Mitinitiator des Jungmakler Awards Ihre Mitarbeiter werden dennoch auch weiterhin wieder und wieder in Ihrer Tür stehen. Lassen Sie künftig nur noch Rückfragen zu, bei denen Ihr Mitarbeiter Ihnen gleichzeitig drei Lösungsvorschläge aus seiner Sicht mitbringt. „Zwingen“ Sie Ihren Mitarbeiter auf diesem Wege zum Nachdenken. Seine Lösungen werden immer besser werden, alsbald hervorragend sein. Sein Selbstbewusstsein wird steigen. Seine Fragen werden weniger … W 98 April 2020

Erfolgreiche Jungmakler und was aus ihnen geworden ist Im Jahre 2014 konnte Andreas Ruppert den Jungmakler Award im Bereich Betriebsübernahme für sich entscheiden. Der Geschäftsführer eines modernen Traditionsunternehmens erklärt im Interview, wie sehr er Chaos hasst, welche Werte er hochhält und wofür er seinen Vater und Arnold Schwarzenegger bewundert. Herr Ruppert, als Sie 2014 den Jungmakler Award erringen konnten, hatten Sie kurze Zeit zuvor das Unternehmen Ihres Vaters übernommen. Eine große Veränderung. Welchen Stellenwert haben Veränderungen in Ihrem Leben? Steckbrief Andreas Ruppert 32 Jahre Ruppert Beratungshaus GmbH Jungmakler 2014 Ich hatte von Anfang an den Anspruch, dem Unternehmen meine eigene DNA zu geben. Dies bedarf Bereitschaft zur Veränderung. Jede Veränderung kann positive, aber auch negative Folgen haben. Dafür die alleinige Verantwortung zu übernehmen, hat mich sicher am meisten geprägt – auch im Privatleben. Auf der Website Ihres Unternehmens heißt es, dass Sie für moderne Tradition stehen. Was meinen Sie damit? Unser Unternehmen ist in nahezu allen Bereichen sehr modern aufgestellt und gegenüber Neuem sehr offen. Gleichzeitig erachten wir es als unumgänglich, an traditionellen Werten wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Menschlichkeit festzuhalten. Hierbei ergänzen mein Vater und ich uns hervorragend. Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Ihrem Vater mittlerweile? Ich danke meinem Vater, dass er mir so früh in meinem Leben die Möglichkeit gegeben hat, Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig hat er mir aber nie das Gefühl gegeben, alles alleine entscheiden zu müssen. Vielleicht ist das ein Patentrezept für eine erfolgreiche Nachfolge. Verantwortung und Kompetenzen abgeben, aber eben nicht alleine gelassen zu werden. Sie werben damit, dass Sie Ihren Kunden in unsicheren Zeiten echte Sicherheit bieten. Wie genau ist das zu verstehen? Gemäß unserer Unternehmensphilosophie bieten wir nur an, was unser Kunde nachvollziehen kann und versteht. Wir wollen ihn mitnehmen in seinen Anlageentscheidungen. Damit ist für die weitere Zusammenarbeit sichergestellt, dass es keine bösen Überraschungen gibt, mit denen der Kunde nicht rechnet. Haben Sie ein Motto, nach dem Sie leben und arbeiten? „Im Haus des Glücks ist der Warteraum das größte Zimmer.“ Gibt es jemanden, den Sie bewundern oder sogar als Vorbild betrachten? Wenn ja, um wen handelt es sich? Es gibt nicht das eine Vorbild. An Arnold Schwarzenegger bewundere ich seine unfassbare Willensstärke. An meinem Vater seinen Optimismus und seinen unbedingten Tatendrang. Wie strukturieren Sie sich? Haben Sie Tipps, wie man als junger Makler den Büroalltag leichter bewältigen kann? Ich hasse Chaos! Mein Schreibtisch muss aufgeräumt sein. E-Mails müssen terminiert, delegiert oder gelöscht sein. Aufgaben, die weniger als fünf Minuten dauern, können gleich erledigt werden. Alles andere sollte ebenfalls terminiert und/oder delegiert werden. W Zehn Jahre Jungmakler Award: Anlässlich des Jubiläums wirft AssCompact einen Blick auf die bisherigen Gewinner.

AssCompact

Unternehmen April Vermittler Fonds Deutschland Nachhaltige Zudem Versicherer Makler Thema

Neues von AssCompact.de

Unternehmen April Vermittler Fonds Deutschland Nachhaltige Zudem Versicherer Makler Thema