Aufrufe
vor 9 Monaten

AssCompact 06/2019

  • Text
  • Deutschen
  • Versicherer
  • Fonds
  • Vermittler
  • Menschen
  • Deutschland
  • Beratung
  • Unternehmen
  • Makler
  • Juni

INVESTMENT | News

INVESTMENT | News Bundesverband Crowdfunding begrüßt neue Regulierung (ac) Der Bundesverband Crowdfunding e.V. begrüßt, dass der Deutsche Bundestag Änderungen an den rechtlichen Rahmenbedingungen für Schwarmfinanzierungen von Vermögensanlagen und Wertpapieren beschlossen hat. Die Branche unterstützt zum Beispiel die Ausweitung der Schwarmfinanzierungsausnahme auf Genussrechte. Dies sorge für mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Auch die Erhöhung der Prospektpflichtgrenze auf 6 Mio. Euro entspreche den Forderungen des Verbandes und werde für größere Finanzierungsrunden sorgen. Ebenso wird begrüßt, dass die Schwelle der Prospektpflicht sich in Zukunft auf einen Zeitraum von zwölf Monaten bezieht. Im Interesse der Anleger Die Erhöhung der Einzelanlagenschwelle von 10.000 Euro pro Investor auf 25.000 Euro ermöglicht es dem Verband zufolge, dass Investoren auch größere Einzelinvestments vornehmen. Die Klarstellung, dass nicht emittierte oder bereits zurückgezahlte Vermögensanlagen nicht auf die Berechnung der Schwelle angerechnet werden, sei ebenfalls begrüßenswert. Hier müsse die BaFin ihre Verwaltungspraxis der Intention des Gesetzgebers anpassen. Auch die neu geschaffene Möglichkeit von Investoren, über eine GmbH & Co. KG über die Einzelanlagenschwelle hinaus zu investieren, sei im Interesse der Anleger. Die Branche ist aber enttäuscht, dass in der Schwarmfinanzierungsausnahme weiterhin keine angemessene Beteiligungsform für GmbH-Beteiligungen berücksichtigt wurde. Diese Angebote bleiben prospektpflichtig, womit Start-ups und Wachstumsunternehmen nicht von den nun beschlos - senen Änderungen profitieren würden. „ Kommentar: Das Ende des zahnlosen Tigers Was wurden die Finanzaufseher in Deutschland nicht belächelt. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, galt bei ihrer Gründung im Mai 2002 als Musterbeispiel eines zahnlosen Tigers. Zu klein und zu wenige Kompetenzen – das waren auch Jahre später die Hauptattribute, die der Behörde zugeschrieben wurden. Dass sie gleich mehrere Anlageskandale nicht verhindern konnte, tat hierzu sein Übriges. Doch heimlich, still und leise hat die Finanzaufsicht Zähne bekommen. Ob Kleinanlegerschutzgesetz oder Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) – die BaFin hat heute umfassende Kompetenzen. Ob 2.700 Mitarbeiter dafür ausreichen, ist zwar fraglich. Und gerade zu Beginn des KAGB liefen die Genehmigungsprozesse oft nicht reibungslos. Dennoch hat es zweifellos zu einer gesunden Marktbereinigung unter den Sachwerteanbietern geführt, die gerade nach Infinus und S&K notwendig war. Die deutsche Finanzaufsicht hat die Zähne zudem nicht nur bekommen, sondern nutzt ihr neues Arsenal mittlerweile auch sehr aktiv. Allein im bisherigen Jahresverlauf hat die BaFin vor 27 Unternehmen gewarnt, die unrechtmäßig Bankoder Finanzdienstleistungsgeschäfte nach § 32 des Kreditwesengesetzes (KWG) betreiben, und sie gezwungen, ihre Geschäfte in Deutschland aufzugeben und zum Teil sogar erhaltene Gelder zurückzuzahlen. Von diesen Maßnahmen profitieren unterm Strich nicht nur die betroffenen Kunden, sondern vor allem auch die seriösen Investmentgesellschaften. Denn so lästig der neue Finanztiger für sie zwischendurch auch sein mag, so unerlässlich ist er auch im Kampf um ein besseres Image. Und ohne ein solches wird aus der Nation der Sparer nie eine Nation der Anleger. Ob deswegen auch Finanzund Versicherungsvermittler direkt unter die Aufsicht gestellt werden sollten, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Von Michael Herrmann, AssCompact “ 58 Juni 2019

Franklin Templeton lanciert ETF für grüne Anleihen (ac) Franklin Templeton lanciert mit dem Franklin Liberty Euro Green Bond UCITS ETF den ersten aktiv verwalteten Euro Green Bond ETF in Europa. Der Fonds ist an der Deutschen Börse sowie an der London Stock Exchange (LSE) und der Borsa Italiana notiert. Er soll das aus neun Smart-Beta- und aktiven ETFs bestehende Aufgebot der Fondsreihe Franklin LibertyShares UCITS ETF ergänzen. Das neue Investment wird mindestens 70% seines Nettovermögens in Anleihen investieren, die als „grün“ deklariert sind. Der Rest des Fondsportfolios besteht aus Anleihen, die zwar klimaschonende Projekte finanzieren, aber keine offizielle Zerti - fizierung aufweisen. Unigestion startet neuen Private-Equity-Fonds (ac) Die Fondsgesellschaft Unigestion hat mit dem Unigestion Direct II einen neuen Private-Equity-Direktfonds im Produktangebot. Die Strategie des Fonds besteht darin, ein Portfolio von Direktinvestitionen in stabile kleine und mittlere Unternehmen in Sektoren aufzubauen, die von langfristigen Trends getragen werden. Unigestion Direct II soll Anlegern ein Engagement bei Unternehmen höchster Qualität in Branchen mit geringer Korrelation zum BIP- Wachstum, etwa Bildung und Gesundheitswesen, ermöglichen. Mit einem Team von 49 Private-Equity-Experten nutzt Unigestion Direktinvestitionsmöglichkeiten aus einem eigenen Netzwerk von über 500 Investmentpartnern, darunter spezialisierte Fondsmanager, Geldgeber ohne eigene Fonds und andere Branchenexperten, wie auch bei den Inhabern direkt. Unigestion spielt eine aktive Rolle bei der Due Diligence und könne daher in den meisten Fällen die Transaktionsbedingungen besonders günstig gestalten. Zudem will das Unternehmen die Governance beeinflussen, bei der Strategie beraten und die Wertschöpfung mit vorantreiben, indem es in den meisten Portfoliounternehmen im Aufsichtsrat vertreten ist. Mehrzahl aktiver Fonds schlägt den Markt nicht (ac) 87% der globalen Aktienfonds haben es in den letzten zwölf Monaten nicht geschafft, den S&P Global 1200 Index zu schlagen. Über einen fünf- und zehnjährigen Zeitraum beträgt der Anteil sogar 96 bzw. 98%. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse von S&P Dow Jones Indices. Ähnlich ernüchternd fällt die Performance der Fonds für US-Aktien aus. 83% der aktiv verwalteten und auf Euro lautenden US- Aktienfonds blieben über den einjährigen Zeitraum hinter dem S&P 500 zurück. Über fünf und zehn Jahre beträgt der Wert sogar 96 bzw. 98%. Schwellenländerfonds weisen über diese Zeiträume mit 97 bzw. 98% ähnliche Werte auf. Auch Europa-Aktienfonds enttäuschen Damit bestätigt die Analyse eindeutig die These, dass der Großteil der aktiven Fondsmanager es nicht schafft, den Markt zu schlagen. Dieses Argument wird regelmäßig von den Vertretern der passiven Investmentindustrie vorgetragen. Auch auf europäische Aktienfonds trifft es laut der Analyse zu. 86% der aktiven paneuropäischen Aktienfonds blieben demnach hinter dem S&P Europe 350 zurück. So schlagen sich deutsche Aktienfonds Bei deutschen Aktien sieht es etwas besser aus. Allerdings sind auch 74% der aktiv verwalteten deutschen Aktienfonds auf Jahressicht hinter dem S&P Germany BMI zurückgeblieben. Über einen fünf- und zehnjährigen Zeithorizont erzielten 82% der aktiven Fonds eine Underperformance. Aktive Fonds, die in deutsche Aktien investierten, erzielten im Durchschnitt eine vermögensgewichtete Rendite, die 3,9% über ein Jahr bzw. annualisiert 0,1% über zehn Jahre unter dem S&P Germany BMI lag. S&P Dow Jones Indices hat die reale Wertentwicklung von aktiven und passiven Investments miteinander verglichen – und einen klaren Sieger ausgemacht. © Thomas Reimer – stock.adobe.com Juni 2019 59

AssCompact

AssCompact 05/2019
AssCompact 04/2019
AssCompact 03/2019
AssCompact 02/2019
AssCompact 01/2019
Deutschen Versicherer Fonds Vermittler Menschen Deutschland Beratung Unternehmen Makler Juni

Neues von AssCompact.de