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AssCompact 06/2021

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HINTER-

HINTER- HINTERBLIEBENENVORSORGE Aus Sorge um die Angehörigen Krisen wie die Corona-Pandemie lassen die Menschen mehr über die eigene Sterblichkeit und die Absicherung der Angehörigen nachdenken. Dennoch wird die konkrete Vorsorge gerne mal auf die lange Bank geschoben. Auf der Angebotsseite wiederum tut sich gerade einiges. © Pavel Losevsky – stock.adobe.com 30 AssCompact | Juni 2021

HINTERBLIEBENENVORSORGE Der Tod eines Familienangehörigen kann neben emotionalen auch finanzielle Folgen für die Hinterbliebenen haben. Hat die verstorbene Person einen zumindest bedeutenden Anteil zur Versorgung einer Familie oder Partnerschaft beigetragen, steht schnell die wirtschaftliche Existenz derselben auf dem Spiel. Die gesetzliche Rentenver - sicherung zahlt zwar auf Antrag Witwen-, Witwer- oder Waisenrenten. Je jünger der oder die Verstorbene aber ist, umso geringer fällt diese aus. Zudem gelten seit dem Jahr 2002 strengere Voraussetzungen für den Erhalt einer entsprechenden Hinterbliebenenrente. Sollte also bei Ableben eines Elternteils oder eines Partners eine finanzielle Lücke zu befürchten sein, weil diese nicht mit weiteren Einkommen oder Vermögen geschlossen werden kann, besteht Bedarf an einer privaten Absicherung der Hinterbliebenen. In der Regel rückt dabei zunächst die Risikolebensversicherung in den Fokus. Neues Leistungsniveau bei der Risikolebensversicherung Die Risikolebensversicherung ist fester Bestandteil im Portfolio eines jeden Maklerunternehmens, das im Privatkundenbereich aktiv ist. Immer öfter wird der Schutz aber auch online abgeschlossen. Generell galt dabei, dass die Unterschiede bei den Angeboten eher gering sind. Das ändert sich allerdings gerade laut Analysen von MORGEN & MORGEN. Im entsprechenden Beitrag schreibt Thorsten Saal in diesem Sonderthema, dass die Ver - sicherer das Leistungsniveau auf ein neues Level gehoben haben. War es lange Jahre vorrangig das Verhältnis Prämie und Versicherungssumme, das im Wettbewerb den Ausschlag gab, so sind es heute weitaus mehr ausdifferenzierte Leistungen innerhalb der Tarife. So hat auch die Hannoversche gerade ihren Risikoschutz überarbeitet, auch dazu gibt es Informationen in diesem Spezial. Doch nicht nur die Anbieter - seite ändert sich. Das Vergleichsportal CHECK24 stellt bei einer Auswertung fest, dass aufgrund der Corona- Pandemie die Versicherungssummen bei der Risikolebensversicherung steigen. Demnach lag die durchschnittliche Versicherungssumme einer über CHECK24 abgeschlossenen Risikolebensver - sicherung 2019 noch bei rund 190.000 Euro. 2020 stieg sie auf über 205.000 Euro an. Das entspricht einem Plus von rund 8%. Die Pandemie hat die Menschen veranlasst, mehr über die eigene Sterblichkeit und eine Absicherung der Familie oder des Partners nachzudenken. Das gilt laut CHECK24 insbesondere auch für Personen, die aufgrund ihrer Tätigkeit einem besonderen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Übernahme der Bestattungskosten Ein Teil der Hinterbliebenenvorsorge ist auch die Sterbegeldversicherung. Wer seine Angehörigen vor finanziellen Belastungen durch hohe Bestattungskosten schützen will, kann dies mit einer Sterbegeldversicherung tun. Hier gibt es die Wahl zwischen dem Angebot einer Sterbekasse und einem privaten Sterbegeldversicherer. Mit HDH und DELA kommen Vertreter mit unterschiedlichen Ansätzen in diesem Sonderthema vor. Gemeinsam ist beiden, dass sie ihre Angebote im Bereich der Trauerfallvorsorge stetig erweitern und auch neue Komponenten einbauen. Weiterführende Informationen zu Patienten- und Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmachten oder auch zu Erbe und immer öfter auch zum digitalen Nachlass gehören hier beispielsweise dazu. Im psychologischen Bereich werden auch Angebote zur Trauerbewältigung integriert. Grundsätzlich geht es aber erst einmal um die Deckung der anfallenden Kosten für Bestatter, Friedhofsgebühren und sonstigen Ausgaben rund um die Beisetzung. Und Bestattungen werden mittlerweile in sehr unterschiedlichen Preisklassen angeboten. Das beginnt bei einer anonymen Bestattung und reicht hin bis zu sehr individuellen Gestaltungswünschen. Eine Richtgröße für durchschnittliche Bestattungskosten liegt bei rund 7.000 Euro. Sonderthema im Überblick Absicherung des Todesfallrisikos in der ganzheitlichen Beratung verankern Neuer Blick auf Sterbekassen Die gesetzliche Hinterbliebenenrente Ein Klassiker mit hohem Bedingungs - niveau und alles andere als trivial Risikoschutz auch für bewegte Leben Rechtzeitige Vorbereitung Krisen wie eben etwa die Corona-Pandemie stärken das Bewusstsein um die eigene Sterblichkeit und die Sorge um die Angehörigen. Gehen solche Ereignisse vorbei, neigen die Menschen dazu, diese Themen wieder beiseite- oder aufzuschieben. Hin und wieder wird noch darüber nachgedacht, konkretes Handeln wird daraus dann aber doch nicht abgeleitet. Laut einer DELA-Studie haben sogar nur rund 7% der Deutschen in irgendeiner Form selbstbestimmt für die Folgen des eigenen Todes vorgesorgt. Die entsprechende Vorsorge - beratung gehört für Versicherungsmakler und für Versicherungsmaklerinnen folglich immer ins Beratungsport folio. Vor allem sollte über diese Themen frühzeitig gesprochen werden, damit die Vorsorge rechtzeitig betrieben wird. Ein paar Hinweise und Impulse hierzu können die Autoren dieses Sonderthemas geben. P Brigitte Horn, AssCompact 32 34 36 38 40 Juni 2021 | AssCompact 31

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