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AssCompact 07/2021

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CYBERVERSICHERUNG Gut

CYBERVERSICHERUNG Gut vorbereitet! Eine gute Vorbereitung ist alles – das gilt auch und insbesondere bei der IT-Sicherheit. Deshalb gibt es Prävention und Cyberpolice für Unternehmen nur (noch) im Doppelpack. Die Mitarbeiter müssen mit genommen werden, Hacker müssen draußen bleiben. © Sergey Nivens – stock.adobe.com 34 AssCompact | Juli 2021

CYBERVERSICHERUNG Die Angst der Unternehmen, Opfer eines Cyberangriffs zu werden, steigt. Das zeigt fast jede Studie. Cyber attacken werden darin immer öfter als größtes oder zumindest zweitgrößtes Risiko eingeschätzt. Je mehr über Hackerangriffe berichtet wird, umso mehr lässt dies Unternehmer und Manager aufhorchen. Zur Tat schreiten lässt dies aber noch immer nicht jeden. Der Abschluss von Cyberversicherungen nimmt zwar zu, hinkt aber der Risikoeinschätzung weiter hinterher. Dabei sind Hackerangriffe nur die Spitze des Eisbergs; Stromausfälle, Brände oder Fehlbedienungen können die IT-Sicherheit gefährden ebenfalls. Die Industrie ist sauer Vorreiter bei den Abschlüssen sind an dieser Stelle sicher die Konzerne. Wo die Automatisierung am größten ist, ist in der Regel auch das Wissen um mögliche Cyberschäden vorhanden. Allerdings sehen sich die Unternehmen in der Situation, dass es gar nicht so einfach ist, eine Cyberpolice zu bekommen. Dabei ist es noch nicht lange her, dass die Versicherer offensiv auf die Unternehmen zugegangen sind und ihnen eine Absicherung schmackhaft gemacht haben. Das hat sich geändert. Die Versicherer fürchten Kumulrisiken und haben wohl in den ersten Jahren zu niedrige Prämien kalkuliert. Nun sehen sich die Firmenkunden Preissteigerungen und Kapazitätsengpässen gegenüber. Die Folge: Industrie und Industriemakler sind sauer. KMU rücken in den Blick Der Großteil der deutschen Wirtschaft gehört zum Mittelstand. Das sind Handwerksbetriebe, Agenturen oder Autozulieferer. Dort wächst das Bewusstsein, nicht vor Cyberrisiken geschützt zu sein. Das Bundeskriminalamt stellt zwar fest, dass sich Hackerangriffe vor allem auf Ziele konzentrieren, die sich für sie in Form von Erpressungsgeldern finanziell lohnen. Immer öfter sind es aber auch Verlagshäuser oder Supermarktketten, die ins Visier von Hackern geraten. Zu große Sorglosigkeit Die Versicherer versuchen diese Firmen mit den verschiedensten Lösungen aufzufangen. Dazu gehören Standard-Cover mit Schnell - fragebogen, aber auch individuelle Lösungen. Doch trotz steigender Nachfrage bleiben viele Risiken unversichert. Vielen ist ein Schutz zu teuer oder auch zu komplex. Checklisten von Versicherern, VdS oder Maklern helfen nur bedingt. Kein Wunder, kann in manchen Unternehmen und Institutionen nicht einmal der eingesetzte Browser benannt werden. Der Satz „Ich bin Handwerker und kein IT-Spezialist“ ist da keine Seltenheit. Und weiterhin werden oftmals Phishing- E-Mails geöffnet und die darin enthaltenen Links angeklickt. Viele Schäden entstehen zudem auch ohne Fremdeinwirkung von außen, beispielsweise einfach aus Unwissen und Sorglosigkeit eines Mitarbeiters. Fehlbedienungen sind schnell geschehen. Und ehrlicherweise muss man zugeben, dass niemand vor solchen Fehlern gefeit ist. Der Home-Office-Effekt Der Umzug ins Home-Office hat den meisten Betrieben noch einmal die Bedeutung der Digitalisierung vor Augen geführt. Und wo der Digitalisierungsgrad zunimmt, fällt das Augenmerk schneller auf Cyberrisiken. Unternehmen fürchten, dass das Remote-Arbeiten anfälliger und ein Einfallstor für Hacker ist. Die Befürchtungen sind berechtigt, werden doch jetzt Strategien und Pläne nicht mehr im Konferenzraum, sondern über Videomeetings geschmiedet. Da werden sensible Inhalte schon mal digital übertragen. Und leider ist es so, dass gerade Krisen auch Kriminelle auf den Plan rufen, die ihren Vorteil aus den Notsituationen suchen. Unternehmen machen zudem die Erfahrung, dass der Geschäftsrechner von den Mitarbeitern zu Hause auch schon mal für private Zwecke genutzt wird. Da läuft dann das Homeschooling oder die digitale Sport-Verabredung plötzlich auf dem PC ab, auf dem sonst Datenbanken gefüllt werden. Sonderthema im Überblick Lehren aus Corona: Cyberpandemien absichern und vorbeugen „Wir haben bei IT-Sicherheit und Cyberversicherung eine Verantwortung“ Cyber als DER Türöffner Cybernews to go Alarmstufe Rot – Sofortiges Handeln erforderlich! „Es ist für Hacker viel leichter, einen Menschen anzugreifen als einen Computer“ Hoher Schadenaufwand treibt die Prämien Prävention first Die Cybergefahr wächst, das Bewusstsein für die Risiken ebenso. Versicherungsmakler suchen nach Lösungen. Die Versicherer wollen liefern, können aber nicht zu sehr ins Risiko gehen und müssen auskömmlich kalkulieren. Darin zeigt sich das Dilemma des Cyberversicherungsmarkts. Deshalb wird es immer mehr um das Thema Prävention gehen müssen. Eine vollständige Sicherheit ist damit nicht zu erreichen, aber eine gute Prävention gehört zu jedem Sicherheitskonzept dazu. Man könnte sagen, dass erst das Restrisiko durch eine Cyberpolice aufgefangen werden kann. Cyberschutz gibt es nur im Doppelpack von IT-Sicherheit und Cyberversicherung. So werden auch die Versicherer ihrer Verantwortung gerecht werden und die Wirtschaft mit passendem Versicherungsschutz ins digitale Zeitalter begleiten können. P Brigitte Horn, AssCompact 36 38 40 42 44 46 48 Juli 2021 | AssCompact 35

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