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AssCompact 07/2021

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Management & Vertrieb |

Management & Vertrieb | News eVorsorge erweitert bAV-Portal um Fremdvertragsmodul Die zur VData Gruppe gehörende eVorsorge Systems GmbH erweitert ihr Produktportfolio für Versicherungsunternehmen um ein Fremdvertragsmodul, das es ermöglicht, innerhalb von bAV-Portalen für Arbeitgeber auch Verträge anderer Versicherer anzuzeigen und zu verwalten. Bringt ein Arbeitnehmer beispielsweise bei einer Neueinstellung vorhandene Verträge mit, erleichtert dies die Verwaltung aufseiten des Arbeitgebers. Der Versicherer hat keine Möglichkeit, auf Fremdvertragsdaten, Arbeitnehmerdaten ohne Vertrag beim Versicherer oder durch den Arbeitgeber abgelegte Dokumente zuzugreifen. Diese Zugriffsmöglichkeit ist systemseitig ausgeschlossen, versichert der Portal - betreiber. Die Fremddaten können auch jederzeit vom Arbeitgeber gelöscht oder exportiert werden. Personenund Vertragsdaten können vom Arbeitgeber via Schnittstelle in das Portal eingespielt werden; hierfür entstehen dem Arbeitgeber keine Kosten. Arbeitgeber können aber auch selbst weitere Benutzer im Portal anlegen und somit zum Beispiel spezialisierte Dienstleister mit der Pflege und Aktualisierung der Daten oder der Meldung von Änderungen an den jeweiligen Versicherer beauftragen. (AC) wefox erhält Rekordsumme bei Series-C-Finanzierung Das InsurTech wefox hat in seiner Series-C-Finan - zierungsrunde eine Summe von 650 Mio. US-Dollar (532 Mio. Euro) eingenommen. Mit dem Geld plant wefox die Expansion in weitere Länder sowie den Ausbau seines Produktportfolios in bestehenden Märkten. Das Geschäftsmodell setzt dabei weiter auf die Zusammenarbeit mit Versicherungsmaklern. Von wefox Insurance (ehemals ONE Insurance) kommen die Produktentwicklungen. Die Bewertung der wefox Gruppe liegt nach dieser Finanzierungsrunde bei 3 Mrd. US- Dollar (2,46 Mrd. Euro). Im operativen Bereich gibt es auch Neuigkeiten: wefox hat die Online-Beratungssoftware Bridge in seine Versicherungsplattform integriert. Maklerpartner können ihre Kunden damit interaktiv online beraten und Verträge abschließen. (AC) HR-Start-up be+ gewinnt weiteren Investor Der Plattformanbieter be+ hat sowohl von bestehenden Investoren als auch von einem neuen Business Angel weiteres Kapital erhalten. Mit einer siebenstelligen Late-seed- Finanzierungsrunde wurde die Kapitalausstattung deutlich ausgebaut. Genauer beziffert das Unternehmen den Betrag nicht. So ergänzt nun Bernd Geilen das Gremium der Business Angels. Der Experte für Banking und Leadership war lange Jahre Vorstandsmitglied und Deputy CEO der ING. Die Plattform ermöglicht es Arbeitgebern, ihren Mitarbeitern Benefit-Programme, inklusive bAV und bKV, einfach zugänglich zu machen und interne Prozesse zu digitalisieren. Gründer und CEO von be+ ist Frank Nobis, vormals IVFP-Geschäftsführer. (AC) DOCURA spricht jetzt BiPRO In Zusammenarbeit mit dem IT-Unternehmen zeitsprung hat die DOCURA VVaG den Technisierungsgrad ihrer Unterstützungsangebote für Vertriebspartner deutlich erhöht und hierzu BiPRO-Standards umgesetzt. Ab Juli 2021 stehen bei dem Sachversicherer die Services 420 TAA-Service, 430 Dokumententransfer, 480 Listenservice, 501 Partnerservice, 502 Vertragsservice und 503 Schadenservice zur Verfügung. Die BiPRO-Schnittstellenbeschreibung steht dann entsprechend allen Vertriebs - partnern zur Verfügung. Somit können alle dargestellten Services an die Maklerverwaltungsprogramme, Vergleichsrechner oder auch Pools angebunden werden. Zudem kündigt DOCURA die Umsetzung weiterer BiPRO-Normen an. Des Weiteren wurde das DOCURA-Portal überarbeitet und kann von den Vertriebspartnern mit zusätzlichen Features genutzt werden. Im Extranet finden sich beispielsweise Kundenlisten, Schadenlisten, personalisierte Tarifrechner, Postbox (BiPRO), Newsfelder, Produktinformationen und GDV-Datensatz. (AC) 80 AssCompact | Juli 2021

NACHFOLGEPLANUNG | KOLUMNE © kieferpix – stock.adobe.com Maklerbestand: Husch, husch, weg woans ... Ich erinnere mich an einen Witz, der in meiner Jugend von Zeit zu Zeit erzählt wurde. Dabei ging es um Schnecken. Die Pointe endete mit dem Satz „Husch, husch, weg woans ... (weg waren sie!)“, womit der Protagonist seine große Überraschung zum Ausdruck brachte, dass ganz unerwartet und „plötzlich“ alle Schnecken, die er einsammeln sollte, verschwunden waren. Genau an diese Geschichte musste ich denken, als ich das Ergebnis einer Bestandsübertragung erfahren habe. Risiko: Zu geringe Übertragungsquote Wenn Makler ihre Makler - bestände verkaufen, dann sind diese Bestände nach der Übergabe meist stabiler als befürchtet. Das eigentliche Risiko ist oft nicht die spätere Stornoquote, sondern eine zu geringe Übertragungsquote bzw. ein zu hoher Andreas Grimm Andreas Grimm ist Gründer des Resultate Institut und beleuchtet an dieser Stelle regelmäßig Aspekte zur Nachfolge planung. Gemeinsam mit AssCompact hat er den Bestandsmarktplatz initiiert. bestandsmarktplatz.de Bestandsabrieb bei der Übertragung. Ist die Übertragungsquote gering, ist der Käufer mit der Transaktion unzufrieden – zumindest dann, wenn er einen festen Kaufpreis vereinbart hat. Um sein Risiko abzuschätzen, lässt sich ein Käufer deshalb vorab eine (hoffentlich) anonymisierte Bestandsliste vorlegen. Wird alternativ ein Kaufpreis vereinbart, der sich nach dem übertragenen Bestand richtet, guckt der Käufer in der Regel nicht ganz so genau hin, denn er muss schließlich nur für den Teilbestand bezahlen, der tatsächlich bei ihm angekommen ist. Das Übertragungsrisiko trägt damit der Bestandsverkäufer. Bestandstuning kein Kavaliersdelikt Bei fest vereinbarten Kaufpreisen erleben wir immer wieder den einen oder anderen Bestandsverkäufer, der etwas mehr Bestand vorzugeben versucht, als er wirklich hat, und der hofft, dass dies uns oder dem Käufer nicht auffällt. Doch vor einem solchen vermeintlichen Kavaliersdelikt sei an dieser Stelle ausdrücklich gewarnt. Erkennt der Kaufinteressent vor dem Kauf den Schwindel, platzt der Deal wegen einer Störung des Vertrauensverhältnisses. Ist der Kaufvertrag schon unterschrieben oder der Bestand gar übertragen, endet das Ganze nicht selten mit Betrugsvorwürfen vor Gericht und wird für alle Seiten mehr als unerfreulich und teuer. Kommt eine Verurteilung wegen Betrugs hinzu, ist auch die Reputation des Altinhabers nachhaltig zerstört. Wer einen Kaufpreis in Abhängigkeit der Übertragungsquote ver- einbart, eliminiert dieses Risiko weitestgehend, schließlich hat der Altinhaber so keine nachvollziehbare Motivation für „Bestandstuning“. Denkt man. Doch es scheint immer wieder auch Verkäufer zu geben, die das Prinzip variabler Kaufpreise nicht durchdenken und ihre Bestände ein bisschen aufhübschen – nicht immer mit Vorsatz. Kunden sind schneller weg als erwartet So kann ich von einem Makler berichten, der vor Kurzem aus allen Wolken gefallen ist, als er die Kaufpreisabrechnung des Käufers erhalten hat – nicht einmal die Hälfte dessen, was er anhand seiner Bestandslisten hätte erwarten dürfen. Dabei haben die Produktgeber die Bestände des Maklers weitest - gehend vollständig übertragen. Das Problem war, dass der abgebende Makler geglaubt hat, er hätte noch einen viel größeren Bestand, als er ihn wirklich hatte. Seine Bestandsliste war – in Excel geführt – über mehrere Jahre nicht mehr um Abgänge, Kündigungen und Umdeckungen aktualisiert worden. Der Makler hatte zudem total unterschätzt, was in mehreren Jahren Inaktivität mit einem Bestand passieren kann, wenn er seinen Bestand auslaufen lässt. Eine peinliche Situation für den Seniormakler, der zuerst sehr vorwurfsvoll beim Bestandskäufer reklamiert hatte. Dabei waren die Kunden einfach nur schneller (weg), als er dachte. P Juli 2021 | AssCompact 81

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