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AssCompact 08/2019

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INVESTMENT | News

INVESTMENT | News Drastischer Einbruch bei der Zulassung neuer Vermögensanlagen in Deutschland (ac) Der Markt für geschlossene Publikums-AIF (alternative Investmentfonds) hat im zweiten Quartal 2019 deutlich Fahrt aufgenommen. Nach dem Tiefstand im ersten Quartal 2019 mit nur drei Fonds hat sich die Anzahl der neuen Fonds von April bis Juni verdreifacht. Das prospektierte Eigenkapitalvolumen der neun emittierten Fonds beträgt insgesamt in etwa 560 Mio. Euro und hat sich damit gegenüber dem Vorquartal mehr als versechsfacht. Erstmals in diesem Jahr kamen darüber hinaus drei Fondsprodukte auf den deutschen Anlagemarkt, deren prospektiertes Eigenkapital oberhalb der Marke von 100 Mio. Euro liegt. Der größte Einzelfonds ist der Wealthcap Immobilien Deutschland 42 mit einem Volumen von 129 Mio. Euro. Im Halbjahr noch immer ein Minus Betrachtet man die beiden ersten Quartale 2019 zusammen, ergibt sich folgendes Bild: In der ersten Jahreshälfte wurden insgesamt zwölf Publikums-AIF von der Finanzaufsicht zum Vertrieb zugelassen. Das sind zwei weniger als im Vorjahreszeitraum. Das prospektierte Eigenkapitalvolumen liegt dennoch auf dem Niveau des Vorjahres: In den ersten sechs Monaten dieses Jahres summierte es sich auf rund 643 Mio. Euro – im ersten Halbjahr 2018 lag es über alle 14 AIFs bei rund 630 Mio. Euro. Einbruch bei Vermögensanlagen Während sich das Angebot geschlossener AIFs im vergangenen Quartal wieder deutlich belebt hat, ist es bei Vermögensanlagen eingebrochen. Es bestand im zweiten Quartal insgesamt aus lediglich zwei Produkten. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 15 Vermögensanlagen. Das bedeutet einen Rückgang um 87%. Auch das zu platzierende Kapital ist deutlich gesunken. Im zweiten Quartal 2019 waren es 26,6 Mio. Euro und damit 80% weniger als im Vorjahreszeitraum. Drei Gründe Scope sieht als Ursache vor allem drei Gründe: Erstens verweisen die Experten auf die Auswirkungen des EEG 2017 auf Bürgerparks in Form von Unternehmensbeteiligungen. Zweiter Grund ist der Wegfall der Direktinvestments des Anbieters P&R in Verbindung mit weiterem Angebotsrückgang aufgrund Imageschaden dieses Segments. Drittens nennt Scope mögliche Auswirkungen von verstärktem Fokus der BaFin auf einzelne Fallgruppen von Vermögensanlagen. „ Kommentar: Das endgültige Aus der Zinshoffnungen Während Deutschland munter über die neue EU-Kommissionspräsidentin streitet, sind an anderer Stelle bereits relativ unbemerkt die Weichen für die Zukunft gestellt worden. Waren zuletzt noch leise Hoffnungen auf eine neue Zinspolitik im Euroraum aufgekeimt, sind diese nun vom Tisch. Der Hoffnungsträger der Zinswendenanhänger, Bundesbankpräsident Jens Weidmann, ist raus aus dem Rennen um die EZB-Präsidentschaft. Er wird nicht Nachfolger des scheidenden EZB-Präsidenten Mario Draghi. Stattdessen wird Christine Lagarde am 01.11.2019 die Nachfolge von Mario Draghi antreten. Jene Christine Lagarde, die schon als Chefin des Internationalen Währungsfonds eine ultralockere Geldpolitik und eine expansive Fiskalpolitik zur Krisenbekämpfung in Europa forderte. Christine Lagarde steht für Kontinuität. Für Kontinuität auf dem Weg der ultraniedrigen Zinsen. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Personalie gaben denn auch die Renditen für griechische, italienische und spanische Staatsanleihen deutlich nach. Auch Marktbeobachter sind sich also sicher, dass Lagarde die ultralockere Geldpolitik Draghis mindestens fortführen wird. Wenn, steht eher eine Ausweitung denn eine Straffung bevor. Für die südeuropäischen Mitgliedsstaaten sind das hervorragende Aussichten. Die Rechnung zahlen mal wieder die Sparer. Spätestens jetzt sollte ihnen klar sein, dass mit Tagesund Festgeldern auch in den nächsten Jahren nicht viel zu holen sein wird. Absolut schon nicht und real schon gleich gar nicht. Absolute Sicherheit wird auch unter der neuen EZB-Präsidentin ein teurer Spaß bleiben, den sich gerade die deutschen Sparer angesichts der massiven Vorsorgelücken nicht leisten können. Sie müssen dringender denn je die Kapitalmärkte für sich arbeiten lassen – egal ob als Direktinvestment, Fonds oder im Versicherungsmantel. Von Michael Herrmann, AssCompact “ 52 August 2019

Neu: Die erste BU-Versicherung mit einzigartiger Teilzeitklausel Berufsunfähigkeit aus der Condor Perspektive: Aus Teilzeitfalle wird Gestaltungsspielraum. Bei Familiengründung, Pflegezeit oder für eine ausgewogene Work-Life- Balance: Über 15 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland arbeiten bereits in Teilzeit – Tendenz steigend. All diese Kunden sind im BU-Leistungsfall bisher klar im Nachteil. Mit der neuen Teilzeitklausel löst Condor das Problem der „BU-Teilzeitfalle“ für zukünftige Teilzeitkräfte: Zum ersten Mal gelten dann auch bei einem Wechsel in Teilzeitarbeit die gleichen Voraussetzungen für eine BU-Leistung wie vorher als Vollzeitkraft. Mehr dazu auf www.makler-leuchttuerme.de/BU/Teilzeit August 2019 53

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