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AssCompact 08/2020

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MANAGEMENT & VERTRIEB |

MANAGEMENT & VERTRIEB | Impulse für junge und moderne Makler Haben Finanzdienstleistung und Versicherungsvermittlung Perspektive? Gestern, also vor einigen Jahren, war der Makler ein einzeln agierender Verkäufer. Meist allein. Er war zwar selbstständig und nannte sich Unternehmer, richtiges Unternehmertum war aber nur bei wenigen zu finden. Der Wandel allerorten führt auch zum Wandel im Maklerbetrieb. Die Betriebe werden größer. Es entstehen unternehmerisch geführte, oft hybride Einheiten, in denen Vertriebsassistenzen für die Administration und Vertriebsunterstützung zuständig sind. Es entstehen Maklerbetriebe, in denen Verkaufsmitarbeiter und Kundenberater in den vielfältigen Aufgaben des Vertriebs ihre Heimat finden. Der Kopf ist heute Unternehmer, Manager und Verkäufer in einer Person. W Kunden sind heute anders informiert als noch vor einigen Jahren – anders, nicht unbedingt besser. W Kunden sind heute anders ansprechbar und erreichbar als vor einigen Jahren – anders und deutlich vielfältiger. W Der Tagesablauf ist heute ein grundlegend anderer als vor einigen Jahren – anders und deutlich anspruchsvoller. W Die Gesetzgebung und all das Drumherum verändern sich immer weiter – wer stehen bleibt, ist schnell von gestern. Natürlich wird es auch weiterhin Makler ohne Mitarbeiter geben, die eine begrenzte Kundenzahl engagiert allein betreuen. Nicht jeder ist zum Unternehmer geboren und will sich neben seinen Kunden auch noch um eigene Mitarbeiter kümmern. Ob dieser Kleinmakler immer selbstständig bleibt oder sich – weil es bestimmte Vorteile für ihn bringt – einem größeren Maklerbetrieb mit erstklassiger Infrastruktur anschließt, sei dahingestellt. In der Finanzdienstleistung und Versicherungsvermittlung wiederum werden die Lebenssituationen der Kunden stetig komplexer. Verbunden mit der ebenso hohen Komplexität denkbarer Lösungen und deren Auswirkungen wird Beratung immer wertvoller, werden wirklich kompetente Beratung und Verkauf unerlässlich. So gibt es unterm Strich vier Aspekte, die in der Zukunft der Versicherungsvermittlung und Finanzdienstleistung aus meiner Sicht eine maßgebende Rolle spielen. W Hier entwickelt sich eine Branche von volkswirtschaftlich immenser Bedeutung. Wer nicht vorsorgt, ist später Empfänger von Staatsgeldern. W Hier entwickelt sich eine Branche, in der niemand ohne Know-how langfristig gewinnen kann. W Hier entwickelt sich eine Branche, die verschiedene Perspektiven bereit - hält, von der Vertriebsassistenz, dem Kundenberater, dem Einzelvermittler bis hin zum echten Unternehmer. W Hier entwickelt sich eine Branche, in der mit überschaubaren Investitionen ein schon nach kurzer Zeit ertragreicher Betrieb entstehen kann. Berücksichtige ich die gesamtgesellschaftliche Entwicklung, sehe ich zwei Tendenzen, die sich weiter verstärken. Zum einen leben die Menschen immer länger, zum anderen wird das soziale Netz immer durchlässiger. So werden die Gesundheits- und die Finanzdienstleistungsbranche immer wichtiger. Alle Infos zum Jungmakler Award unter: www.jungmakler.de Von Steffen Ritter, Geschäftsführer des IVV Institut für Versicherungsvertrieb und Mitinitiator des Jungmakler Awards Heute ist der Start als Makler eine berufliche Entscheidung, die denen, die sie durchdacht und planvoll angehen, den Weg zu einem wirtschaftlich hochattraktiven Unternehmen öffnet. Ja, die Branche hat Zukunft! Aber auch wenn die Vorzeichen bestens sind: Es gelingt bei Weitem nicht jedem. Nicht weil es nicht geht. Nicht weil die Branche es nicht zulässt. Vielmehr weil das eigene Geschäft ohne Plan betrieben wird. Ganz gleich, in welcher Rolle Sie diese Kolumne lesen: Bitte tragen auch Sie dazu bei, dass die Professionalisierung der deutschen Finanzdienstleistung und Assekuranz weiter voranschreitet. Alle Beteiligten des Marktes werden davon profitieren. Vielen Dank! W 92 August 2020

Erfolgreiche Jungmakler und was aus ihnen geworden ist Im Jahre 2018 hieß einer der Sieger des Jungmakler Awards Rainer Schamberger. Der Handwerksmakler hat seine Zielgruppe weiter zugespitzt und versucht, sich ein Monopol zu erarbeiten. Im Interview gibt er handfeste Unternehmenstipps und schwärmt vom Jungmakler Award als Initialzündung seiner Bekanntheit und seines Erfolgs. Herr Schamberger, 2018 standen Sie auf dem Siegerpodest beim Jungmakler Award. So lange ist das noch nicht her. Hat sich dennoch seitdem in Ihrem Leben etwas entscheidend geändert? Steckbrief Rainer Schamberger 30 Jahre Versicherungsmakler für das Handwerk Jungmakler 2018 Um ehrlich zu sein, habe ich mich nach der Entwicklung der letzten zwei Jahre gefragt: „Rainer, was hast du eigentlich vorher die ganze Zeit gemacht?“ Denn in den letzten zwei Jahren habe ich viele neue Kontakte geknüpft, Versicherungskonzepte gestaltet, zahlreiche Interviews in Fachzeitschriften gegeben und meine Digitalisierung sozusagen um 300% vorangetrieben. Kurz: Es hat sich alles verändert. In der aktuellen Corona-Krise leidet die Wirtschaft. Wie kommen Sie mit Ihrem Fokus auf ganz bestimmte Zielgruppen durch die Krise? Hier zeigt sich, dass wir uns auf die richtigen Zielgruppen fokussiert haben, denn unsere Mandanten waren zwar betroffen, sind aber alle gut durch die Krise gekommen. Bäcker hatten Umsatzverluste, gehörten aber zur Notversorgung und Schornsteinfeger konnten regulär weiterarbeiten, da der Brandschutz aufrechterhalten werden musste. Unsere Elektrobetriebe konnten sogar Umsatzsteigerungen vorweisen. Tatsächlich hatten wir nur einige wenige Beitragsfreistellungen von Lebensver - sicherungen im Privatkundenbereich. Haben Sie praktische Tipps, wie man als junger Makler den Büroalltag leichter bewältigen kann? Stetiger Austausch mit Kollegen. Findet euch zusammen und helft euch gegenseitig. Da draußen gibts genug zu tun für uns alle und der Markt eröffnet uns unzählige Möglichkeiten. Wichtig ist, seine Prozesse überhaupt erst mal zu kennen, aufzuschreiben und sie dann zu effektiveren Abläufen zu optimieren und zu automatisieren. Das geht nicht von heute auf morgen, sondern ist ein ständiger Arbeitsauftrag zur Ver - besserung und Entwicklung des eigenen Unternehmens. Was hat Ihnen die Teilnahme am Jungmakler Award gebracht? Einen Quantensprung in der Unternehmensentwicklung. Von der Perfektionierung der Idee bis zur Umsetzung und der Digital isierung war der Jungmakler Award der Grundstein und die Initialzündung für das, was ich jetzt habe und wofür ich jetzt bekannt bin. Ich kann an dieser Stelle nur Danke sagen dafür, dass ich so weit gekommen bin, und für die tollen Kontakte, Anreize und die Motivation, die dadurch in mir entstanden ist. Für einen unternehmerisch denkenden Menschen ist wohl kaum etwas wichtiger als zu wissen, was man will. Was wollen Sie momentan am meisten? Ich will irgendwann die Monopolstellung in der Ab sicherung von Schornsteinfegern und sagen wir erhebliche Marktanteile in der Absicherung von Bäckereien. Ich will in Zukunft noch ortsunabhängiger arbeiten und zeitlich dennoch flexibel bleiben. Also auch trotz allem unternehmerischen Ehrgeiz möchte ich die Balance aus beruflichem Erfolg und Zeit für mein Privatleben so halten wie bisher. W Zehn Jahre Jungmakler Award: Anlässlich des Jubiläums wirft AssCompact einen Blick auf die bisherigen Gewinner.

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